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MEMO/08/685

Brüssel, den 7. November 2008

Fragen und Antworten zur Europäischen Veterinärwoche

Wie ist die Idee einer Europäischen Veterinärwoche (EVW) entstanden?

Das Konzept einer Europäischen Veterinärwoche (EVW) geht auf eine Initiative des Europäischen Parlaments zurück und wurde im Rahmen der Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) und insbesondere im Rahmen der dieser zugrundeliegenden beiden Prinzipien Partnerschaft und Kommunikation entwickelt.

Was ist das Thema der EVW?

Im Einklang mit der Tiergesundheitsstrategie der EU und deren Leitprinzip „Vorbeugen ist besser als heilen“, beschäftigt sich diese erste Veterinärwoche mit der Biosicherheit. Maßnahmen im Bereich der Biosicherheit bezwecken, Krankheiten von Tiergruppen fern zu halten oder die Verbreitung einer Krankheit innerhalb einer Tierpopulation zu beschränken.

Was sind die Ziele der EVW?

Das allgemeine Ziel der EVW besteht darin, das Interesse der Öffentlichkeit an Fragen der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit zu verstärken. Eines ihrer Hauptziele besteht in einer stärkeren Sensibilisierung für die Tiergesundheitsstrategie. Durch die EVW soll auch die Einführung von Maßnahmen der Biosicherheit auf Ebene der landwirtschaftliche Betriebe vorangetrieben werden, unter Einbeziehung der Veterinäre als wichtigste Übermittler dieser Botschaft. Damit soll sichergestellt werden, dass die Akteure und die Verbraucher über die jüngsten Entwicklungen auf dem Laufenden sind und verstehen, wie sie in künftige Schritte der Strategie eingebunden werden können. Die EVW soll auch das Bewusstsein für die Gefahr illegaler Importe von Tiererzeugnissen aus Drittstaaten durch Reisende schärfen und diese Gefahr letztlich verringern. Insgesamt besteht das Ziel der EVW darin, das Interesse der Öffentlichkeit an Fragen der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit zu verstärken.

Wie ist die EVW-Kampagne strukturiert?

Die EVW-Kampagne gliedert sich in zwei unterschiedliche Aktionsbereiche: Der eine betrifft die Biosicherheit in landwirtschaftlichen Betrieben und der andere die Biosicherheit an den Grenzen.

Die Biosicherheit auf Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe umfasst Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und zur Beschränkung der Verbreitung von Tierkrankheiten in landwirtschaftlichen Betrieben. Zur Förderung bewährter Praktiken wurde in 22 Sprachen ein Kalender für 2009 mit zwölf grundlegenden Tipps zur Biosicherheit (einem für jeden Monat des Jahres) zusammengestellt, der an Veterinäre und Landwirte verteilt werden soll.

Die Biosicherheit an den Grenzen umfasst Maßnahmen zur Verhinderung der Einfuhr von Tiererzeugnissen oder Tieren, die eine Gefahr für die Tiergesundheit darstellen können. Bei der gewerblichen Einfuhr solcher Waren wird die Biosicherheit genau beachtet. Jedoch sind auch Reisende von Maßnahmen der Biosicherheit betroffen, wenn sie Tiererzeugnisse oder ihre Heimtiere in die EU verbringen. Sie sind sich meist der mit solchen Einfuhren verbundenen Risiken nicht bewusst, und wissen vielfach nicht, dass diese illegal sind.

Dieser Teil der Kampagne wird deshalb darauf abzielen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Maßnahmen der Biosicherheit zu schärfen und zu erläutern, welche Maßnahmen die Einzelnen treffen können, um zu gewährleisten, dass keine Tierseuchen in die EU eingeschleppt werden. Die entsprechenden Informationen werden an allen wichtigen EU-Eingangsorten (Flug- und Seehäfen und andere Grenzübergänge) durch Poster und mittels eines Videofilms vermittelt. Außerdem wird es Informationsstände geben, an denen Faltblätter an die Reisenden verteilt werden. Die Fluglinien sollen auch angeregt werden, den Videofilm während des Fluges zu zeigen.

Wer sind die wichtigsten Partner der EVW?

Die EVW wurde hauptsächlich von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem Verband der Tierärzte in Europa (FVE – Federation of Veterinarians of Europe) organisiert. In der Kommission waren in erster Linie die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher und die Generaldirektion Steuern und Zollunion einbezogen. Neben dem FVE waren auch einige weitere Organisationen beteiligt, die ein Interesse an Fragen der Tiergesundheit haben. Außerdem wurden die nationalen Behörden stark in diese Initiative eingebunden, insbesondere die Gruppe der leitenden Veterinärbeamten sowie deren Äquivalent für Zollfragen, die Gruppe für Zollpolitik.

Wann und wo findet die EVW-Kampagne statt?

Die erste EVW wird in der Woche vom 10. - 16. November 2008 abgehalten. Während dieser Woche findet eine ganze Reihe von Aktionen statt, die Kampagne wird aber noch durch eine Roadshow verlängert, die sechs Monate lang in der gesamten EU unterwegs sein wird.

Zum Auftakt wird am 10. November in Brüssel eine Konferenz mit dem Titel „One Health: Healthy Animals = Healthy People“ stattfinden. Während der Woche werden in allen Mitgliedstaaten EU-Veranstaltungen zur Förderung der Biosicherheit unter Beteiligung betroffener Akteure (Veterinäre, Landwirte und Zollbeamte) und der Öffentlichkeit stattfinden.

Auf Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe werden die Veterinäre das Bindeglied für die Verbreitung der Informationen bei den Landwirten und die Förderung bewährter Praktiken zur wirksamen Seuchenprävention darstellen. An den Grenzen werden an Flughäfen, Seehäfen und anderen Grenzübergängen in Zusammenarbeit mit den nationalen Veterinär- und Zollbehörden eine Reihe von Aktionen organisiert, die zur Information der Öffentlichkeit über die Vorschriften für die Einfuhr von Tiererzeugnissen und Heimtieren dienen.

Am Freitag, dem 14. November, wird die Roadshow in Hannover auf der Fachausstellung für Tierhaltung und –management „EuroTier“ anwesend sein.

Außerdem wird eine Roadshow vom 10. November 2008 bis Juni 2009 über sechs Monate lang in der gesamten EU unterwegs sein und landwirtschaftliche Ausstellungen, Tourismusmessen und Veterinärkongresse besuchen. Sie wird auch Flughäfen ansteuern und bei öffentlichen Veranstaltungen vertreten sein und Informationsmaterial an die betroffene Akteure und die Öffentlichkeit verteilen.

Was ist der Routenplan der Roadshow?

Die Roadshow wird bis Juni 2009 in der ganzen EU unterwegs sein, und es sind Stopps in allen EU-Mitgliedstaaten geplant. Die Roadshow hat einen sehr vollen Reiseplan, sie wird zahlreiche Landwirtschafts-, Veterinär- und Tourismusmessen besuchen und bei diversen öffentlichen Veranstaltungen vertreten sein. Die Roadshow startet in Brüssel am Montag, den 10. November; sie wird am Mittwoch, den 12. November in Karlsruhe und danach am Freitag, den 14. November, in Hannover auf der Fachausstellung für Tierhaltung und -management „EuroTier“ Station machen. In der darauffolgenden Woche wird sie auf einer Landwirtschaftsmesse in Marches en Famenne (Belgien) anwesend sein. Der detaillierte Routenplan der Roadshow findet sich auf der Website

http://www.one-health.eu/

Ist eine EVW für 2009 geplant?

Angesichts des positiven Feedbacks, das wir schon von den Mitgliedstaaten, den betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit erhalten haben, erscheint es sinnvoll, alljährlich eine Europäische Veterinärwoche abzuhalten. Die Kommission hat deshalb mit der Planung der EVW 2009 begonnen.

Was ist die Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union?

Die Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) bildet den Rahmen für Maßnahmen im Bereich der Tiergesundheit und des Tierschutzes und legt strategische Ziele und Einzelziele für die Tiergesundheit im Zeitraum 2007-2013 fest. Angesichts der verheerenden Auswirkungen, die Ausbrüche schwerer Tierkrankheiten für die Landwirte, die Gesellschaft und die Wirtschaft haben können, lautet das Leitprinzip der neuen Strategie „Vorbeugen ist besser als heilen“. Vorbeugende Maßnahmen, Kontrollen und Forschung sollen größeres Gewicht erhalten, um die Inzidenz von Tierkrankheiten zu reduzieren und die Folgewirkungen von Seuchenausbrüchen zu minimieren.


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