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Crown  Cork &  Seal,  ein  amerikanischer Hersteller  von  Metallverpackungen
(insbesondere      Dosen),     darf      das     französische     Unternehmen
CarnaudMetalbox S.A.,  das  zu  den  weltweit größten  Verpackungsherstellern
zählt, nur unter  der ausdrücklichen Voraussetzung erwerben, daß fünf von den
beiden Unternehmen  kontrollierte Unternehmen in  Frankreich, im  Vereinigten
Königreich, Italien,  Spanien und  in Deutschland,  auf die  rund 22 %  ihres
Marktanteils  bei  Weißblech-Aerosoldosen  entfallen, gleichzeitig  veräußert
werden.

Die Kommission  hat diese Auflage zur  Voraussetzung ihrer  Zustimmung zu dem
Übernahmevorhaben gemacht.  Der am  23. Juni 1995 angemeldete  Zusammenschluß
hat   ernsthafte   Bedenken  auf   dem   Sektor   der  Weißblech-Aerosoldosen
aufgeworfen,  da   im  Jahr 1994  der   gemeinsame  Marktanteil  der   beiden
Gesellschaften  im  europäischen  Wirtschaftsraum  rund  65 %  (1,3 Mrd.  von
2,2 Mrd. Einheiten) ausmachte.

Aus diesem  Grund hatte die  Kommission am 25. Juli (IP/95/856)  beschlossen,
die  eingehende  Verfahrensstufe  zu  diesem Vorhaben  zu  eröffnen,  das zur
Gründung des weltweit größten Verpackungsunternehmens führen würde.

In bezug auf  den Markt der  Aerosoldosen müssen sich die  beiden Unternehmen
von fünf Standorten  trennen. Crown Cork &  Seal muß seine Werke  in Southall
und   Tredegar   (Vereinigtes   Königreich),   in   Voghera   (Italien)   und
CarnaudMetalbox  die Werke in Laon  (Frankreich), Reus  (Spanien) und Schwedt
(Deutschland)  aufgeben.  Mit  dieser von  der  Kommission  zu  überwachenden
Veräußerung soll gewährleistet werden, daß  die beiden Partner auf  dem Markt
der Aerosoldosen keine marktbeherrschende Stellung mehr einnehmen können.

Probleme  beim Markt  der  Konservendosen ergaben  sich  nur in  den Benelux-
Ländern. Auf  diesem Markt,  wo Crown  einen Anteil von  immerhin 20 %  hält,
wird es durch  den Zusammenschluß horizontale Auswirkungen  geben. Angesichts
der  Wettbewerbslage  wird der  Zusammenschluß  jedoch keine  monopolistische
Marktbeherrschung begründen.  Die  neue  Unternehmenseinheit  wird  nach  der
Fusion einen Marktanteil  von weniger als 40 %  haben und mit  Schmalbach auf
einen gut etablierten  Wettbewerber treffen, der einen Marktanteil von 30 bis
35 % hält. Außerdem tätigen andere Wettbewerber  aus verschiedenen räumlichen
Märkten Ausfuhren in dem Benelux-Markt.

Hinsichtlich   der  vorgelagerten   Märkte   kam   die  Kommission   zu   der
Schlußfolgerung,  daß   der  Zusammenschluß  der  beiden   Unternehmen  keine
spürbaren    vertikalen    Auswirkungen    haben    wird,    da    die   neue
Unternehmenseinheit  nicht in  der  Lage  sein wird,  Einkaufsbedingungen  zu
erlangen, die sich  von den  Bedingungen ihrer  wichtigsten Wettbewerber  auf
dem Weißblechmarkt wesentlich unterscheiden.

Hinsichtlich  der verschiedenen Märkte der Getränkeverschlüsse (Kapseln usw.)
kam   die  Kommission  zu  dem   Ergebnis,  daß  angesichts  eines  wirksamen
tatsächlichen   Wettbewerbs    auf    sämtlichen    dieser    Märkte    keine
Wettbewerbsbedenken bestehen.

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