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MEMO/11/237

Brüssel, 12. April 2011

Marie-Curie-Forscher entdeckt 13 Milliarden Licht­jahre entfernte Galaxie

Ein Astronomenteam unter Leitung des 31-jährigen französischen Forschers Johan Richard, der über die von der EU finanzierten Marie-Curie-Maßnahmen gefördert wird, hat eine Galaxie in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde entdeckt. Die Entdeckung dieses 200 Millionen Jahre nach dem Urknall entstandenen Sternensystems wird es Astronomen leichter machen, die Entwicklung erdnaher Galaxien zu verstehen, die Auswirkungen auf das Klima unseres Planeten haben könnten. Die Entdeckung könnte zudem zur Klärung der Frage beitragen, wie sich der Wasserstoffnebel im jungen Universum verzogen hat – eine Frage, die der Wissenschaft bisher Rätsel aufgibt.

Richard begann seine Forschungen, als er von 2008 bis 2010 Marie-Curie-Stipendiat an der Universität Durham (Vereinigtes Königreich) war. Die Entdeckung der Galaxie gelang im Dark Cosmology Centre in Kopenhagen (Dänemark) mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops, eines gemeinsamen Projekts von ESA und NASA.

Dr. Johan Richard ist inzwischen am Zentrum für astronomische Forschung an der Universität Lyon (Frankreich) tätig. Die übrigen Mitglieder seines Teams waren:

Dr. Jean-Paul Kneib (F), Laboratoire d’Astrophysique, Marseille

Dr. Harald Ebeling (D), University of Hawaii

Dr. Daniel Stark (USA), Cambridge University, Vereinigtes Königreich

Dr. Eiichi Egami (Japan), University of Arizona

Dr. Andrew Fiedler (USA), University of Arizona

Richard erklärte, die Marie-Curie-Förderung sei entscheidend dafür gewesen, ihn auf Entdeckerkurs zu bringen. „Die Marie-Curie-Maßnahmen bieten enorme Möglichkeiten für die wissenschaftliche Unabhängigkeit, und die ist unverzichtbar für spannende Entdeckungen“, sagte er.

Die EU-Kommissarin Androulla Vassiliou, zuständig für die Marie-Curie-Maßnahmen, kommentierte: „Diese Entdeckung ist ein Meilenstein in der neuzeitlichen astronomischen Forschung, und sie ist ein weiteres Beispiel für unser Engagement bei der Förderung von Pionierleistungen in der Forschung und der Mobilität der besten europäischen und internationalen Wissenschaftler.“

Weitere Informationen: http://www.spacetelescope.org/news/heic1106

Hintergrund

Im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen vergibt die EU Stipendien an herausragende Wissenschaftler (ab Post-Graduierten-Ebene), um die Mobilität der europäischen Forschungselite zu fördern. Hierfür stellt die EU im Zeitraum 2007-2013 mehr als 4,5 Mrd. EUR bereit.

Seit 1996 sind insgesamt 50 000 Forscherinnen und Forscher auf diese Weise gefördert worden. Im Jahr 2010 gab es fast 5000 Bewerbungen für die von der EU finanzierten Marie-Curie-Stipendien und damit 20 % mehr im Jahr zuvor.

Die Marie-Curie-Maßnahmen spielen eine zentrale Rolle im „Europäischen Forschungsraum“. Betreut werden sie von der Exekutivagentur für die Forschung (REA), die von der EU geschaffen wurde, um Teile des 7. Europäischen Rahmenprogramms (RP7) für Forschung und technologische Entwicklung – eine der Säulen der Strategie Europa 2020 für nachhaltiges und integratives Wachstum – zu verwalten.

Marie-Curie-Maßnahmen der EU: http://ec.europa.eu/mariecurieactions/

Strategie EU 2020: http://ec.europa.eu/europe2020/index_de.htm

RP7: http://cordis.europa.eu/fp7/home_de.html

REA: http://ec.europa.eu/research/rea/


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