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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 11. Dezember 2013

Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen 2014: 800 Mio. EUR, um Karriere, Ausbildung und Mobilität von Forscherinnen und Forschern zu fördern

Die Europäische Kommission veröffentlicht heute die erste Tranche von „Aufforderungen“ für die Finanzierung von Forschungsstipendien im Rahmen der neuen Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA). Diese MSCA zur Förderung der europäischen Forschungs­ausbildung und Karriereentwicklung sind Teil des neuen Programms Horizont 2020. Die ersten Aufforderungen sind an Forschungsorganisationen, Universitäten, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen gerichtet. Insgesamt können über die MSCA im Zeitraum 2014-2020 mehr als 6 Mrd. EUR vergeben werden.

Zuständig für die MSCA ist Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. Die Kommissarin erklärte: „Seit ihrem Start im Jahr 1996 waren die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen eine echte Erfolgsgeschichte, auf der wir nun aufbauen. In den nächsten sieben Jahren können wir insgesamt 65 000 Forscherinnen und Forscher, die einen wichtigen Beitrag zu Wissenschaft und Innovation in Europa leisten, finanziell unterstützen.“

Forschungsinstitute, Universitäten, Unternehmen und im Forschungsbereich tätige NRO können über die innovativen Ausbildungsnetze (ITN) der MSCA (Zielgruppe: Nachwuchsforscher/innen ohne Doktorat) eine Finanzierung beantragen. Mit der Ausbildung kann Erfahrung im nichtakademischen Bereich gesammelt werden. Auf diese Weise entwickeln die Forscherinnen und Forscher transversale Fähigkeiten, die Innovations- und Unternehmergeist sowie die Beschäftigungsfähigkeit fördern. Damit Doktoratsanwärter/innen auch außerhalb Europas Erfahrungen sammeln können, dürfen nichteuropäische Organisationen ebenfalls an den ITN teilnehmen.

Es gibt drei Arten von ITN:

europäische Ausbildungsnetze (ETN) bestehen aus mindestens drei Partnern in drei Mitgliedstaaten/assoziierten Ländern;

europäische Industriedoktorate (EID) unter Beteiligung mindestens eines Unternehmens und einer Forschungseinrichtung, die den Grad einer Doktorin/eines Doktors verleihen darf; das Unternehmen und die Forschungseinrichtung dürfen ihren Sitz nicht im gleichen Mitgliedstaat/assoziierten Land haben;

gemeinsame europäische Doktorate (EJD) ersetzen die gemeinsamen Doktorate unter Erasmus Mundus und binden aus mindestens drei Begünstigten bestehende Konsortien ein, die den Grad einer Doktorin/eines Doktors verleihen dürfen und ihren Sitz in verschiedenen Mitgliedstaaten bzw. assoziierten Ländern haben.

Der größte Teil der MSCA-Mittel ist für die innovativen Ausbildungsnetze veranschlagt; im Rahmen der entsprechenden Aufforderung werden mehr als 400 Mio. EUR vergeben. Davon sind 25,5 Mio. EUR für die europäischen Industriedoktorate und 30 Mio. EUR für die gemeinsamen europäischen Doktorate vorgesehen.

In der Forschung oder Innovation tätige Organisationen können im Rahmen der MSCA-Maßnahme „Austausch für Forschungs- und Innovationspersonal (RISE)“ auch Förderungen für branchenübergreifende Partnerschaften erhalten. Über RISE wird Kurzzeitmobilität von Forschungs- und Innovationspersonal aller Karrierestufen (postgradual bis Management) unterstützt, einschließlich des administrativen und technischen Personals. Bei weltweiten Partnerschaften ist auch der Austausch zwischen akademischen Einrichtungen möglich. Im Rahmen dieser Aufforderung stehen 70 Mio. EUR zur Verfügung.

Organisationen, die eine Veranstaltung zur „Europäischen Nacht der Forschung“ im September 2014 und im September 2015 organisieren möchten, sollten jetzt einen Vorschlag einreichen. Diese Veranstaltungen, die europaweit am selben Tag stattfinden, sollen der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, Forscher/innen und ihre Arbeit besser kennenzulernen, und vor allem bei jungen Menschen das Interesse an einer Karriere in der Forschung fördern. Im Rahmen dieser Aufforderung stehen 8 Mio. EUR zur Verfügung.

Darüber hinaus können nationale Kontaktstellen (NCP) im Rahmen der Aufforderung für die transnationale Zusammenarbeit einen Förderantrag einreichen. Für die Förderung eines Netzwerks aus formell benannten nationalen Kontaktstellen stehen 1,5 Mio. EUR zur Verfügung. Mit Hilfe des Netzwerks sollen bewährte Verfahren festgestellt und verbreitet sowie die Unterstützung für Antragstellende qualitativ verbessert werden.

Genaueres zu den Aufforderungen, Förderkriterien und Fristen finden sich auf dem EU- Participant Portal (nur in englischer Sprache)

Die Veröffentlichungstermine für die Aufforderungen für Einzelstipendien (240,5 Mio. EUR) und für die Maßnahme COFUND (80 Mio. EUR), in deren Rahmen regionale, nationale und internationale Programme für die Forschungsausbildung aus MSCA-Mitteln ergänzt werden, sind der 12. März bzw. der 10. April 2014.

Hintergrund

Mit einer Mittelausstattung von über 6 Mrd. EUR für den Zeitraum 2014-2020 entfallen 8 % des Gesamtbudgets für Horizont 20201 auf die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Das sind rund 30 % mehr als die 4,7 Mrd. EUR, die im Rahmen der aktuellen Marie-Curie-Maßnahmen für 2007-2013 zur Verfügung stehen. Mit dem neuen Budget können mehr als 65 000 Forscherinnen und Forscher unterstützt werden – fast 40 % davon Doktoratsanwärter/innen.

Über die MSCA werden Forscherinnen und Forscher, unabhängig von ihrer Nationalität und Karrierephase unterstützt. Für Förderungen in Frage kommen Forscherinnen und Forscher aus allen Disziplinen, von der Notfallmedizin über die Naturwissenschaften bis zur Grundlagenforschung.

Weitere Informationen

IP/13/1232, MEMO/13/1122

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU folgen

MSCA auf Facebook

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

1 :

Unter Berücksichtigung der geschätzten Inflation sind das 6,16 Mrd. EUR. Dies entspricht 5,45 Mrd. EUR in festen/konstanten Preisen 2011.


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