Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

ip/97/1117

Brüssel, den 12 Dezember 1997

Der Import von Pistazien aus dem Iran wird wieder erlaubt - allerdings unter strengen Hygienekontrollen

Die Europäische Kommission hat den seit dem 8. September 1997 vorübergehend untersagten Import von Pistazien aus dem Iran wieder erlaubt. Der Import war für drei Monate ausgesetzt worden, weil zu viele Ladungen mit der hochgiftigen Substanz Aflatoxin B1 verseucht gewesen waren. Nach Kontakten mit der iranischen Regierung und Kontrollen vor Ort hat die Kommission nun im Einvernehmen mit den Mitgliedstaaten entschieden unter strengen Auflagen den Import iranischer Pistazien wieder zu erlauben: die iranischen Behörden müssen jeder Sendung von Pistazien Unterlagen über die Bedingungen bei der Produktion, Sortierung, Behandlung, Verarbeitung, Verpackung und auf dem Transport sowie die Ergebnisse von Laboruntersuchungen zum Gehalt an Aflatoxin B1 und zum Aflatoxingesamtgehalt beifügen. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten müssen jeder Sendung vor deren Freigabe für den Gemeinschaftsmarkt Proben entnehmen und systematisch Analysen zum Aflatoxin B1 - Gehalt durchführen.

Bevor die Kommission im Dezember 1997 (siehe IP/97/782) den Import von Pistazien aus dem Iran vorübergehend untersagt hatte, hatte sie die iranischen Behörden gebeten, ausreichende Hygienebedingungen zu garantieren, um in Zukunft diese Art der Vergiftung zu vermeiden. Damals hatten sich die iranischen Behörden nicht in der Lage gesehen, diese Garantien sofort zu gewähren. Inzwischen hat die Situation sich geändert. Die iranischen Behörden sind jetzt in der Lage jeder exportierten Sendung von Pistazien Laboranalysen zum Aflatoxin B1 - Gehalt und zum Gesamtaflatoxingehalt beizufügen.

Im Einvernehmen mit den Mitgliedstaaten, hat die Kommission deswegen entschieden, den Import von Pistazien aus dem Iran unter Auflagen wieder zu genehmigen: Die iranischen Behörden müssen jeder Sendung Unterlagen über die Bedingungen bei der Produktion, Sortierung, Behandlung, Verarbeitung, Verpackung und auf dem Transport sowie die Ergebnisse von Laboruntersuchungen zum Gehalt an Aflatoxin B1 und zum Aflatoxin- gesamtgehalt beifügen. Darüberhinaus dürfen die Pistazien aus dem Iran nur an bestimmten Grenzstellen in die Union eingefürt werden, die im Anhang der Entscheidung aufgezählt sind. Dort müssen die Mitgliedstaaten die Begleitpapiere kontrollieren. Zusätzlich müssen die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten jeder einzelnen Warensendung vor ihrer Freigabe für den Gemeinschaftsmarkt Proben entnehmen und systematische Analysen zum Aflatoxin B1 - Gehalt durchführen.


Side Bar