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Grenzübergreifende territoriale Zusammenarbeit Belgien / Niederlande

European Commission - MEMO/08/165   17/03/2008

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MEMO/08/165

Brüssel, 17 März 2008

Grenzübergreifende territoriale Zusammenarbeit Belgien / Niederlande

1. Durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Belgien und den Niederlanden 2007-2013 – „INTERREG Grensregio Vlaanderen-Nederland“ – im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“

[ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

2. Überblick

Am 15. November 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Belgien und den Niederlanden im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ für den Zeitraum 2007-2013.

Das Programm „INTERREG Grensregio Vlaanderen-Nederland 2007-2013“ sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für die 16 Grenzgebiete auf der Ebene NUTS 3 in beiden Ländern sowie für 12 Gebiete, die an diese NUTS-3-Gebiete angrenzen, vor. Das Programm ist insgesamt mit fast 190 Mio. EUR ausgestattet, die Investitionen der Gemeinschaft aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) belaufen sich auf fast 95 Mio. EUR.

3. Zweck und Ziel des Programms

Das Programm „INTERREG Grensregio Vlaanderen-Nederland 2007-2013“ ist bereits das vierte Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und schließt sich an die INTERREG-Gemeinschaftsinitiativen 1990-1993, 1994-1999 und 2000-2006 an. Das übergeordnete Ziel des Programms besteht darin, Wohlstand und Nachhaltigkeit in der Region durch die Unterstützung verschiedener grenzübergreifender Initiativen zu fördern.

Da es sich bei dem betroffenen Gebiet bereits um eine der am besten integrierten Grenzregionen Europas handelt, wird sich das Programm „INTERREG IV Grensregio Vlaanderen-Nederland 2007-2013“ auf drei Themen konzentrieren: Menschen, Umwelt und Wachstum. Die teilnehmenden Mitgliedstaaten sind vor allem daran interessiert, die bisherige Zusammenarbeit fortzusetzen und die Synergien auf beiden Seiten der Grenze in den Bereichen Innovation, Forschung und Bildung zu verstärken. Angesichts der hohen Beschäftigungsquote in der Region werden sich die Anstrengungen darauf konzentrieren, verbleibende institutionelle und administrative Hindernisse für die weitere Zusammenarbeit zu beseitigen.

4. Voraussichtliche Auswirkungen der Investitionen

Die Bemühungen zur Erzielung ähnlicher Ergebnisse wie bei den Vorläuferprogrammen werden fortgesetzt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung im Grenzgebiet, was einen wichtigen Aspekt für eine Region mit hoher Bevölkerungsdichte darstellt. Es wird erwartet, dass Innovation nicht nur zum Wirtschaftswachstum beiträgt, sondern dass sie sich auch in anderer Hinsicht positiv auswirkt (z. B. gemeinsames Management der natürlichen Ressourcen oder gemeinsame soziale Einrichtungen).

Durch eine Reihe von Indikatoren wird es möglich sein, die Auswirkungen des Programms auf die Bevölkerung, auf die Umwelt und auf den wirtschaftlichen Wohlstand der Region zu bewerten.

5. Prioritätsachsen

Das Programm „INTERREG IV Grensregio Vlaanderen-Nederland 2007-2013“ ist in die folgenden Prioritätsachsen untergliedert:

Prioritätsachse 1: Wirtschaftliche Entwicklung [ca. 50 % des Gesamtbudgets]

Hierfür wurden folgende Einzelziele festgelegt:

  • Bereitstellung von Instrumenten für öffentliche und private Einrichtungen, die Unternehmertum und Innovation über die Grenzen hinweg unterstützen;
  • Förderung von Verbindungen zwischen Hochschulen und Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE);
  • Unterstützung grenzübergreifender Geschäftstätigkeiten.

Prioritätsachse 2: Umwelt [ca. 24 % des Gesamtbudgets]

Die Region ist zwar dicht besiedelt, doch verfügt sie auch über wertvolle natürliche Ressourcen, die erhalten und geschützt werden müssen. Ein hohes Verkehrsaufkommen und die starke Industrialisierung erfordern eine grenzübergreifende Zusammenarbeit der zivilen Rettungsdienste zur besseren Risikovermeidung. Umweltkatastrophen haben ernste Folgen für städtische Gebiete. Daher kommt der Zusammenarbeit im Hinblick auf die Verringerung der Risiken und Bewältigung der Folgen große Bedeutung zu.

Prioritätsachse 3: Menschen [ca. 20 % des Gesamtbudgets]

Menschen spielen eine vorrangige Rolle bei der grenzübergreifenden Zusammenarbeit, sofern sie Erfahrungen austauschen und gemeinsame Entscheidungen treffen können, die sich auf ihr tägliches Leben auswirken. Das Ziel dieser Prioritätsachse besteht darin, entsprechende Gelegenheiten in verschiedenen Bereichen zu schaffen (z. B. Kultur, gesellschaftliche Integration und soziale Unterstützung).

Prioritätsachse 4: Technische Unterstützung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit [ca. 6 % des Gesamtbudgets]

Während der Programmdurchführung ist eine technische Unterstützung vorgesehen. Finanzmittel werden für Verwaltungs-, Überwachungs-, Evaluierungs- und Kontrollmaßnahmen bereitgestellt.

6. Verwaltungsbehörde: POM Antwerpen – Antwerpen, Belgien

Für die Gesamtumsetzung des Programms ist die belgische Provinz Antwerpen zuständig, die diese Aufgabe bereits im Rahmen des letzten Programms 2000-2006 wahrgenommen hat. Das Gemeinsame Technische Sekretariat, das sich ebenfalls in Antwerpen befindet, wird die notwendige Unterstützung für die Verwaltungsbehörde leisten.

Kontaktadresse:

Ms Tanja Mattheus

Provincie Antwerpen

22 Koningin Elisabethlei 22

2018 Antwerpen

Belgien

 Tel: 00 32 3 240 56 04 - Fax: 00 32 3 240 58 79

E-mail: Tanja.MATTHEUS@admin.provant.be

7. Titel: „INTERREG IV Grensregio Vlaanderen-Nederland 2007-2013“

Art der Maßnahme: Operationelles Programm

CCI-Nr.: 2007CB163PO065

Nr. der Entscheidung: K/2007/5463 endg.

Datum der endgültigen Genehmigung: 15.11.2007

8. Aufschlüsselung der Finanzmittel nach Prioritätsachsen (in Euro)

Prioritätsachse
EU-Beitrag
Nationaler öffentlicher Beitrag
Öffentlicher Beitrag insgesamt
1. Wirtschaftliche Entwicklung
47 436 780
47 436 780
94 873 560
2. Umwelt
22 769 655
22 769 655
45 539 310
3. Menschen
18 974 712
18 974 712
37 949 424
4. Technische Unterstützung
5 692 414
5 692 414
11 384 828
INSGESAMT
94 873 561
94 873 561
189 747 122


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