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MEMO/07/370

Brüssel, den .20. September 2007

Der österreichische Entwicklungsplan für den ländlichen Raum

Länderprofil:

  • Größe: 83 858 km²; 60 % der Gesamtfläche sind Bergland (Alpen).
  • 8 Mio. Einwohner; 78 % leben in ländlichen Gebieten, die übrigen 22 % in den überwiegend verstädterten Räumen Wien und Rheintal in Vorarlberg.
  • Die Arbeitslosenquote von 5,2 % zählt zu den niedrigsten in der EU.
  • 2005 bewirtschafteten rund 189 000 landwirtschaftliche Betriebe 6,5 Mio. ha bestellte Fläche oder 76 % der Gesamtfläche Österreichs.
  • Die bestellte Fläche gliedert sich ungefähr zu gleichen Teilen in landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Fläche.
  • Bei rund 54 % aller landwirtschaftlichen Betriebe handelt es sich um Nebenerwerbsbetriebe. In den letzten Jahren ist die Zahl der Vollerwerbsbetriebe stabil geblieben, während die Zahl der Nebenerwerbslandwirte um 12 % zurückgegangen ist.
  • Knapp 80 % der Gesamtfläche und rund 70 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind als benachteiligte Gebiete eingestuft.
  • Die Ernährungswirtschaft mit den Hauptsektoren Fleisch, Milcherzeugnisse, Getreide, Wein, Obst und Gemüse ist durch einen beträchtlichen Anteil (10 %) von ökologischer Erzeugung gekennzeichnet.
  • Allgemein hoher Naturwert, saubere Umwelt und ein reiches Kultur- und Naturerbe.
  • Extensive und umweltverträgliche landwirtschaftliche Erzeugung sowie der Schutz und die Erhaltung der Landschaften insbesondere in den benachteiligten Gebieten sind die Hauptelemente des österreichischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum.

Dem Profil entsprechende Strategie:

Die Oberziele, die im Einklang mit den gemeinschaftlichen strategischen Leitlinien und dem nationalen Strategieplan ausgewählt wurden lauten:

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft,
  • nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und Landschaftsschutz, Erhaltung und Entwicklung von attraktiven und dynamischen ländlichen Gebieten, ergänzt durch das methodische Ziel der
  • Errichtung von integrierten regionalen Netzwerken.

Ein wichtiger Schwerpunkt wird auf Umwelt, Naturschutz und Landschaftsschutz gelegt, wobei die unterschiedlichen Umweltauswirkungen der Land- und Forstwirtschaft berücksichtigt werden und auf die besondere geografische und topologische Situation sowie auf die Forderungen der Gesellschaft eingegangen wird. Folglich ist Schwerpunkt 2 finanziell gesehen der wichtigste Schwerpunkt.

Budget und Aufteilung der EU-Fördermittel

Schwerpunkt
Öffentliche Ausgaben insgesamt (in EUR)
ELER-Anteil an den öffentlichen Ausgaben in %
ELER-Beitrag
Schwerpunkt 1
1 078 461 191
50,15
540 858 038
Schwerpunkt 2
5 661 479 553
49,96
2 828 506 644
Schwerpunkt 3
506 070 718
50,20
254 047 905
LEADER
423 120 056
50,50
213 684 106
Technische Hilfe
153 157 535
48,56
74 373 299
Insgesamt
7 822 289 053
50,00
3 911 469 992

Oberziele des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum

  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft,
  • nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und Landschaftsschutz,
  • Erhaltung und Entwicklung von attraktiven und dynamischen ländlichen Gebieten.

Schwerpunkt 1 - Mittelzuweisung und Hauptprioritäten:

ELER: 540 858 038 EUR (13,8 % der Programmmittel insgesamt)

Öffentliche Mittel insgesamt: 1 078 461 191 EUR

Hauptprioritäten:

  • Modernisierung der landwirtschaftlichen Betriebe
  • Förderung der Niederlassung von Junglandwirten
  • Förderung von Investitionen in für die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft relevante Infrastrukturen
  • Steigerung der Wertschöpfung bei land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen durch Förderung der Verarbeitung und Vermarktung

Schwerpunkt 2 - Mittelzuweisung und Hauptprioritäten:

ELER: 2 828 506 644 EUR (72% der Programmmittel insgesamt)

Öffentliche Mittel insgesamt: 5 661 479 553 EUR

Hauptprioritäten im Rahmen dieses Schwerpunkts sind die Agrarumweltmaßnahmen mit einer breiten Palette von Untermaßnahmen. 90 % der Mittel von Schwerpunkt 2 entfallen auf die Ausgleichszulagen in benachteiligten Gebieten und Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen. Die Zahlungen im Rahmen dieses Schwerpunkts tragen dazu bei, das empfindliche Ökosystem in Berggebieten zu schützen und den Landwirten, die Agrarumweltverträge unterzeichnen, einen Ausgleich zu bieten.

Schwerpunkt 3 - Mittelzuweisung und Hauptprioritäten:

ELER: 254 047 905 EUR (6,5 % der Programmmittel insgesamt; zusammen mit den Maßnahmen von Schwerpunkt 4, die hauptsächlich über Schwerpunkt 3 durchgeführt werden: 12 %)

Öffentliche Mittel insgesamt: 506 070 718 EUR

Die beiden Hauptprioritäten dieses Schwerpunkts sind Basisdienstleistungen für die Wirtschaft und die ländliche Bevölkerung sowie die Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Erbes (knapp zwei Drittel der Mittel dieses Schwerpunkts). Naturschutz, Nationalparks, Entwicklung der Kulturlandschaft und Sensibilisierung für die Potenziale der Alpenregion sind die wichtigsten Maßnahmen, die im Rahmen dieses Schwerpunkts umgesetzt werden sollen.

Leader - Mittelzuweisung:

ELER: 213 684 106 EUR (5,5 % der Programmmittel insgesamt)

Öffentliche Mittel insgesamt: 423 120 056 EUR

Unterstützung für ausgewählte integrierte Strategien entsprechend den Leader-Grundsätzen. Die Maßnahme wird zur Verwirklichung der Ziele aller drei Schwerpunkte beitragen, wobei Schwerpunkt 3 deutlich Priorität erhält. Außerdem ist eine Interterritoriale und transnationale Zusammenarbeit vorgesehen.


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