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IP/99/806

Brüssel, den 27. Oktober 1999

Die Kommission genehmigt einen Bericht über die künftige Strategie für humanitäre Hilfe

Die Kommission hat eine Mitteilung(1) an den Rat und das Parlament genehmigt, in der die Tätigkeit des Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) bewertet und einige Verbesserungen für die Zukunft vorgeschlagen werden. Dieser Bericht stützt sich auf zwei umfassende externe Evaluierungen der Leistungsfähigkeit von ECHO.

Nach Ansicht der unabhängigen Sachverständigen "finanziert ECHO derzeit die Bereitstellung von humanitärer Hilfe mindestens so gut wie jede andere Organisation und wahrscheinlich besser und kosteneffizienter als jede andere vergleichbare internationale Organisation." Die Berater kamen zu dem Schluß, daß der Status von ECHO als Amt innerhalb der Kommission wirksam ist und nicht geändert werden sollte.

Die Kommission stimmt dieser Bewertung zu. In einigen Bereichen sind jedoch Verbesserungen möglich, so daß die Kommission mehrere Vorschläge der Berater aufgreifen wird:

  • Die Partnerschaften mit den Vereinten Nationen und den Einrichtungen des Roten Kreuzes müssen verbessert werden;

  • Das Management des Projektzyklus muß verbessert werden, und der Schwerpunkt muß eher auf die Kontrolle der Ergebnisse als auf die Kontrolle der Inputs gelegt werden;

  • Die Verwaltung muß allgemein gestärkt, und es sollte ein strategischer Managementplan entworfen werden.

Beziehung zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklung

Die Kommission kündigte ferner ihre Absicht an, bis Juli 2000 eine weitere Mitteilung über die Umsetzung einer kohärenten und effizienten Strategie für die "Grauzone" zwischen eigentlicher humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe auszuarbeiten. Bis Juni 2001 sollen alle Instrumente für die Beantwortung humanitärer Krisen einer strategischen Bewertung unterzogen werden.

Gleichzeitig betonte die Kommission, daß die humanitäre Hilfe eine gewisse Distanz zur Außenpolitik bewahren muß, da sie unparteiisch sein soll.

Die Kommission beabsichtigt keine unmittelbaren Änderungen der Verordnung über humanitäre Hilfe. Sie behält sich diese Möglichkeit jedoch vor, sofern dies im Lichte der bevorstehenden allgemeinen strategischen Überprüfung notwendig sein sollte.

(1)Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament Evalulierung und Zukunft der humanitären Maßnahmen der Gemeinschaft'(Artikel 20 der Verordnung (EG) Nr. 1257/96)


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