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Tourismus wird 2012 die Wirtschaft ankurbeln

European Commission - MEMO/12/154   05/03/2012

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MEMO/12/154

Brüssel, 5. März 2012

Tourismus wird 2012 die Wirtschaft ankurbeln

72 % der EU-Bürger haben 2011 eine Reise unternommen, und über 80 % planen auch 2012 entweder Kurzreisen oder längere Urlaubsaufenthalte. Dies geht aus der letzten Eurobarometer-Umfrage über die Einstellung der Europäer zum Reisen hervor. Die Umfrage gibt ferner Aufschluss über die Vorlieben und Verhaltensmuster der EU-Bürger beim Thema Reisen. Sie zeigt auch, dass sich 2011 mehr Menschen dafür entschieden haben, ihren Urlaub in Europa zu verbringen. Noch mehr Befragte gaben an, dies im Jahr 2012 vorzuhaben.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani erklärte: „Die kulturellen Schätze und landschaftlichen Reize unseres Kontinents sowie seine traditionelle Gastfreundschaft bedeuten unseren Bürgern nach wie vor sehr viel. Der europäische Tourismus schnitt 2011 gut ab, er verzeichnete sogar steigende Zahlen. Unsere Daten bestätigen, dass es mit der Branche 2012 weiter bergauf gehen wird. Reisen und Tourismus tragen somit ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Erholung Europas bei.“

Vorlieben europäischer Touristen

Die Eurobarometer-Umfrage liefert interessante Angaben zu den Vorlieben der europäischen Reisenden:

  • Die Mehrheit der EU-Bürger sind selbstbewusste Reisende, die ihren Urlaub am liebsten in Eigenregie organisieren: 53 % der Europäer buchten ihren Urlaub über das Internet. Als gut informierte und aktive Verbraucher haben 49 % der Personen, die 2011 eine Urlaubsreise tätigten, die verschiedenen Komponenten ihrer Reise getrennt voneinander organisiert anstatt Gesamtreisepakete zu buchen.

  • Trotzdem spielen Empfehlungen von Familienangehörigen und Freunden bei der Wahl der Reiseziele eine wichtige Rolle. So waren mündliche Empfehlungen für 52 % der EU-Touristen von Bedeutung, Internet-Websites hingegen nur für 40 % relevant.

  • Als Verkehrsmittel wurden hauptsächlich Auto und Motorrad genutzt. Im Jahr 2011 lag der Anteil der Reisenden, die diese Verkehrsmittel vorzogen bei 78 % und damit viel höher als 2010 (44 %). Allerdings wurde 2011 im Vergleich mit 2010 auch ein leichter Anstieg bei den Flugreisen (46 % gegenüber 39 %) verzeichnet.

  • Für die Übernachtungen werden meistens Hotels oder Mietunterkünfte gewählt: Touristen aus der EU zogen es vor, unabhängig von der Urlaubsdauer, in bezahlten Unterkünften zu übernachten (dies gilt für 54 % der Personen, die eine Kurzreise absolvierten und für 60 % der Reisenden, deren Reise mindestens vier Übernachtungen einschloss).

  • Europäische Reisende suchen Ruhe und Erholung: Dies wurde 2011 von 48 % der Urlauber – gegenüber 36 % im Jahr 2010 – als Motivation angegeben. Ferner genannt wurden „Sonne und Strand“ und „Besuche von Verwandten und Freunden“ (28 %).

  • Sie legen Wert auf die Schönheit der Natur und auf einen hochwertigen Service: So würden über 50 % der EU-Bürger einen Ort erneut aufsuchen, der besondere landschaftliche Vorzüge bietet. Über 90 % der Befragten waren mit ihrem Reiseziel und mit der Qualität der Unterkunft zufrieden.

  • 72 % der EU-Bürger haben 2011 eine Reise unternommen: Der Anteil von EU-Bürgern, die im letzten Jahr eine Urlaubsreise machten (72 %), blieb im Vergleich zur Erhebung vom Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Europäische Reisende zogen entweder ihr eigenes Land (Griechenland 80 %, Italien 74 %, Kroatien 73 %) oder ein anderes EU-Land vor. Die meisten Besucher verzeichnete im Jahr 2011 Spanien (11 %), es folgten Italien (9 %), Frankreich (8 %), Deutschland (5 %), Österreich (5 %) und Griechenland (4 %).

  • und die Europäer werden auch 2012 reisen: 73 % der Befragten gaben an, trotz der Krise auf ihren Urlaub nicht verzichten zu wollen. Allerdings haben 33 % ihre ursprünglichen Pläne ändern müssen. 41 % der Befragten, die 2012 verreisen wollen, haben eher längere Reisen (zwischen vier und dreizehn Übernachtungen) als Kurzreisen vor (27 %). Als Reiseziel soll dabei meistens erneut das eigene Land (52 %) bzw. ein anderes EU‑Land (37 %) gewählt werden. Die beliebtesten Reiseziele sind 2012 Spanien (10 %), Italien (7 %), Frankreich (6 %), Griechenland (4 %) sowie Österreich, das Vereinigte Königreich und Deutschland (3 %).

Die Eurobarometer-Erhebung

Im Rahmen dieser Eurobarometer-Erhebung wurden im Januar 2012 über 30 000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen im Alter ab 15 Jahren in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie folgenden Ländern befragt: Norwegen, Island, Kroatien, Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Serbien und Israel. Dies ist das vierte Jahr in Folge, in dem die Europäische Kommission eine so umfassende Erhebung durchgeführt hat, mit der allen Interessenträgern im Tourismusbereich eine Fülle vergleichbarer Informationen zur Verfügung gestellt wird, die nach Ländern und demografischen Kategorien analysiert werden. Die Erhebung dient der Verfolgung der kurz- und mittelfristigen Trends im Urlaubsverhalten der Europäer. Sie bietet der Kommission und den Interessenträgern die Möglichkeit einer Reaktion auf die im Wandel begriffenen Trends bei der touristischen Nachfrage und stellt insofern ein wichtiges Instrument für die Tourismuspolitik sowie für die Planung der Tourismusbranche dar, insbesondere in Bezug auf die Formen des Tourismus und die beliebtesten Reiseziele.

Hintergrund

Eurostat zufolge erreichten 2011 die Zahlen für die europäische Beherbergungsbranche in der EU-27 ein Rekordniveau, das noch über den Werten vor der Krise lag. Die Zahl der Übernachtungen von Nichtinländern in Hotels und anderen vergleichbaren Einrichtungen stieg um mehr als 7 %, die von Inländern hingegen um 1,2 %.

Die höchsten Hotelübernachtungszahlen von Nichtinländern wurden in Spanien (+14,7 %) und Italien (+3,9 %) registriert. Den stärksten Anstieg von Hotelübernachtungen von Inländern verzeichneten dagegen Litauen (+20,6 %), Bulgarien (+15,0 %) und Rumänien (+13,4 %).

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_344_330_en.htm#334


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