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IPARD-Programm für die ländliche Entwicklung in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

European Commission - MEMO/07/608   20/12/2007

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MEMO/07/608

Brüssel, den 20. Dezember 2007

IPARD-Programm für die ländliche Entwicklung in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

Länderprofil:

  • Fläche: 25 713 km2
  • Flächennutzung: 48 % Agrarfläche, 37 % Waldfläche
  • Landwirtschaft 12 % des BIP, Beschäftigung in der Landwirtschaft 36 %
  • 2 Millionen Einwohner
  • Die wichtigsten Erzeugungsformen sind – Weideviehhaltung, Obst- und Gemüseproduktion und Weinerzeugung
  • Niedrige Produktivität; die Agrar- und Ernährungswirtschaft entspricht nicht den Gemeinschaftsstandards; schwache Parzellenstruktur; geringe landwirtschaftliche Erwerbstätigkeit; geringe Modernisierung der landwirtschaftlichen Betriebe; begrenzte Investitionskapazität; ungünstige Alters- und Bildungsstruktur; geringe Wirtschaftstätigkeit in ländlichen Gebieten
  • Umwelt: guter Erhaltungszustand und reiche Biodiversität; einige durch Boden- und Wassererosion gefährdete Gebiete; schwierige natürliche Produktionsbedingungen; Aufgabe von Anbauflächen in ländlichen Gebieten
  • Ländliche Gebiete: schwach entwickelte Infrastruktur (Trinkwasser- und Abwassersysteme); die meisten Betriebe leben ausschließlich von der Agrarerzeugung; niedriges Einkommen und keine alternativen Einkommensquellen; reiches Natur- und Kulturerbe; Multifunktionalität der ländlichen Gebiete

Dem Profil entsprechende Strategie:

Das IPARD-Programm steht im Einklang mit dem Indikativen Mehrjahresplanungsdokument 2007-2009 und anderen Strategiepapieren zum Heranführungsprozess für Kandidatenländer. Die wichtigsten politischen Ziele sind:

  • Beitrag zur nachhaltigen Modernisierung des Agrarsektors (einschließlich Verarbeitungssektor) mittels gezielter Investitionen bei gleichzeitiger Annäherung an die Gemeinschaftsvorschriften für Lebensmittelsicherheit, Veterinärwesen, Pflanzenschutz, Umweltschutz und andere Standards, wie in dem Erweiterungspaket ausgeführt ist,
  • Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gebiete.

Gesamtmittel und Anteil der EU-Finanzierung

Für das Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums zugunsten der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien wurde für den Finanzierungszeitraum 2007-2009 eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 25 270 000 EUR gewährt, davon 19 000 000 EUR aus EU-Mitteln.

 
Öffentliche Mittel
 
 
Insgesamt
(in Mio. EUR)
EU-Beitrag in %
EU-Beitrag (in Mio. EUR)
Anteil %
Schwerpunkt I – Verbesserung der Markteffizienz und Anwendung der Gemeinschaftsstandards
19,76
75
14,82
78
Schwerpunkt II* - Aktionen zur Vorbereitung auf die Umsetzung der die Landwirtschaft betreffenden Umweltschutzmaßnahmen und der lokalen Strategien für die ländliche Entwicklung



0*
Schwerpunkt III – Entwicklung der ländlichen Wirtschaft
4,56
75
3,42
18
Maßnahme 9: Technische Hilfe
0,95
80
0,76
4
Insgesamt
25,27

19
100

* Schwerpunkt II wird weiter ausgearbeitet und dem Ausschuss für die Entwicklung des ländlichen Raums zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt, wenn die Maßnahmen genehmigt werden müssen.

Allgemeine Ziele des IPARD-Programms für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Das wichtigste strategische Ziel ist die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft durch Erreichung der Gemeinschaftsstandards mit folgenden gemeinsamen Zielen:

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und der Lebensmittelindustrie, indem sie mit den Gemeinschaftsstandards für Lebensmittelsicherheit, Veterinärwesen, Pflanzenschutz, Umweltschutz oder anderen Standards in Einklang gebracht werden.
  • Gewährleistung einer nachhaltigen ökologischen und sozio-ökonomischen Entwicklung der ländlichen Gebiete durch Steigerung der Wirtschaftstätigkeit und Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten.

Schwerpunkt 1- Verbesserung der Markteffizienz und Anwendung der Gemeinschaftsstandards

Öffentliche Mittel 2007-2009 insgesamt: 19 760 000 EUR (78 %)

Hauptprioritäten: Modernisierung der landwirtschaftlichen Betriebe und der Lebensmittelverarbeitungsbetriebe im Sinne der Gemeinschaftsstandards für Qualität, Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz, Verbesserung der Qualität der Agrarerzeugung und -produkte sowie Verbesserung der Innovation neuer Erzeugnisse.

Unter Schwerpunkt 1 werden zwei Maßnahmen durchgeführt:

  • Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe für die Umstrukturierung und Modernisierung im Sinne der Gemeinschaftsstandards (55 % der öffentlichen Mittel des Schwerpunkts 1) und
  • Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von Agrarerzeugnissen (45 % der öffentlichen Mittel des Schwerpunkts 1) mit dem Ziel der Umstrukturierung dieser Tätigkeiten und ihrer Modernisierung im Sinne der Gemeinschaftsstandards zur Verbesserung der Gesamtleistung und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die zur Erreichung dieser Ziele gewährte Unterstützung wird sich hauptsächlich auf die Bereiche konzentrieren, in denen die Umsetzung der betreffenden Gemeinschaftsvorschriften besonders anspruchsvoll ist, wie im Milch-, Fleisch-, Obst-, Gemüse- und Weinsektor, sowie Investitionen in den Tierkörperverwertungssektor nach 2009.

Schwerpunkt 2 - Aktionen zur Vorbereitung auf die Umsetzung der die Landwirtschaft betreffenden Umweltschutzmaßnahmen und LEADER

Maßnahmen unter Schwerpunkt 2, die vorbereitende Aktionen für die Umsetzung der Agrarumweltmaßnahmen und das LEADER-Konzept betreffen, werden im Finanzierungszeitraum 2010–2013 ausgearbeitet.

Schwerpunkt 3 - Entwicklung der ländlichen Wirtschaft

Öffentliche Mittel 2007-2009 insgesamt: 4 560 000 EUR (18 %)

Unter Schwerpunkt 3 wird eine Maßnahme durchgeführt: Diversifizierung und Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit im ländlichen Raum; dabei liegt der Schwerpunkt auf zwei Teilmaßnahmen „Unterstützung der Gründung und Entwicklung von Unternehmen“ (53 % der öffentlichen Mittel unter Schwerpunkt 3) und „Unterstützung des Agrartourismus“ (47 % der öffentlichen Mittel unter Schwerpunkt 3).

Die Maßnahme dient der Verbesserung der Lebensqualität, der Förderung von Kleinstunternehmen, der Steigerung der Wirtschaftstätigkeit und der Diversifizierung in ländlichen Gebieten.


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