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Energie sparende Produkte: Ausweitung der Energieverbrauchskennzeichnung

European Commission - MEMO/08/700   13/11/2008

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MEMO/08/700

Brüssel, den 13. November 2008

Energie sparende Produkte: Ausweitung der Energieverbrauchskennzeichnung

In den letzten 14 Jahren hat sich die Richtlinie zur Energieverbrauchskennzeichnung (92/75/EWG) als sehr wirksames Politikinstrument erwiesen, das zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten in der EU geführt hat. Das Etikett mit den Energieverbrauchsklassen von A bis G auf Geräten wie Waschmaschinen, Geschirrspülern, Kühlschränken und Backöfen hat es den Verbrauchern ermöglicht, sich beim Kauf über den Energieverbrauch und somit die Betriebskosten des Produkts zu informieren, was die Nachfrage nach sparsamen Geräten erhöht hat. Der von der Kommission vorgelegte Vorschlag soll auf diesem Erfolg aufbauen, indem der Anwendungsbereich der Richtlinie über Haushaltsgeräte hinaus ausgedehnt wird und die Richtlinie koordiniert mit zusätzlichen Instrumenten, etwa im Bereich der öffentlichen Beschaffung und in Bezug auf Anreizregelungen, eingesetzt wird, damit eine Marktdynamik zugunsten von Produkten mit größerer Energieeffizienz erreicht wird.

Der Anwendungsbereich der Richtlinie wird ausgedehnt auf a) energiebetriebene Produkte, die im industriellen und gewerblichen Sektor eingesetzt werden, und b) andere energieverbrauchsrelevante Produkte, die bei ihrer Nutzung Auswirkungen auf den Energieverbrauch haben, z. B. wärmegedämmte Fenster.

Auf dem Etikett werden zum einen der Energieverbrauch oder die Energieeinsparungen und zum anderen weitere belangreiche Umweltparameter des Produkts, die bei dessen Gebrauch maßgeblich sind, angegeben. Die genauen Verwendungsmodalitäten des Etiketts werden je nach Produkt in besonderen Durchführungsvorschriften festgelegt, nachdem die Beteiligten konsultiert wurden und eine Folgenabschätzung vorgenommen wurde.

Darüber hinaus wird der neue Vorschlag eine harmonisierte Grundlage für die öffentliche Beschaffung und für Anreizregelungen der EU und der Mitgliedstaaten schaffen. In den produktspezifischen Durchführungsvorschriften wird das Energieverbrauchsniveau (entsprechend einer der auf den Etiketten gebräuchlichen Verbrauchsklassen) angegeben, unterhalb dessen öffentliche Stellen keine Aufträge erteilen oder Anreize gewähren sollten. Das entsprechende Niveau wird mit dem Ziel festgesetzt, Nettoersparnisse für die öffentliche Hand zu erzielen und gleichzeitig EU-weit gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Industrie zu schaffen.

Bei vollständiger Umsetzung, so wird geschätzt, wird der Vorschlag 2020 zu Energieeinsparungen von 27 Mio. t Rohöleinheiten jährlich führen. Das entspricht einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 80 Mio. t im Jahr – soviel, wie Österreich 2020 voraussichtlich jährlich an Emissionen produzieren wird –, allein auf der Grundlage des verminderten Energieverbrauchs von gewerblichen Heiz- und Klimageräten und Energieeinsparungen durch wärmegedämmte Fenster. Die neue Richtlinie bringt Vorteile für die Verbraucher (niedrigere Energiekosten), die Hersteller (ein klarer und berechenbarer Rechtsrahmen im gesamten Binnenmarkt, so dass sich Investitionen in die technologische Entwicklung potenziell besser auszahlen) und für die Umwelt (Verringerung der CO2-Emissionen).

Weitere Informationen finden sich hier.


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