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MEMO/08/698

Brüssel, den 13. November 2008

Richtige Bereifung kann Sprit sparen

Mit heute verfügbarer Technik kann der Anteil der Reifen am Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen erheblich reduziert werden, so dass Autofahrer mit den besten derzeit verfügbaren Reifen bei den Spritkosten bis zu 10 % sparen können. Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Einführung eines Kennzeichnungssystem vorgelegt, durch das die Verbraucher mittels einheitlicher und leicht verständlicher Informationen über die Reifeneigenschaften zum Kauf von kraftstoffeffizienteren und qualitativ besseren Reifen bewogen werden sollen.

Die aus der höheren Energieeffizienz von Reifen resultierenden Kraftstoffeinsparungen werden den Prognosen zufolge im Jahr 2020 je nach der Geschwindigkeit der Marktumstellung zwischen 2,4 und 6,6 Mio. t RÖE (Rohöleinheiten) erreichen – das ist mehr als der jährliche Ölverbrauch Ungarns.

Ein Teil des Kraftstoffverbrauchs von Fahrzeugen entfällt auf die Wechselwirkung zwischen der Straße und den Reifen. Deutliche Qualitätsunterschiede gibt es auch in Bezug auf die Nasshaftung, die von unmittelbarer Bedeutung für die Straßenverkehrssicherheit ist. Ferner weisen einige Reifen bessere Eigenschaften in Bezug auf das Rollgeräusch auf, das ein wichtiger Aspekt der Umweltbelastung durch den Straßenverkehr ist. Allerdings ist es für die Verbraucher wegen des Mangels an zuverlässigen und vergleichbaren Informationen zu den Leistungsmerkmalen von Reifen schwierig, diesen Gesichtspunkten bei ihrer Kaufentscheidung, insbesondere beim Ersetzen einer abgenutzten Bereifung, Rechnung zu tragen.

Die von der Kommission vorgeschlagene Kennzeichnung wird es den Endnutzern ermöglichen, Reifen anhand einer Klassifizierung nach der Kraftstoffeffizienz und der Nasshaftung sowie einer Angabe zum externen Rollgeräusch zu vergleichen. Dadurch soll die Umstellung des Marktes auf Reifen mit höherer Kraftstoffeffizienz, besseren Sicherheitseigenschaften und geringeren Lärmemissionen gefördert werden.

Durch die vorgeschlagene Richtlinie werden Reifenhersteller zur Angabe der Kraftstoffeffizienz, der Nasshaftung und des externen Rollgeräuschs von Reifen der Klassen C1, C2 und C3 (Reifen für Personenkraftwagen, leichte und schwere Nutzfahrzeuge) verpflichtet. Informationen zu den Leistungsmerkmalen von Reifen sind an der Verkaufsstelle mittels eines Aufklebers sowie in technischem Werbematerial wie Katalogen und Faltblättern oder bei der Internetwerbung bereitzustellen.

Dem Vorschlag zufolge soll das Kennzeichnungssystem Ende 2012 in Kraft treten.

Der Vorschlag kommt den Endnutzern (Verbraucher, Unternehmen oder Behörden, die Fuhrparks unterhalten, sowie Kraftverkehrsunternehmen) zugute, die ihre Kaufentscheidungen sachkundig treffen und durch die Wahl kraftstoffeffizienter Reifen Einsparungen erzielen können. Daneben kommt der Vorschlag Reifenherstellern zugute, deren Investitionen in Forschung und Entwicklung sich nur schleppend auszahlen. Aufgrund der Bereitstellung einheitlicher Informationen zu den Qualitätsmerkmalen von Reifen kann der Wettbewerb nicht nur über den Preis, sondern auch über die Leistungseigenschaften von Reifen erfolgen.

Außerdem trägt die Kennzeichnung zu einem umweltfreundlicheren Verkehrssystem mit geringeren CO2- und Schadstoffemissionen dank der zunehmenden Nutzung kraftstoffeffizienter Reifen bei. Die Summe der vermiedenen CO2–Emissionen sämtlicher Fahrzeugtypen werden je nach der Geschwindigkeit der Marktumstellung auf kraftstoffeffiziente Reifen auf 1,5 bis 4 Mio. t jährlich geschätzt. Das entspricht einer Verringerung des Pkw-Bestands der EU um 0,5 bis 1,3 Mio. Fahrzeuge jährlich.

Der Vorschlag erfolgt auf Ebene der EU, um eine Zersplitterung des Binnenmarktes zu verhindern und allgemein gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Hersteller zu schaffen.

Weitere Informationen finden sich hier.


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