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Häufig gestellte Fragen: Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe/Europa-Nostra-Preis

European Commission - MEMO/13/561   16/06/2013

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 16. Juni 2013

Häufig gestellte Fragen: Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe/Europa-Nostra-Preis

Wann wurde der Preis geschaffen und warum?

Die Europäische Kommission fördert den EU-Preis für das Kulturerbe/Europa-Nostra-Preis seit 2002 durch das Programm Kultur.

Mit dem Preis werden hervorragende Leistungen für das Kulturerbe in Europa gewürdigt; er soll helfen, das Bewusstsein für das Kulturerbe bei Entscheidern, Fachkräften und der allgemeinen Öffentlichkeit zu fördern. Auch soll der Preis ein hohes Niveau und hervorragende Qualifikationen in der Erhaltung des Kulturerbes, die grenzüberschreitende Mobilität der Fachkräfte und Kulturerbe-Projekte in ganz Europa fördern.

Wer kann teilnehmen?

Der Preis steht allen 37 am EU-Kulturprogramm beteiligten Ländern offen – also den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (Liechtenstein und Norwegen), den Beitritts- und Kandidatenländern (Kroatien, Türkei, Island, frühere jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro) und potenziellen Kandidatenländern (Serbien, Bosnien-Herzegowina und Albanien).

Für den Preis kommen nur Projekte in Frage, die in den vorangegangen zwei Jahren abgeschlossen wurden. Die Preisträger werden von fachkundigen unabhängigen Jurys in vier Kategorien ausgewählt:

  1. Erhaltung

  2. Forschung

  3. besonderes Engagement von Einzelpersonen und/oder Gruppen für die Erhaltung des Kulturerbes

  4. Bildung, Fortbildung und Sensibilisierung.

Um welche Art von Kulturerbe geht es?

Kulturerbe wird hier im weiteren Sinn verstanden. Es umfasst

  1. Gebäude oder Gebäudegruppen in ländlicher oder städtischer Umgebung;

  2. industrielle und technische Strukturen und Anlagen;

  3. Kulturlandschaften: historische Parks und Gärten, größere, als Landschaften ausgewiesene Flächen oder Flächen mit Bedeutung für Kultur, Umwelt und/oder Landwirtschaft;

  4. archäologische Stätten, einschließlich Unterwasserarchäologie;

  5. Kunstwerke und Sammlungen: künstlerisch oder historisch wertvolle Sammlungen oder besonders alte Kunstwerke.

Was bedeutet der Preis für die Preisträger?

Jedes Jahr werden bis zu 30 Beiträge für den Preis ausgewählt. Sechs oder sieben davon erhalten einen der mit 10 000 EUR dotierten Hauptpreise für besonders herausragende Kulturerbeprojekte des Jahres. 2013 wird zum zweiten Mal in einer Online-Abstimmung ein Publikumspreis vergeben. Die Preisträger profitieren auch von der durch den Preis erzeugten zusätzlichen Öffentlichkeitswirkung und von der Anerkennung durch die Europäische Kommission und Europa Nostra.

Wer organisiert den Preis?

Den Preis organisiert – im Auftrag der Europäischen Kommission – Europa Nostra, ein europäisches Netz, das sich für die Bewahrung des europäischen Kulturerbes im Interesse der heutigen wie auch künftiger Generationen engagiert. Europa Nostra organisiert die Fachjurys, die Preisverleihung und andere Öffentlichkeitsmaßnahmen. Die Preisverleihung findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Nächstes Jahr soll die Zeremonie in Wien stattfinden.

Wie groß ist der finanzielle Beitrag der Kommission zum Preis?

Die Kommission stellt für den Preis 200 000 EUR (60 % der Gesamtmittel) zur Verfügung. Den Rest bringt Europa Nostra auf. Der Beitrag der Kommission deckt den Auswahlprozess, einschließlich Reise- und Aufenthaltskosten für die Jurymitglieder, Werbemaßnahmen einschließlich Veröffentlichungen und die Kosten für die Preisverleihung selbst ab.

Vergibt die Europäische Union auch andere Kulturpreise?

Dieser Preis ist einer von vier EU-Preisen, die mit Unterstützung des EU-Kulturprogramms vergeben werden — die anderen betreffen zeitgenössische Architektur, Literatur und grenzüberschreitend erfolgreiche Popmusik.

Unterstützt die EU andere Initiativen auf dem Gebiet des Kulturerbes?

Ja. Das Kulturprogramm unterstützt auch die Zusammenarbeit und Vernetzung auf dem Gebiet des Kulturerbes, Europäische Kulturhauptstädte, European Heritage Days (gemeinsam mit dem Europarat) und das neue Europäische Kulturerbe-Siegel – allesamt Initiativen, in denen das Kulturerbe eine große Rolle spielt. Seit 2007 wurden über das Kulturprogramm mehr als 30 Mio. EUR in die Kofinanzierung von Projekten zum Kulturerbe investiert. Fördermittel werden auch aus anderen von der EU finanzierten Programmen bereitgestellt: Seit 2007 wurden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 3 Mrd. EUR für den Schutz und den Erhalt des Kulturerbes zugeschossen, 2,2 Mrd. EUR für den Ausbau der kulturellen Infrastruktur und 775 Mio. EUR für die Unterstützung kultureller Dienste. Weitere 150 Mio. EUR wurden seit 1998 aus den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und technologische Entwicklung bereitgestellt.

Weitere Informationen: Siehe auch IP/13/542 EU-Preis für Kulturerbe/Europa-Nostra-Preis: Bekanntgabe der Gewinner des Publikumspreises und der Hauptpreise des Jahres 2013.


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