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Fragen und Antworten zu Marie-Curie-Maßnahmen

Commission Européenne - MEMO/12/830   05/11/2012

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 5. November 2012

Fragen und Antworten zu Marie-Curie-Maßnahmen

Wer wird durch das Programm gefördert?

Aus den Marie-Curie-Maßnahmen werden europäische Forschungsstipendien finanziert; dabei spielen die Staatsangehörigkeit und das Forschungsgebiet keine Rolle. Neben der Förderung von Stipendien ermöglicht das Programm den betreffenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, internationale Erfahrungen zu sammeln, die sowohl dem Einzelnen als auch der gesamten europäischen Forschungsgemeinschaft zugute kommen.

Warum fördert die EU die Forschung in Europa?

Europäische Wissenschaftler sind zwar für den akademischen Arbeitsmarkt oft gut gerüstet, auf die Arbeit im Bereich der Wirtschaft sind sie jedoch weniger gut vorbereitet. Die Europäische Union möchte mehr der besten Wissenschaftler für sich gewinnen und an sich binden. Außerdem muss dringend dafür gesorgt werden, dass die Wissenschaftler über die geeigneten Qualifikationen für die Arbeitsplätze der Zukunft verfügen.

Die Marie-Curie-Maßnahmen verbinden die drei Seiten des Wissensdreiecks – Forschung, Bildung und Innovation – und verknüpfen hervorragende Forschungsarbeiten mit einer Ausbildung von höchster Qualität zur Förderung der Innovation. Dies geschieht, indem Wissenschaftlern im Rahmen ihrer Ausbildung internationale und fachübergreifende Mobilität erleichtert wird. Auf diese Weise werden nicht nur hohe professionelle Standards in Forschungslaufbahnen gefördert, sondern es werden auch Wissenschaftler mit den für die moderne Wirtschaft nötigen Qualifikationen ausgestattet.

Wie werden die Stipendiaten ausgewählt?

Bewerbungen um Marie-Curie-Stipendien werden von einem unabhängigen Gremium anerkannter europäischer und internationaler Wissenschaftler bewertet. Die Bewertung richtet sich nach der wissenschaftlichen Qualität des Projekts und dessen voraussichtlichen Auswirkungen auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit sowie nach der Qualität des Ausbildungsprogramms, der Gasteinrichtung und des Forschers. Nur die besten Projekte werden gefördert. Marie-Curie-Stipendiaten erhalten Arbeitsverträge (mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren), umfassende Sozialversicherung und einen Beitrag zur Rentenversicherung.

Welche Auswirkungen haben die Marie-Curie-Maßnahmen?

Sie ermöglichen es einer großen Zahl von Forschern, eine Erstausbildung von hoher Qualität zu erhalten. 40 % der Marie-Curie-Fördermittel werden für Nachwuchsforscher aufgewendet; 2007-2013 werden etwa 10 000 Doktoranden gefördert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf sektorübergreifender, interdisziplinärer und internationaler Ausbildung, wodurch die Innovations- und Beschäftigungsfähigkeit verstärkt werden.

Die Marie-Curie-Maßnahmen fördern die Zusammenarbeit zwischen der Industrie und dem Hochschulsektor. Unternehmen sind eng in die Forschererstausbildungsnetze (ITN) und die „Wege und Partnerschaften zwischen Industrie und Hochschulen“ (IAPP) eingebunden, denen die Hälfte der Programmfördermittel zugute kommt. Unternehmen machen 12 % der ITN-Teilnehmer und 38 % der IAPP-Teilnehmer aus; davon sind 50 % kleine und mittlere Unternehmen. Außerdem werden mit den Marie-Curie-Maßnahmen die so genannten „European Industrial Doctorates“ (europäische Industriedoktorate) unterstützt, mit deren Hilfe Wissenschaftler mindestens 50 % ihrer Doktorandenzeit in der Industrie verbringen können.

Die Maßnahmen fördern attraktive Arbeitsbedingungen für Forscher, einschließlich umfassender Sozialversicherung und der Möglichkeit zum Mutterschaftsurlaub im Einklang mit den Grundsätzen der „Europäischen Charta für Forscher und des Verhaltenskodexes für die Einstellung von Forschern“. Die Logik ist einfach: Durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Status lassen sich mehr Wissenschaftler für eine Tätigkeit in Europa gewinnen.

Mit den Marie-Curie-Maßnahmen soll auch ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern gefördert werden. 38 % der durch das Programm geförderten Wissenschaftler sind Frauen (EU-Ziel: 40 %).

Ist das Marie-Curie-Stipendium an eine bestimmte Staatsangehörigkeit gebunden?

Die Marie-Curie-Maßnahmen stehen Wissenschaftlern aller Nationalitäten und aus allen Forschungseinrichtungen aus jedem beliebigen Land offen. Damit bilden sie ein Kerninstrument, um die besten Wissenschaftler aus der ganzen Welt für die EU zu gewinnen. Bisher wurden Forscher aus 130 und Gasteinrichtungen in mehr als 80 Ländern durch die Maßnahmen gefördert.

Warum soll das Programm in Marie‑Skłodowska-Curie-Maßnahmen umbenannt werden?

Die Marie-Curie-Maßnahmen sollen in Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen umbenannt werden, um die polnischen Wurzeln dieser außergewöhnlichen und vorbildlichen Wissenschaftlerin zu würdigen.

Welche Hauptänderungen sind im Rahmen von Horizont 2020 für die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen vorgesehen?

Der Kommissionsvorschlag für die Zukunft der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen sieht die Straffung, Vereinfachung und Verstärkung der Doktorandenausbildung vor. Die Maßnahmen sollen weiterhin die Privatwirtschaft als Hauptakteur einbeziehen und stark international ausgerichtet sein. Der Kofinanzierungsgrundsatz soll ausgeweitet werden, damit die besten Verfahren in ganz Europa Verbreitung finden.

Helfen die Marie-Curie-Maßnahmen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei ihrer Laufbahnentwicklung?

Ja. Marie-Curie-Stipendiaten haben dank ihrer Ausbildung und ihren Erfahrungen in der Privatwirtschaft eine größere Chance, die besten Arbeitsplätze zu bekommen. Darüber hinaus haben sie überdurchschnittlich hohe Erfolgschancen bei der Bewerbung um Stipendien des Europäischen Forschungsrats.


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