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MEMO/08/80

Brüssel, 8 Februar 2008

Grenzübergreifende territoriale Zusammenarbeit: Madeira-Açores-Canarias (MAC) (Spanien – Portugal)

1. Durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes „Programm der Transnationalen Zusammenarbeit Madeira-Açores-Canarias (MAC) 2007-2013“ im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

2. Am 18. September 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Inselgruppen Madeira und Azoren (Portugal) und den Kanarischen Inseln (Spanien) im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit“ für den Zeitraum 2007-2013: das „Programm der Transnationalen Zusammenarbeit Madeira-Açores-Canarias (MAC) 2007-2013“.

Dieses Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für die drei atlantischen Inselregionen auf der Ebene NUTS 2 in den beteiligten Ländern im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vor. Das Programm ist insgesamt mit ca. 65 Mio. EUR ausgestattet, die Investitionen der Gemeinschaft aus dem EFRE belaufen sich auf etwa 55 Mio. EUR.

Das Programm betrifft ein 10 597 km² großes Gebiet, in dem etwa 2,4 Mio. Menschen leben (2005).

3. Zweck und Ziel des Programms

Das genehmigte Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit ist das zweite für dieses Gebiet; das erste Programm wurde im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG 2000-2006 durchgeführt.

Dabei ist auf die Besonderheit dieses Programms hinzuweisen, das auf die Zusammenarbeit von drei Inselregionen in äußerster Randlage mitten im Atlantischen Ozean abzielt, wobei eine Region – die Kanarischen Inseln – näher bei Afrika als bei Europa liegt. Diese Situation gibt dem Programm eine spezielle Ausrichtung, nicht nur, was die Zusammenarbeit zwischen den Partnerregionen, sondern auch die Kooperation mit Drittländern im geografischen Umfeld sowie mit anderen Gemeinschaftsgebieten in äußerster Randlage anbelangt.

Vor diesem Hintergrund besteht das langfristige Ziel des Programms nicht nur darin, die Zusammenarbeit zwischen Madeira, Azoren und Kanaren zu verstärken und ihre integrierte Entwicklung zu fördern, sondern auch in der Ausweitung des natürlichen sozioökonomischen und kulturellen Einflussbereichs der drei Inselgruppen und in der Verbesserung der Möglichkeiten zum Austausch mit ihrer geografischen Umgebung. Letzteres wird in Abstimmung mit anderen Gemeinschaftsinstrumenten für externe Kooperation, insbesondere dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF), erfolgen.

Die spezifischen Ziele des Programms, die zur Erreichung des angestrebten Endergebnisses weiterverfolgt werden müssen, sind:

  • Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuE+I) zwecks Verringerung des relativen Rückstands der drei Regionen auf diesem Gebiet im Vergleich zum Kontinent;
  • die Verbesserung des Schutzes und der Bewirtschaftung der Küstengebiete und Meeresressourcen;
  • die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserreserven, Energiequellen (insbesondere der erneuerbaren) und Abfälle;
  • die Verhütung von Risiken und Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meeres- und Klimaschäden usw.);
  • die Entwicklungsförderung für Drittländer im geografischen Umfeld;
  • die Stärkung der Fähigkeit zur institutionellen Kooperation zwischen den beteiligten (öffentlichen und privaten) Akteuren der drei Regionen und beteiligten Drittländer.

4. Voraussichtliche Auswirkungen des Programms

Das Programm INTERREG III B (2000-2006) erbrachte erste einschlägige Erfahrungen mit der Kooperation zwischen drei Regionen mit ähnlichen Problemen, die nie zuvor zusammengearbeitet hatten. Das Programm verhalf den drei Regionen zur Entwicklung gemeinsamer Projekte in zahlreichen Bereichen, unter Beteiligung aller Arten von Partnern und Institutionen, und ermöglichte dadurch neue, innovative Erkenntnisse beim Erfahrungs- und Wissensaustausch in diesem Raum. Außerdem waren an 27 % der unterstützten Projekte Drittländer beteiligt.

Die guten Resultate, die vom Vorgängerprogramm hinsichtlich der Schaffung einer wirksamen Kooperation zwischen den Partnern der teilnehmenden Regionen und Drittländer erzielt wurden, sollen durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit und Konzentration auf einige ausgewählte thematische Prioritäten fortgesetzt werden.

Eine Reihe von Indikatoren – auf Projekt- und Prioritätsebene – dient dazu, die Programmergebnisse sowie die Verwirklichung der Ziele zu überwachen und zu quantifizieren.

5. Prioritätsachsen

Das „Programm der Transnationalen Zusammenarbeit Madeira-Açores-Canarias (MAC) 2007-2013“ ist in folgende Prioritätsachsen untergliedert:

Prioritätsachse 1: Förderung von Forschung, Technologieentwicklung, Innovation und der Informationsgesellschaft

Spezifische Ziele dieser Prioritätsachse sind:

  • Entwicklung von Leitlinien für Forschung, Innovation und technologische Entwicklung zur unmittelbaren Anwendung auf den Produktionssektor der betroffenen Gebiete;
  • Entwicklung transnationaler Kooperationsnetze für den Transfer von Technologie und wissenschaftlichen Erkenntnissen;
  • Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zwecks Verringerung der Probleme, die sich aufgrund der Zersplitterung der Territorien und der großen Entfernungen innerhalb des Kooperationsgebiets und zum Kontinent ergeben.

Prioritätsachse 2: Stärkung des Umweltmanagements und der Risikovorsorge

Spezifische Ziele sind:

  • Verhütung von Risiken und Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meeres- und Klimaschäden usw.);
  • nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserreserven, Energiequellen und Abfälle;
  • Schutz und Bewirtschaftung der Küstengebiete und Meeresressourcen;
  • Sicherheit auf See und an der Küste.

Prioritätsachse 3: Zusammenarbeit mit Drittstaaten und Anwendung des Prinzips der „erweiterten Nachbarschaft“

Spezifische Ziele dieser Prioritätsachse sind:

  • Förderung der Entwicklung eines gemeinsamen Raums für Wachstum und Integration auf wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene zwischen den drei makaronesischen Regionen und benachbarten Drittländern durch Kooperationsaktivitäten zum allseitigen Nutzen;
  • Beitrag zur Schaffung stabiler Verbindungen für die institutionelle Kooperation;
  • Vorreiterfunktion für die territoriale Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Drittländern durch die Einführung operationeller Koordinationsverfahren für verschiedene Fonds (EFRE und EEF);
  • Stärkung der Rolle der Regionen in äußerster Randlage als Plattform für die territoriale Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Nachbarländern.

Diese Ziele werden durch gemeinsame Projekten mit Drittländern umgesetzt, von denen einige ausschließlich durch den EFRE, andere zusammen mit Partnern der AKP-Länder unterstützt werden; dazu ist die Koordinierung von EFRE- und EEF-Mitteln im Rahmen der Politik der „erweiterten Nachbarschaft“ erforderlich.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe

Während der Programmdurchführung wird technische Unterstützung geleistet. Gefördert werden Verwaltungs-, Überwachungs-, Bewertungs- und Kontrollmaßnahmen.

6. Verwaltungsbehörde: Dirección General de Planificación y Presupuesto del Gobierno de Canarias (Spanien)

Kontaktadresse:

Gemeinsames Technisches Sekretariat

Irene Ruiz Rolle

Calle Nicolás Estévanez nº 30, 2ª planta

35007 Las Palmas de Gran Canaria

Telefon: + 34 928 307456

Telefax: +34 928 307467

E-Mail: irene.ruiz@interreg-mac.org

Website des Programms: http://www.interreg-mac.org/es/index.jsp

7. Titel: „Programm der Transnationalen Zusammenarbeit Madeira-Açores-Canarias (MAC) 2007-2013“

Art der Maßnahme: Operationelles Programm

CCI-Nr.: 2007CB163PO007

Nr. der Entscheidung: K/2007/4243

Datum der endgültigen Annahme: 18.9.2007

8. Aufschlüsselung der Finanzmittel nach Prioritätsachsen (in Euro)

Priorität
EU-Beitrag
Nationaler öffentl. Beitrag
Öffentlicher Beitrag insgesamt
1. Förderung von Forschung, Technologieentwicklung, Innovation und der Informationsgesellschaft
18 129 343
3 199 294
21 328 637
2. Stärkung des Umweltmanagements und der Risikovorsorge
9 941 110
1 754 313
11 695 423
3. Zusammenarbeit mit Drittstaaten und Anwendung des Prinzips der „erweiterten Nachbarschaft“
24 000 000
4 235 294
28 235 294
4. Technische Hilfe
3 323 646
586 525
3 910 171
INSGESAMT
55 394 099
9 775 426
65 169 525


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