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MEMO/10/638

Brüssel, 2. Dezember 2010

Eurobarometer-Umfrage: Einschätzung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen durch Arbeitgeber

Qualifikationen und Fähigkeiten: Bedeutung und Zufriedenheit

Fast alle in der Befragung aufgeführten Qualifikationen und Fähigkeiten wurden als sehr oder ziemlich wichtig für die Einstellung von Hochschulabsolventen eingestuft. Ganz oben auf der Liste der besonders hoch eingeschätzten Fähigkeiten rangiert Teamfähigkeit (67 %), gefolgt von fachspezifischen Qualifikationen, Kommunikationsfähigkeit, Computerkenntnissen, Fähigkeit zur Anpassung an neue Situationen, gute Lese- und Redaktionskompetenz sowie analytische Fähigkeiten und Problemlösungskompetenz. Zwischen 58 % und 67 % der Befragten halten diese Fähigkeiten für sehr wichtig bei der Einstellung neuer Mitarbeiter.

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Bedeutung verschiedener Qualifikationen und Fähigkeiten bei der Einstellung von Hochschulabsolventen ‑ INSGESAMT

Obwohl die Arbeitgeber von Hochschulabsolventen die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen im Hinblick auf aktuelle Einstellungen nicht so sehr in den Vordergrund stellten (33 % ordneten derartige Kenntnisse als sehr wichtig und 34 % als ziemlich wichtig ein), waren 30 % der Meinung, dass Fremdsprachenkenntnisse die wichtigste Qualifikation für die Zukunft seien. Damit wurden Fremdsprachenkenntnisse für zukünftige Hochschulabsolventen höher eingestuft als die Fähigkeit, sich neuen Situationen anzupassen (27 %), und als Planungs- und Organisationskompetenz (23 %). Besonders deutlich äußerten dies Unternehmen, die auf täglicher Basis umfangreiche internationale Geschäftstätigkeit betreiben. 48 % hielten Fremdsprachenkenntnisse für die wichtigste Qualifikation für die Zukunft.

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In den letzten 3-5 Jahren eingestellte Hochschulabsolventen verfügen über die für die Arbeit in den Unternehmen der Befragten erforderlichen Qualifikationen ‑ INSGESAMT

Zur Bedeutung der unterschiedlichen Qualifikationen und Fähigkeiten sowie zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit mit den Qualifikationen und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter befragt, gaben die Arbeitgeber vergleichbare Einschätzungen ab. Die überwiegende Mehrheit (89 %) der Arbeitgeber, die in den letzten fünf Jahren Hochschulabsolventen eingestellt hatten, waren der Meinung, dass die Hochschulabsolventen über die für die Arbeit in ihren jeweiligen Betrieben erforderlichen Qualifikationen verfügten. Die allgemeine Zufriedenheit lag zwischen 80 % bei Entscheidungskompetenz und 91 % bei Computerkenntnissen.

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In den letzten 3-5 Jahren eingestellte Hochschulabsolventen verfügen über die für die Arbeit in den Unternehmen der Befragten erforderlichen Qualifikationen

Qualifikationen und Fähigkeiten für künftige Hochschulabsolventen

Die meisten Arbeitgeber stuften Grundqualifikationen wie gute Rechen-, Lese- und Computerkenntnisse als besonders wichtig für künftige Hochschulabsolventen ein.

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Meinungen zu den Qualifikationen und Fähigkeiten, die Hochschulabsolventen in den nächsten 5-10 Jahren vorweisen können sollten ‑ INSGESAMT

Arbeitgeber aus dem industriellen Bereich betonten häufiger die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen für die Zukunft als Arbeitgeber aus anderen Branchen, z. B. dem öffentlichen Sektor (40 % gegenüber 15 % im öffentlichen Sektor). Erwartungsgemäß gab ein höherer Anteil von Arbeitgebern mit internationalen Geschäftskontakten an, dass Fremdsprachenkenntnisse eine sehr wichtige Rolle bei der Einstellung von Hochschulabsolventen spielen (48 % der Betriebe, die mehr als die Hälfte ihrer Geschäftstätigkeit mit Personen in oder aus anderen Kulturen abwickeln, gegenüber 18 % der Betriebe ohne internationale Kontakte).

Bedeutung des Studienabschlusses

Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitgeber (55 %) sind der Ansicht, dass Hochschulabsolventen mit einem Bachelor-Abschluss die Qualifikationsanforderungen in ihren Unternehmen am besten erfüllen. Während 35 % einen Master-Abschluss als ideale Qualifikation nannten, äußerten nur 3 %, dass ein Doktorat am besten auf die Qualifikationsanforderungen in ihren Unternehmen passe. Mehr als 9 von 10 Arbeitgebern von Hochschulabsolventen gaben an, den Unterschied zwischen einem Bachelor- und einem Master-Abschluss genau zu kennen. Diese Ergebnisse zeigen ganz eindeutig, dass die neue Struktur des Hochschulsystems, die mit dem Bologna-Prozess eingeführt wurde, Anerkennung bei den Arbeitgebern in Europa findet.

Berufserfahrung von wesentlicher Bedeutung für neue Mitarbeiter

Neben den geeigneten Qualifikationen ist die Berufserfahrung der Hochschulabsolventen sehr wichtig für die Arbeitgeber. Insgesamt bejahten 87 % der Arbeitgeber die Aussage, dass Berufserfahrung von wesentlicher Bedeutung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter sei. Daher nannten die Arbeitgeber auf die Frage, was Hochschulen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen beitragen könnten, am häufigsten branchenspezifische Praktika als festen Bestandteil von Studienprogrammen. Die Aufnahme praktischer Erfahrungen in die Lehrpläne wurde am zweithäufigsten gewählt. 66 % der Befragten entschieden sich für eine dieser beiden Möglichkeiten.

Berufserfahrung ist von wesentlicher Bedeutung für neue Mitarbeiter

Berufspraktika und Studienzeiten im Ausland wurden von etwa einem Viertel bis einem Fünftel der Arbeitgeber hoch eingeschätzt: Während 29 % der Befragten voll und ganz bzw. weitgehend zustimmten, dass ein im Ausland absolviertes Praktikum sehr wichtig für neu einzustellende Hochschulabsolventen sei, äußerten sich 24 % in ähnlichem Sinne zu Studienzeiten im Ausland. Besonders Arbeitgeber im Industriebereich schätzen internationale Berufserfahrung. 38 % von ihnen waren voll und ganz oder weitgehend der Meinung, ein im Ausland absolviertes Praktikum sei sehr wichtig für neu einzustellende Hochschulabsolventen. Studienzeiten im Ausland wurden besonders von Arbeitgebern mit internationalen Kontakten hoch eingeschätzt. Rund ein Drittel (32 %) der Arbeitgeber mit zu mehr als 50 % internationalen täglichen Geschäftskontakten, sind voll und ganz oder weitgehend der Ansicht, dass Studienzeiten im Ausland sehr wichtig für neu einzustellende Hochschulabsolventen sind.

Wenn auch die Bedeutung der Berufserfahrung generell (unabhängig davon, ob sie im Ausland oder im Herkunftsland erworben wurde) von den meisten befragten Arbeitgebern höher eingestuft wurde, gilt es dennoch zu berücksichtigen, dass die Mobilität zu Lernzwecken das Potenzial hat, vom Arbeitgeber geschätzte Qualifikationen (z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationsgeschick, Fähigkeit zur Anpassung an neue Situationen) sowie Qualifikationen, die als besonders wichtig für die Zukunft einstuft werden (Fremdsprachenkenntnisse), beträchtlich zu fördern.

Zusammenarbeit mit Hochschulen

Arbeitgeber von Hochschulabsolventen wurden nach dem Umfang ihrer Zusammenarbeit mit Hochschuleinrichtungen bei der Gestaltung von Lehrplänen und Studienprogrammen befragt. Auf die Frage, wie oft eine solche Kooperation stattgefunden habe, sagten nur 14 % der Unternehmen, dass sie sehr oder relativ häufig mit Hochschulen bei der Gestaltung von Lehrplänen und Studienprogrammen zusammenarbeiten. Knapp 6 von 10 potenziellen Arbeitgebern gaben an, noch nie in diesem Kontext mit Hochschulen zusammengearbeitet zu haben. Häufiger kommt es jedoch bei der Einstellung von Hochschulabsolventen zur Zusammenarbeit. Für die beste Art der Zusammenarbeit mit Hochschulen hielten die Arbeitgeber ganz eindeutig integrierte Praktika (52 %), gefolgt von direkter Einstellung aus den Hochschulen (32 %).

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Ansichten zu den besten Formen der Zusammenarbeit mit Hochschuleinrichtungen in Einstellungsfragen INSGESAMT

Mehr als ein Viertel der Arbeitgeber stellen auch Mitarbeiter aus anderen europäischen Ländern ein

Mehr als ein Viertel (27 %) der Befragten haben Hochschulabsolventen aus anderen europäischen Ländern eingestellt, etwa ein Fünftel (18 %) auch aus Ländern außerhalb Europas.

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Titel: Gründe für die Einstellung von Hochschulabsolventen aus anderen Ländern ‑ INSGESAMT

Zahlreiche (41 %) Befragte erklärten, dass sie Hochschulabsolventen aus anderen Ländern eingestellt haben, weil sie die besten verfügbaren Talente für sich gewinnen wollten, während 15 % angaben, Hochschulabsolventen aus anderen Ländern wegen ihrer guten Arbeitsmoral eingestellt zu haben. Etwas mehr als ein Viertel (27%) der Befragten haben Hochschulabsolventen aus anderen Ländern eingestellt, weil sie eine internationale Belegschaft benötigten.

Methodik der Erhebung und Stichprobe

Das Flash-Eurobarometer „Employers’ perception of graduate employability“ (Nr. 304, Einschätzung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen durch Arbeitgeber) gibt Einblicke in die Bedürfnisse und Wahrnehmungen der Arbeitgeber von Hochschulabsolventen durch die Befragung leitender Mitarbeiter von Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten und aus zahlreichen öffentlichen und privaten Sektoren. Die Erhebung wurde in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen, Island, Kroatien und der Türkei durchgeführt. Die erfassten Unternehmen hatten in den letzten fünf Jahren Hochschulabsolventen eingestellt oder beabsichtigten, dies in den nächsten fünf Jahren zu tun. Insgesamt wurden zwischen dem 30. August und dem 7. September 2010 7036 Unternehmen befragt.

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Einstellung von Hochschulabsolventen – INSGESAMT

Etwa zwei Drittel (68 %) der befragten Arbeitgeber haben in den letzten fünf Jahren Hochschulabsolventen eingestellt und beabsichtigen, dies auch in den nächsten fünf Jahren zu tun. Mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten gaben an, dass mehr als ein Fünftel ihrer Beschäftigten solche Hochschulabsolventen seien. Die an der Studie beteiligten Unternehmen stellten zwar Hochschulabsolventen aus einer Reihe von Fachbereichen ein, am häufigsten genannt wurden jedoch Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften (54-55 % der Unternehmen). Der größte Teil der im Rahmen der Studie befragten Unternehmen war im Industriebereich tätig, gefolgt von nicht-öffentlichen und öffentlichen Dienstleistungen. Mehr als 4 von 10 (42 %) der Befragten gaben an, mindestens 10 % ihrer täglichen Geschäftstätigkeit mit Personen in oder aus anderen Ländern abzuwickeln, während 26 % erklärten, keine Auslandskontakte zu haben.

Mehr zum Thema:

Eurobarometer-Umfrage zur Einschätzung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen durch Arbeitgeber


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