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MEMO/12/32

Brüssel, den 23. anuar 2012

50 Jahre GAP – Europa und seine Landwirte in Partnerschaft vereint

Im Jahr 2012 wird das 50-jährige Jubiläum der Durchführung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU gefeiert. Mit diesem Eckpfeiler der europäischen Integration wurden den europäischen Bürgern 50 Jahre der Ernährungssicherheit und ein lebendiger ländlicher Raum geschenkt. Die GAP ist nach wie vor der einzige EU-Politikbereich, in dem es einen gemeinsamen EU-Rahmen gibt und der Großteil der staatlichen Ausgaben in allen Mitgliedstaaten aus dem EU-Haushalt statt aus nationalen oder regionalen Mitteln bestritten wird. Die Zahlen zeigen, dass die GAP zu einer stetigen Zunahme des wirtschaftlichen Werts, der Produktivität und des Handels beigetragen hat, wobei gleichzeitig der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel am Haushalt halbiert werden konnte.

Die GAP ist eine Politik, die stets weiterentwickelt wurde, um den gegebenen Herausforderungen begegnen zu können. So führte die Reform von 1992 zu einer viel stärkeren Marktorientierung und weg von handelsverzerrenden Subventionen. Gleichzeitig wurde aber auch der Besorgnis der Verbraucher über den Tierschutz und der Verdopplung der Zahl der Landwirte in der EU (infolge der Erweiterung von 15 auf 27 Mitgliedstaaten) Rechnung getragen.

Im Oktober 2011 hat die Kommission ihren jüngsten Vorschlag für weitere Reformen der GAP vorgelegt, mit denen sich die EU für die Herausforderungen von heute und morgen rüsten soll, darunter Ernährungssicherheit, Klimawandel, nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen, eine ausgewogene Regionalentwicklung, Unterstützung des Agrarsektors bei der Bewältigung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der erhöhten Volatilität der Agrarpreise und ein Beitrag zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum im Sinne der Strategie Europa 2020.

Meilensteine der Geschichte der GAP

Im Jahr 1962 läuteten eine Reihe von entscheidenden Daten die GAP ein:

  • 14. Januar 1962 Der Ministerrat der Sechs kommt nach 140 Stunden Verhandlung (dem ersten europäischen Agrarmarathon) zu der Entscheidung, die zweite Phase des Übergangszeitraums einzuleiten. Damit werden für jedes Erzeugnis eine gemeinsame Marktorganisation etabliert, spezifische Wettbewerbsregeln in Kraft gesetzt und der Europäische Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAGFL) geschaffen.

  • 4. April 1962: Nach dem zweiten Agrarmarathon werden die Verordnungen im Wortlaut vom Rat angenommen.

  • 20. April 1962: Die Texte werden veröffentlicht. Der Tag ihres Inkrafttretens hing vom Beginn der Vermarktungssaison ab. Für die Gemeinsamen Marktorganisationen für Getreide, Eier, Geflügelfleisch und Schweinefleisch war der Stichtag der 1. Juli 1962.

Weitere wichtige Daten:

  • 1962: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist geboren! Im Wesentlichen sollen mit dieser Politik die EU-Bürger mit erschwinglichen Nahrungsmitteln versorgt und eine angemessene Lebenshaltung für Landwirte gesichert werden.

  • 1984: Milchquoten – spezifische Maßnahmen treten in Kraft, um die Milcherzeugung an die Marktbedürfnisse anzupassen.

  • 1992: Die „MacSharry-Reform“ – die GAP wird von Marktsubvention auf Erzeugersubvention umgestellt. Die Preisstützung wird durch Direktbeihilfen ersetzt. Der Schwerpunkt wird zunehmend auf die Nahrungsmittelqualiltät, den Schutz traditioneller und regionaler Lebensmittel sowie der Umwelt gelegt.

  • 2000: Der Anwendungsbereich der GAP wird auf die ländliche Entwicklung ausgeweitet. Die GAP wird mit Hilfe von gezielten Mehrjahresprogrammen auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene stärker auf die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des ländlichen Raums in Europa ausgerichtet.

  • 2003: Reform nach Zwischenbewertung unter Kommissar Fischler – Durch diese Reform werden die Direktbeihilfen von der Erzeugung entkoppelt. Die Landwirte richten sich stärker am Markt aus und erhalten mit Blick auf die spezifischen Zwänge der europäischen Landwirtschaft eine Einkommensbeihilfe. Sie müssen spezifische Vorschriften im Hinblick auf Umwelt, Tierschutz und Nahrungsmittelsicherheit einhalten.

  • 2004 & 2007: Die Zahl der Landwirte in der EU verdoppelt sich nach der EU-Erweiterung um zwölf neue Mitgliedstaaten. Auch die Landwirtschaft und die ländlichen Gebiete der EU verändern sich.

  • 2012: Durch erneute Verhandlungen über ein Reform der GAP sollen die wirtschaftliche und ökologische Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors gestärkt, die Innovation gefördert, der Klimawandel bekämpft sowie Beschäftigung und Wachstum in ländlichen Gebieten unterstützt werden.

Statistiken zur Entwicklung grundlegender landwirtschaftlicher Daten

1962

1992

2002

2012

Anzahl der Mitgliedstaaten

6

12

15

27

Landwirte (Mio.)

6,5

7,2

6,2

13,7

Landwirtschaftliche Nutzfläche (Mio. ha)

69

118

126

172

1962

2012

Wert der landwirtschaftlichen Erzeugung (reale Preise, Mrd. EUR/ECU)

20

350

Durchschnittliche Milchleistung (kg pro Kuh/Jahr)

3000

6500

Durchschnittlicher Weizenertrag (t/ha)

2

6

Wert der Agrarausfuhr (reale Preise, Mrd. EUR/ECU)

3

90*

Wert der Agrareinfuhr (reale Preise, Mrd. EUR/ECU)

6

80*

Wert des Agrarhandels (reale Preise, Mrd. EUR/ECU)

10

170*

Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel am Haushalt (EU-Durchschnitt in %)

30 %

16 %

Quelle: GD AGRI; Hinweis:

* vorläufige Zahlen Januar-November 2011

Weitere Einzelheiten, einschließlich Informationen über Veranstaltungen zu „CAP@50“ zur Feier des 50-jährigen Jubiläums in den verschiedenen Mitgliedstaaten, finden sich unter:

http://ec.europa.eu/agriculture/50-years-of-cap/index_de.htm

Neben einer interinstitutionellen Veranstaltung in Brüssel am 23. Januar haben die sechs Gründungsmitgliedstaaten der EU ebenfalls Eröffnungsveranstaltungen geplant:

  • Deutschland (Berlin, Grüne Woche) – 20. Januar 2012

  • Italien (Verona) – 2. Februar 2012

  • Frankreich (Paris). 27. Februar 2012

  • BeNeLux (zu bestätigen) – 4. April 2012


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