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Strategische Innovationsagenda des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) – häufig gestellte Fragen

Commission Européenne - MEMO/11/851   30/11/2011

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MEMO/11/851

Brüssel, den 30. November 2011

Strategische Innovationsagenda des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) – häufig gestellte Fragen

(IP/11/1479)

Was ist das EIT?

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) wurde im Jahre 2008 auf Initiative der Europäischen Kommission als unabhängige EU-Einrichtung zur Förderung von Spitzeninnovation errichtet. In Einklang mit seinem Auftrag führt es herausragende Hochschuleinrichtungen, Forschungszentren und Unternehmen im Rahmen eines völlig neuen Konzepts grenzübergreifender öffentlich-privater Partnerschaften, den sogenannten Wissenschafts- und Innovationsgemeinschaften (KIC), zusammen. Die Verwaltungszentrale des EIT hat ihren Sitz in Budapest, die KIC operieren von 16 Standorten in ganz Europa aus, von Barcelona bis Stockholm. Bisher sind drei KIC eingerichtet worden, die sich mit den Bereichen nachhaltige Energie (KIC InnoEnergy), Klimawandel (KIC Climate) und Informations- und Kommunikationsgesellschaft (ICT Labs) befassen.

Welche Erwartungen hat die Kommission an das EIT?

Das EIT soll die Unternehmergeneration von morgen hervorbringen und dem europäischen „Wissensdreieck“ einen Platz in der Weltspitze sichern. Die KIC befassen sich mit wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen, wobei das Institut als Katalysator für die Übernahme und Nutzung neuer Technologien und neuer Forschungsergebnisse fungiert.

Bürokratie ist bei EIT und KIC auf ein Mindestmaß beschränkt, so dass sie sich rasch an neue bzw. sich abzeichnende Bedürfnisse anpassen und wirksame Ergebnisse erzielen können. Die Kommission erwartet vom EIT, dass es in Sachen Vereinfachung Vorbildfunktion übernimmt.

Studierende, Forschende und Unternehmer stehen im Zentrum des Innovationsantriebs des EIT. Seine Bildungsdimension schafft neue Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung und schlägt Brücken zwischen Hochschulbereich und privatem Sektor.

Zwar haben die ersten KIC erst vor relativ kurzer Zeit ihren Betrieb aufgenommen, sie konnten jedoch bereits ihre Wirkungskraft und ihren Wert unter Beweis stellen: In nur einem Jahr waren sechs Unternehmensgründungen zu verzeichnen – 50 weitere stehen unmittelbar bevor. Etwa 700 Masterstudierende und Doktoranden haben KIC-Kurse besucht bzw. sind noch eingeschrieben.

Die Kommission geht davon aus, dass das EIT bis 2020 den Anstoß für bis zu 600 Unternehmensgründungen und die Ausbildung von etwa 25 000 Studierenden und 10 000 Doktoranden im Rahmen neuer Lehrpläne geben wird, die wissenschaftliche Exzellenz mit einer starken unternehmerischen Komponente verbinden.

Welches Budget sieht die Kommission im Zeitraum 2014-2020 für das EIT vor?

Das EIT hat seit seiner Errichtung Mittel in Höhe von 309 Mio. EUR aus dem EU-Haushalt erhalten. Im Rahmen ihres Vorschlags für Horizont 2020 sieht die Kommission eine erhebliche Intensivierung ihrer Unterstützung für das EIT vor, nämlich ein Budget von 2,8 Mrd. EUR1 für den Zeitraum 2014-2020.

Mit der Aufstockung des Budgets sollen Konsolidierung und weiteres Wachstum der ersten drei KIC sichergestellt sowie die Grundlagen für die Einrichtung sechs neuer KIC bis 2018 geschaffen werden. Letztere werden folgende Schwerpunkte haben: gesundes Leben, Rohstoffe, Lebensmittel für die Zukunft (Einrichtung im Jahr 2014); urbane Mobilität, Mehrwert in der Fertigung und intelligente, sichere Gesellschaften (Einrichtung im Jahr 2018).

Durchschnittlich bestreitet das EIT bis zu 25 % des Gesamtbudgets der KIC. Der den einzelnen KIC zugewiesene Betrag kann aufgrund des unterschiedlichen Finanzbedarfs variieren. Letztendlich hängt die Mittelzuweisung von den spezifischen Geschäftsplänen der KIC sowie von ihrer Entwicklung ab.

Wie stellt das EIT eine Finanzierung durch andere Quellen sicher?

Das Finanzierungsmodell des EIT baut auf den Stärken und Ressourcen der an den KIC beteiligten Partner auf. Die Europäische Union stellt 25 % der Finanzmittel des EIT und seiner KIC zur Verfügung; der Rest wird hauptsächlich von den KIC-Partnern selbst bestritten.

Die Erfahrungen aus der Anfangsphase zeigen ein sehr hohes Engagement seitens der Partner aus der Wirtschaft. Die KIC konnten darüber hinaus zusätzliche Mittel von öffentlichen Stellen auf nationaler und regionaler Ebene mobilisieren. So hat etwa die deutsche Bundesregierung beschlossen, die Verwaltung der Bildungsinitiative „Software Campus“ dem KIC ICT Labs zu übertragen und hierzu 50 Mio. EUR für einen Fünfjahreszeitraum zur Verfügung zu stellen.

Was ist die Strategische Innovationsagenda (SIA) des EIT?

Hierbei handelt es sich um die Rahmenstrategie des EIT, die die Kommission für die kommenden Jahre vorschlägt. Ziel ist es, die Wirkung des EIT europaweit bedeutend zu verstärken.

Die Erfahrungen der KIC, sowohl bewährte Verfahren als auch gewonnene Erkenntnisse, werden ausgetauscht, damit andere davon profitieren können. Die Kommission wird Systeme einrichten, um diesen Wissensaustausch nachhaltig zu befördern, darunter Stipendiumsprogramme, ein Alumni-Netz und ein Stakeholder-Forum. Diese Maßnahmen werden durch Bemühungen, die Governance des EIT effizienter zu gestalten, sowie durch die Einrichtung eines neuen Überwachungssystems zur Bewertung der Leistung des EIT und der KIC ergänzt. Durch das Überwachungssystem kann das EIT seine Leistung anhand der eigenen Ziele messen und mit bewährten Verfahren auf europäischer und globaler Ebene vergleichen.

Die Kommission schlägt eine Verkleinerung des EIT-Verwaltungsrats vor. Warum?

Die Zahl der Verwaltungsratsmitglieder wird von 22 auf 10 gesenkt. Der geschäftsorientierte Ansatz des EIT erfordert eine effiziente, schnelle und zielgerichtete Entscheidungsfindung. Ein kleinerer Verwaltungsrat mit einem stärkeren Fokus auf die strategische Ausrichtung ist ein grundlegender Schritt in diese Richtung. Dies wurde auch in der unabhängigen externen Evaluierung, die in der ersten Jahreshälfte durchgeführt wurde, festgehalten und zudem vom EIT-Verwaltungsrat selbst vorgeschlagen. Ein verschlankter Verwaltungsrat wird zu einer wirkungsvolleren und effizienteren Entscheidungsfindung sowie zur Beschränkung der allgemeinen Verwaltungskosten auf das Notwendigste beitragen.

Was wird unternommen, um die Attraktivität des EIT für Unternehmen, insbesondere KMU, zu erhöhen?

Die Kommission hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Entscheidungsfindung und Durchführungsverfahren des EIT zu vereinfachen, wobei dem EIT jedoch weiterhin die Flexibilität eingeräumt wird, die es braucht. Die Themen für die neuen KIC wurden aufgrund ihres Potenzials ausgewählt, neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Beteiligung von Unternehmen an EIT und KIC ist bereits groß und nimmt weiter zu. Derzeit sind fast 200 Partner in die KIC eingebunden, von denen 75 (nahezu 40 %) aus der Geschäftswelt kommen. Zur KIC Climate beispielsweise zählen viele regionale KMU. Partner aus der Wirtschaft bestreiten etwa ein Drittel des Budgets der KIC InnoEnergy, das sich auf 290 Mio. EUR beläuft. Bei der KIC ICT Labs beträgt der Budgetanteil, der von Partnern aus der Wirtschaft getragen wird, 20 %.

Unternehmen – sowohl multinationale Konzerne als auch KMU – werden insbesondere vom geschäftsorientierten Innovationsansatz des EIT angezogen, sowie von seiner Betonung von Flexibilität und seinen Bemühungen um einfachere und klarere Regeln.

Wie wurden die Themen für die sechs neuen KIC ausgewählt? Welche Kriterien wurden bei der Festlegung ihrer Reichweite zugrunde gelegt?

Der Entwurf der Strategischen Innovationsagenda, den der EIT-Verwaltungsrat der Kommission im Juni 2011 vorgelegt hat, war die Grundlage für die Auswahl der Themen für die neuen KIC. Parallel dazu wurden Kriterien entwickelt, die eine objektive Bewertung des Innovationspotenzials der einzelnen vorgeschlagenen Themen ermöglichen. Diese Kriterien wurden durch die allgemeine Innovationsgemeinschaft im Rahmen einer öffentlichen Konsultation bewertet.

Den Themenschwerpunkt bilden gesellschaftliche Herausforderungen. Indem sie für Innovationen sorgen und wirtschaftliches Potenzial zur Verfügung stellen, werden die bestehenden und neuen KIC zur Erreichung der Ziele von Horizont 2020 und der Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und nachhaltiges Wachstum beitragen.

Welche Rolle übernimmt das EIT im Programm Horizont 2020?

Im Rahmen von Horizont 2020 wird das EIT durch die Verknüpfung von exzellenter Forschung, Bildung und Innovation eine wichtige Rolle spielen.

Das EIT wird zum Ziel „Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen“ beitragen und andere Initiativen als Teil der weiteren Strategie ergänzen. Weiterhin wird es einen Beitrag zur Vorgabe „führende Rolle der Industrie und wettbewerbsorientierte Rahmen“ leisten, indem es ergebnisorientierte Forschung anregt und die Gründung innovativer KMU mit starkem Wachstumspotenzial fördert. Außerdem trägt das EIT zum Aufbau einer „exzellenten Wissenschaftsbasis“ bei, indem es eine länder-, sektoren- und fachbereichsübergreifende Mobilität fördert.

Horizont 2020 sieht die notwendige Vereinfachung und Flexibilität vor, damit das EIT sein Innovationspotenzial voll ausschöpfen, neue Ansätze präsentieren und Partner aus der Geschäftswelt anziehen kann. Das EIT wird ermutigt, seine Autonomie umfassend zu nutzen, um schnell auf neue oder sich abzeichnende Bedürfnisse reagieren zu können.

1 :

3,2 Mrd. EUR unter Berücksichtigung der für den Zeitraum 2014-2020 geschätzten Inflation.


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