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Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport (10-11.Mai)

European Commission - MEMO/12/307   07/05/2012

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MEMO/12/307

Brüssel, 7. Mai 2012

Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport (10-11.Mai)

Erstmals wird der Rat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport die Vorschläge der Europäischen Kommission für die neuen Programme „Erasmus für alle“ und „Kreatives Europa“, die im Jahr 2014 anlaufen werden, im Detail erörtern. Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, und Androulla Vassiliou, die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige Kommissarin, werden die Kommission vertreten. Vizepräsidentin Kroes und Kommissarin Vassiliou werden am 10. Mai um 13 Uhr an einer Pressekonferenz zum Thema Kultur, audiovisuelle Medien und Sport teilnehmen. Am 11. Mai wird etwa zur gleichen Zeit eine Pressekonferenz mit Kommissarin Vassiliou zum Thema Bildung und Jugend stattfinden.

Freitag, 11. Mai

Bildung und Jugend

Das Hauptziel des neuen Programms „Erasmus für alle“ (IP/11/1398) für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport besteht darin, junge Menschen finanziell zu unterstützen, damit sie Qualifikationen erwerben und so ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern und sich persönlich weiterentwickeln können. Zwei Drittel der dafür bereitgestellten Mittel (die Kommission hat für den Zeitraum 2014-2020 insgesamt 19 Mrd. EUR vorgeschlagen) sollen jungen Menschen die Möglichkeit eines Studiums, einer Ausbildung oder einer freiwilligen Tätigkeit im Ausland eröffnen. Die im Rahmen solcher internationaler Erfahrungen erworbenen Qualifikationen – wie Sprachkenntnisse, Anpassungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Bewusstsein für Interkulturalität – werden von Arbeitgebern sehr geschätzt. Das restliche Drittel der Mittel wird in die institutionelle Zusammenarbeit fließen und den Ländern dabei helfen, ihre Bildungs- und Ausbildungssysteme zu modernisieren, intensivere Partnerschaften mit der Wirtschaft aufzubauen und politische Reformen in Angriff zu nehmen. Aus dem Programm „Erasmus für alle“ sollen zudem die gesellschaftliche Teilhabe Jugendlicher und der Breitensport gefördert werden.

Erasmus für alle“ verknüpft das bereits bestehende Programm Erasmus mit allen anderen derzeit laufenden EU- und internationalen Mobilitätsprogrammen; sieben Programme werden durch ein einziges ersetzt. Das führt zu mehr Effizienz, erleichtert die Beantragung von Finanzhilfen und verringert Doppelarbeit und die Zahl der beteiligten Stellen.

Die Minister werden über einen Entwurf der Präsidentschaft diskutieren, der die globalen Ziele und den Anwendungsbereich des Vorschlags der Kommission übernimmt. Allerdings ist davon auszugehen, dass einige Minister die Möglichkeit eines separaten „Kapitels“ zur Jugendpolitik ansprechen werden. Nach Auffassung der Kommission würde sich ein einzelnes, finanziell besser ausgestattetes Programm eher für die Jugendpolitik eignen.

Kommissarin Vassiliou erklärte: „Wir wollen jungen Menschen zu verstehen geben, dass Europa für sie da ist. Ich möchte keine separate Jugendpolitik machen, sondern sie in alles einbeziehen, was wir tun. Das bedeutet mehr Finanzmittel für Jugendmaßnahmen, für außerschulische Bildung und freiwillige Tätigkeiten. Generell beabsichtigen wir, Qualifizierungsmaßnahmen stärker zu unterstützen, indem wir im Zeitraum 2014-2020 bis zu 5 Millionen Menschen Mobilitätsbeihilfen anbieten.“

Es wird damit gerechnet, dass die Minister Schlussfolgerungen zur Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen allgemeinbildender und beruflicher Bildungsgänge annehmen, mit denen eine neue Benchmark eingeführt wird. Diese soll dazu führen, dass die Beschäftigungsquote dieser Absolventen bis 2020 82 % erreicht. Das wären über 5 Prozentpunkte mehr als deren derzeitige Beschäftigungsquote in der EU (76,5 %). Ferner wird damit gerechnet, dass die Minister Schlussfolgerungen zur Förderung des kreativen und innovativen Potenzials junger Menschen annehmen und eine politische Debatte darüber führen werden, wie junge Menschen zur Ausschöpfung ihres Potenzials ermuntert werden können. „Wenn es gelingt, junge Menschen – z. B. durch Förderung unternehmerischer Fähigkeiten – dazu zu bringen, dass sie ihr kreatives und innovatives Potenzial ausschöpfen, dann sind sie besser für die Arbeitswelt gerüstet und können auch stärker für eine Teilhabe an der Gesellschaft gewonnen werden. Unser Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen durch besseren Unterricht und durch stärker am Arbeitsmarkt ausgerichtete Angebote der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern“, fügte Kommissarin Vassiliou hinzu.

Donnerstag, 10. Mai

Kultur

Die Minister werden über das vorgeschlagene Programm „Kreatives Europa“ diskutieren (IP/11/1399), das auf mehr Investitionen in wachstumsfördernde Kultur- und Kreativbranchen abzielt, um so auf Herausforderungen wie Marktzersplitterung und unzureichende Mobilität von Künstlern zu reagieren; zudem sollen die durch den digitalen Wandel geschaffenen Chancen stärker genutzt werden.

„Unser Ziel ist es, Europa zu einem möglichst dynamischen, vielfältigen und erfolgreichen Kulturraum zu machen. Das neue Programm wird der Förderung der eigentlichen, nichtkommerziellen und sozialen Werte der Kultur dienen, gleichzeitig aber auch eine effiziente Antwort auf die Herausforderungen darstellen, denen die betreffenden Branchen heute gegenüberstehen, denn wir stellen ihnen Finanzmittel zur Verfügung, damit sie neue Publikumsschichten erreichen und ihr Potenzial in vollem Umfang ausschöpfen können“, sagte Kommissarin Vassiliou.

Die Kommission hat vorgeschlagen, das Programm „Kreatives Europa“ (2014-2020) mit 1,8 Mrd. EUR auszustatten. Es umfasst das bisherige Kultur-Programm und die Programme MEDIA/MEDIA Mundus für die Filmwirtschaft; unterschiedliche Aktionsbereiche tragen den jeweiligen Besonderheiten Rechnung. Aus dem Programm sollen 300 000 Künstler und Kulturschaffende Finanzhilfen erhalten, damit sie außerhalb ihrer Heimatländer ein neues Publikum erreichen können; ferner soll der Vertrieb von über 1 000 europäischen Filmen unterstützt werden.

Die Kommissarin und die Minister dürften zudem die beiden Städte Donostia-San Sebastián (Spanien) und Breslau (Wroclaw, Polen) als Europäische Kulturhauptstädte 2016 (IP/11/800 und IP/11/766) benennen.

Sport

Weiter wird damit gerechnet, dass der Rat Schlussfolgerungen zur Bekämpfung von Doping im Freizeitsport annimmt. Kommissarin Vassiliou wird unterstreichen, dass der Prävention von Doping bei Amateur- und Fitness-Sportlern dieselbe Bedeutung zukommt wie den Antidopingsystemen im Profisport.

Audiovisuelle Medien

Vizepräsidentin Kroes wird die im Entwurf vorliegenden Schlussfolgerungen zu einer Empfehlung der Europäischen Kommission begrüßen; diese zielt darauf ab, das europäische Kulturerbe einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und das Wachstum der Kulturindustrie in Europa zu fördern. Die Kommission hat ihren Vorschlag im vergangenen Oktober vorgelegt (siehe IP/11/1292). Darin werden die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Bemühungen zu intensivieren, ihre Ressourcen zu bündeln und den privaten Sektor in die Digitalisierung ihres kulturellen Erbes einzubinden. Das digitalisierte Material soll über die Europeana – das ist die Europäische Digitale Bibliothek, die gleichzeitig auch als Archiv und Museum konzipiert ist – zugänglich gemacht werden. Bis 2015 ist geplant, 30 Millionen Objekte in die Europeana aufzunehmen, mehr urheberrechtlich geschützte oder vergriffene Werke online verfügbar zu machen und die nationalen Rechtsvorschriften und Strategien darauf auszurichten, dass digitale Datenbestände langfristig konserviert werden.

Weitere Informationen

Website der polnischen Präsidentschaft: Ratstagung vom 28./29. November

Europäische Kommission: Kultur

Europäische Kommission: Bildung

Europäische Kommission: Jugend

Europäische Kommission: Sport

Website von Kommissarin Vassiliou

Website der Digitalen Agenda

Website von Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter


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