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MEMO/12/223

Brüssel, den 28. März 2012

Seeverkehr: Seminar soll den Kampf gegen Piraterie und bewaffnete Überfälle intensivieren helfen

Die Europäische Kommission organisiert heute und morgen eine Veranstaltung zum Thema Piraterie und bewaffnete Überfälle und widmet sich damit einem Phänomen, das nicht nur das Leben von Seeleuten in Gefahr bringt, sondern auch eine Bedrohung für den gesamten Seeverkehr darstellt. Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten ihr Engagement aufrecht erhalten und die erforderlichen Maßnahmen systematisch umgesetzt werden, um zu vermeiden, dass Seeleute zu Schaden kommen und der Seeverkehr wirtschaftlich beeinträchtigt wird.

Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission, hierzu: „Ich begrüße die Anstrengungen der internationalern Gemeinschaft im Allgemeinen und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation im Besonderen. Auch Europa stand hier nicht nur mit der EU NAVFOR ATALANTA, sondern auch mit seinen traditionellen Hilfsinstrumenten mit an vorderster Front. Internationale Maßnahmen werden schon allein deshalb benötigt, weil mindestens 80 % des Welthandels auf dem Seeweg abgewickelt werden. Unter diesen Umständen wird die Europäische Union ihr Engagement voll aufrecht erhalten.“

Frau Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, erklärte: „Es ist nicht akzeptabel, dass kriminelle Banden die internationalen Schifffahrtswege und Tausende Seeleute bedrohen. Die Piraterie ist ein äußerst komplexes Problem, das eine Abstimmung von militärischen und juristischen Maßnahmen mit politischen, diplomatischen und entwicklungspolitischen Initiativen erfordert. Schutz und Eindämmung durch unsere Aktion Atalanta, Zusammenarbeit, um zu verhindern, dass Piraten und die Anführer der einschlägigen Netze straffrei ausgehen, Stärkung der regionalen Selbstschutzkapazitäten, Schaffung eines Rechtsstaats und Angebot von Alternativen für junge Somalier: Die EU nutzt all diese Möglichkeiten und leistet mit ihrer Gesamtstrategie einen wichtigen Beitrag zu den internationalen Anstrengungen, der Piraterie definitiv ein Ende zu setzen.“

An dem in Zusammenarbeit mit dem dänischen Vorsitz des Rates der Europäischen Union veranstalteten Seminar nehmen Vertreter der Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) sowie andere Persönlichkeiten teil wie:

  • der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, Herr Koji Sekimizu,

  • der dänische Minister für Handel und Wachstum, Herr Ole Sohn, der bei dieser Gelegenheit auch den dänischen Vorsitz des Rates der Europäischen Union repräsentieren wird, und

  • Herr Brian Simpson, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr des Europäischen Parlaments.

Seit dem alarmierenden Anstieg der Piratenattacken vor der somalischen Küste und im Golf von Aden im Jahr 2008 wurde die Öffentlichkeit auf dieses Thema aufmerksam. Dennoch greifen Piraten – nicht nur am Horn von Afrika – weiterhin Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms, Handels- und Sportschiffe sowie Fischereifahrzeuge an.

Auf diesem dritten Seminar werden nun während zwei Tagen alle Probleme im Zusammenhang mit der Piraterie angesprochen.

  • Die Intensivierung von Maßnahmen zum Selbstschutz wird einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Zu den sensibelsten Themen gehören hier Schiffsbaunormen und verfügbare Techniken zur Abschreckung von Angriffen sowie die äußerst delikate Frage der Präsenz von bewaffnetem, über Privatverträge angeworbenem Sicherheitspersonal an Bord der Schiffe.

  • Alle Initiativen, die ergriffen wurden, um dieser Bedrohung auf internationaler und auf europäischer Ebene durch Maßnahmen zu Land und zu Wasser den Kampf anzusagen, werden von allen Akteuren, die sich während der vergangenen Jahre an dem engagierten Kampf gegen die Piraterie beteiligt haben, geprüft und besprochen, wobei auch auf die Rolle bzw. die fehlende Rolle der Presse eingegangen wird.

  • Auswirkungen der Piraterie auf Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Karriereaussichten von Seeleuten werden an einem runden Tisch zum Thema Humankosten der Piraterie besprochen.

  • Schließlich befassen sich Spezialisten aus der Welt der Versicherungen und des Seeverkehrs gründlich mit den wirtschaftlichen Konsequenzen für die Schifffahrtsindustrie und den finanziellen Folgen für den weltweiten Seehandel.

Fakten und Zahlen zum Horn von Afrika

  • Aktuell werden 10 Schiffe und 189 Personen als Geiseln festgehalten.

  • Im Januar 2011 wurde ein Rekord von über 700 Geiseln verzeichnet.

  • Im Durchschnitt werden die Geiseln sieben Monate lang festgehalten.

Links:

Strategischer Rahmen der EU für das Horn von Afrika:

http://register.consilium.europa.eu/pdf/fr/11/st16/st16858.fr11.pdf

Kampf der EU gegen die Piraterie am Horn von Afrika:

http://eeas.europa.eu/agenda/2012/200212_factsheet_piracy.pdf


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