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Entwicklungspläne für den ländlichen Raum in Deutschland: Nationales Netzwerk für den ländlichen Raum Deutschland (NLR)

Commission Européenne - MEMO/07/600   20/12/2007

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MEMO/07/600

Brüssel, den 20. Dezember 2007

Entwicklungspläne für den ländlichen Raum in Deutschland: Nationales Netzwerk für den ländlichen Raum Deutschland (NLR)

Länderprofil Deutschland

Größe: 357 000 km²

Bevölkerung: 82,31 Mio. Einwohner (231 Einwohner/km²)

Pro-Kopf-BIP: 23 702 EUR (2003)

80 % der Landesfläche sind ländliche Gebiete, in denen 40 % der Bevölkerung leben. Insgesamt werden mehr als 53 % (19,1 Mio. ha) der Gesamtfläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt (von denen 9,4 Mio. ha als benachteiligte Gebiete eingestuft sind), während 11 Mio. ha (33 %) von Wäldern bedeckt sind.

Deutschland weist eine große landschaftliche Vielfalt auf. In Bezug auf die regionale Wirtschaftskraft und die Beschäftigungslage ist weiterhin ein deutliches West-Ost-Gefälle zwischen „alten“ und „neuen“ Bundesländern zu verzeichnen. Künftig werden sich die ländlichen Gebiete aufgrund veränderter Bedingungen neuen Herausforderungen gegenübersehen wie z. B. demografischen Wandel, hoher Arbeitslosigkeit, einem unzureichenden wirtschaftlichen Wachstum, Umweltveränderungen usw. Diese verschiedenen Aspekte werden bei der Auswahl und Präsentation der Themen im Rahmen des Netzwerks berücksichtigt.

Auf das Profil abgestimmte Strategie

Die Bundesrepublik Deutschland setzt das nationale Netzwerk („Nationales Netzwerk für den ländlichen Raum“ Deutschland - NLR) über ein Netzwerkprogramm auf nationaler Ebene um. Die Tätigkeit des nationalen Netzwerks wird sich auf ganz Deutschland erstrecken, wobei die Beteiligten ab 2007 im Rahmen der zweiten Säule der GAP unterstützt werden.

Gemäß Artikel 68 der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates vom 20. September 2005 werden mit dem deutschen Netzwerkprogramm folgende Ziele verfolgt:

  • Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Erkenntnissen aus der Ausarbeitung und Durchführung von Entwicklungsmaßnahmen und –projekten für den ländlichen Raum,
  • Zugang zu bewährten und neuen Praktiken im Bereich der ländlichen Entwicklung für eine breite Palette von Akteuren und Unterstützung für die Durchführung,
  • Einsetzung und Betreuung von Arbeitsgruppen mit zusätzlicher Unterstützung von Sachverständigen,
  • Anbahnung und Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regionen und für die Entwicklung des ländlichen Raums zuständigen Einrichtungen.

Seit Mitte 1997 sorgt die bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelte Deutsche Vernetzungsstelle LEADER (DVS) für den Austausch von Entwicklungsstrategien, Projektkonzeptionen, Erfahrungen und Know-how zwischen den LEADER-Akteuren. Die DVS ist im Auftrag des BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) tätig und steht mit den Aktionsgruppen und den betreffenden Länderbüros in regelmäßigem Kontakt. Im Zeitraum 2000-2006 wurden insgesamt 148 LEADER-Gruppen unterstützt. Die Halbzeitbewertung für den Zeitraum 2000-2006 fiel durchweg positiv aus, und die gewonnenen Erfahrungen können im neuen Zeitraum sicherlich für die Implementierung des deutschen Netzwerks für den ländlichen Raum im Rahmen der BLE genutzt werden. Im neuen Programmplanungszeitraum wird der Tätigkeitsbereich des Netzwerks gegenüber 2000-2006 ausgeweitet, wobei es wichtig ist, auch die Mitwirkung der an den Maßnahmen im Rahmen der Schwerpunkte 1 und 2 der ELER-Verordnung maßgeblich Beteiligten sicherzustellen.

Der Aktionsplan des deutschen Netzwerkprogramms gemäß Artikel 68 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 umfasst Folgendes:

  • Ermittlung und Analyse von übertragbaren bewährten Praktiken (z. B. Projektanalysen, Übertragung von neuen Strategien über das Internet, Errichtung einer Projektdatenbank, Machbarkeitsstudien betreffend den ILE- und LEADER-Kontext zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren)
  • Betreuung des Netzes (das Netzwerkbüro wird z. B. Beratungshinweise zur Methode für den organisatorischen Aufbau sowie zur Durchführung und Verfahrensweise geben und allgemeine und weiterführende Informationen über die Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 und deren Schwerpunkte liefern)
  • Organisation von Austauschveranstaltungen (z. B. Workshops, Sachverständigenseminare und Konferenzen, Dokumentierung aller Veranstaltungen)
  • Ausarbeitung von Schulungsprogrammen (10 bis 15 Personen werden an Schulungen z. B. über Organisation, Konfliktlösung, Gruppenprozesse und systemische Instrumente teilnehmen)
  • Gebietsübergreifende und transnationale Zusammenarbeit (Information, Transfer von Know-how, Anbahnung einer Zusammenarbeit)

Die Finanzierungsmittel für den gesamten Zeitraum werden wie folgt aufgeteilt:

Finanzübersicht für den gesamten Programmzeitraum (in EUR zu laufenden Preisen)

Art der Ausgaben für das nationale Netzwerk für den ländlichen Raum
Öffentliche Gesamtausgaben
ELER-Beitrag
a) für die zur Betreuung des nationalen Netzwerks erforderlichen Strukturen
950 000
475 000
b) für die Durchführung des Aktionsplans des nationalen Netzwerks, einschließlich für die Bewertung des Plans
5 878 112
2 939 056
Insgesamt
6 828 112
3 414 056


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