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EU-Justizkommissarin Reding fordert von Unternehmen höheren Frauenanteil in den Chefetagen

Commission Européenne - MEMO/11/124   01/03/2011

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MEMO/11/124

Brüssel, den 1. März 2011

EU-Justizkommissarin Reding fordert von Unternehmen höheren Frauenanteil in den Chefetagen

Nach den heutigen Treffen mit Führungskräften und Sozialpartnern zum Thema Frauen in Entscheidungspositionen (siehe IP/11/242) forderte EU-Justizkommissarin Viviane Reding alle börsennotierten Unternehmen in Europa auf, bis März 2012 die Erklärung „Frauen in den Chefetagen – Selbstverpflichtung für Europa“ zu unterzeichnen. Die Erklärung stellt eine freiwillige Selbstverpflichtung börsennotierter Unternehmen dar, den Frauenanteil in ihren Vorständen oder Aufsichtsräten bis 2015 auf 30 % und bis 2020 auf 40 % zu erhöhen (siehe Anhang). Alle börsennotierten Unternehmen in Europa können die Erklärung unterzeichnen.

Die ersten Gespräche dienten dem Meinungsaustausch mit Führungskräften über die Erhöhung des Frauenanteils in Europas Chefetagen und sind konstruktiv verlaufen“, so EU-Justizkommissarin Reding. „Während einige Führungskräfte gesetzliche Vorgaben – wie sie in Norwegen, Frankreich und Spanien existieren – für unerlässlich halten, sprachen sich andere für Selbstregulierungsinitiativen aus. Die Vertreter der Sozialpartner haben in den Gesprächen mit meinen Dienststellen ähnliche Positionen dargelegt.

Eine stärkere Beteiligung von Frauen in Leitungsgremien kann sich auf Unternehmen gewinnbringend auswirken und zu nachhaltigem wirtschaftlichen Wachstum führen.

In den nächsten zwölf Monaten will ich der Selbstregulierung eine letzte Chance geben. Ich wünsche mir, dass die Unternehmen kreativ werden, damit die Gesetzgeber nicht kreativ sein müssen.

Für mich zählt das Ergebnis. Mein Ziel ist es, dass die Aufsichtsräte der großen börsennotierten Unternehmen in Europa bis zum Jahr 2015 zu 30 % mit Frauen und bis zum Jahr 2020 zu 40 % mit Frauen besetzt sind.

Ich fordere diese Unternehmen in ganz Europa auf, die Erklärung „Frauen in den Chefetagen – Selbstverpflichtung für Europa“ zu unterzeichnen und auch wirklich nach Wegen zu suchen, den Frauenanteil in ihren Führungsgremien zu erhöhen.

Am nächsten Frauentag, dem 8. März 2012, wird die Kommission überprüfen, ob wesentliche Fortschritte erreicht und glaubwürdige Selbstregulierungsinitiativen für mehr Frauen in Entscheidungspositionen entwickelt worden sind. Falls dies im März 2012 der Fall ist, möchte ich die europäischen Unternehmen dazu beglückwünschen. Falls nicht, können Sie auf meine regulatorische Kreativität zählen.

Das heutige Treffen der Kommission mit Führungskräften – Vorständen und Aufsichtsräten – und Sozialpartnern wurde gemeinsam von Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, und Gertrude Tumpel-Gugerell, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, geleitet. Es ist der erste Schritt zu einem ausgewogeneren Geschlechterverhältnis in den leitenden Positionen der größten europäischen Unternehmen. Nach den heute vorgelegten neuen Zahlen der Kommission stellen Frauen lediglich 12 % der Aufsichtsratsmitglieder der größten börsennotierten Unternehmen in Europa und lediglich 3 % der Vorstandsvorsitzenden. In den vergangenen Jahren wurden nur sehr langsam Fortschritte erzielt: Der Anteil der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder in der EU ist in den letzten sieben Jahren jährlich um etwas über einen halben Prozentpunkt gestiegen. Werden keine Maßnahmen ergriffen, so würde es bei dieser Geschwindigkeit noch 50 Jahre dauern, bis in den Aufsichtsräten ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis (ein Mindestanteil von 40 % Frauen bzw. Männern) herrscht. In der Zwischenzeit bleiben in der EU Talente ungenutzt.

Die Mitgliedstaaten und Unternehmen haben verschiedene Maßnahmen getroffen, um Abhilfe zu schaffen, von „weichen“ Maßnahmen wie Unternehmenskodizes und Chartas bis zu gesetzgeberischen Maßnahmen wie Frauenquoten.

Die Erklärung „Frauen in den Chefetagen – Selbstverpflichtung für Europa“ ist auf der Website von Vizepräsidentin Reding verfügbar. Sie wird dazu beitragen, die Anstrengungen der Unternehmen bei der Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zu überwachen. Jedes börsennotierte Unternehmen kann die Erklärung unterzeichnen und mit gutem Beispiel vorangehen. In einem Jahr wird die Europäische Kommission die Situation erneut bewerten und entscheiden, wie sie weiter vorgehen wird.


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