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Europäische Kommission

MITTEILUNG

Brüssel, 8. Januar 2013

Gemeinsame Erklärung der Hohen Vertreterin und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Catherine Ashton sowie der Kommissionsmitglieder Kristalina Georgieva und Andris Piebalgs zum Jahrestag des Erdbebens in Haiti

Vor drei Jahren, am 12. Januar 2010, wurde Haiti von einem Erdbeben heimgesucht, das aufgrund seiner verheerenden Folgen zu einer der schlimmsten Naturkatastrophen der jüngsten Geschichte wurde.

Nun, da wir die Bilanz aus unseren Maßnahmen seit der Katastrophe ziehen, bekräftigen wir gleichzeitig unsere langfristige Unterstützung für die Bevölkerung Haitis, deren Wohlergehen und Entwicklung für uns prioritär bleibt.

Unmittelbar nach dem Erdbeben reagierte die Europäische Union entschlossen und flexibel, rettete Leben und stellte für einen Teil der 1,5 Millionen obdachlosen Haitianer Schutzunterkünfte bereit. Zwar leben auch jetzt noch 350 000 Menschen in Notunterkünften, doch konnten wir für über 500 000 Menschen dauerhaften Wohnraum bereitstellen. Mit der humanitären Hilfe der EU wurden auch die Behandlung der Cholera sowie die Eindämmung von Epidemien unterstützt. Ebenso wichtig ist, dass wir uns auf die Katastrophenvorsorge und auf Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der Haitianer gegen künftige Katastrophen konzentriert haben. Insgesamt ist die humanitäre Hilfe der EU 5 Millionen Menschen, d. h. jedem zweiten Haitianer zugute gekommen.

Im Einklang mit den Prioritäten der Regierung unterstützt die EU auch die Regierungsführung, die Infrastruktur (Straßenbau, Bau von Schulen usw.), Wirtschaftstätigkeiten und den Staatshaushalt, wodurch der Bevölkerung Dienste in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Justiz bereitgestellt werden können. So wurden in den letzten fünf Jahren landesweit etwa 7000 Lehrer ausgebildet, und mindestens 120 000 Kinder profitierten von der Bildungshilfe der EU. Erfreulicherweise wuchs die Wirtschaft Haitis im Jahr 2012 um 6-7 %.

85 % der von der Europäischen Kommission 2010 zugesagten 522 Millionen EUR wurden gebunden und zusätzliche Mittel zur Deckung des Bedarfs der Bevölkerung bereitgestellt.

Natürlich bleibt noch viel zu tun. Die jüngsten Naturkatastrophen wie Tropensturm Isaac und Hurrikan Sandy erschwerten die Verbesserung der Lage Haitis noch zusätzlich und zeigten ihrerseits, wie dringend die Resilienz der Haitianer gegen Naturkatastrophen gestärkt werden muss.

Trotz der erzielten Fortschritte war die Durchführung der EU-Entwicklungshilfe für Haiti in den letzten drei Jahren sehr problematisch, da die politische Instabilität die Koordinierungsbemühungen und die Durchführung der Entwicklungsprogramme behinderte. In diesem Zusammenhang begrüßen wir den von der Regierung vor kurzem gefassten Beschluss, die Reformen zur Verbesserung der Planung und Koordinierung der Hilfe zu beschleunigen, da die unumschränkte Übernahme der Eigenverantwortung für den Entwicklungsprozess eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg dieses Prozesses in Haiti ist.

Drei Jahre nach dem furchtbaren Ereignis von 2010 wir sind entschlossener denn je, unser Engagement für Haiti unter Beweis zu stellen. Die Unterstützung des Landes beim Wiederaufbau und bei der Stärkung seiner Resilienz ist die beste Art, wie wir unsere Solidarität mit der schon lange leidenden Bevölkerung Haitis zeigen und der Opfer der Katastrophe gedenken können.

For more information

Factsheet "Third year commemoration of the Haiti earthquake"

http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/country-cooperation/haiti/haiti_en.htm

Website on Haiti:

http://europa.eu/newsroom/highlights/haiti/index_en.htm


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