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        Heute,  am  24.  Februar  1994,  haben  der  für  humanitäre   Hilfe
        zuständige  Vizepräsident  der  Kommission, Manuel  Marín,  und  der
        Generaldirektor     der    IOM,    James    N.    Purcell,     einen
        Partnerschaftsrahmenvertrag unterzeichnet.

        Im  vergangenen  Jahr hat das Europäische Amt für  humanitäre  Hilfe
        (ECHO)   gemeinsam  mit  der  IOM  im  ehemaligen  Jugoslawien   ein
        medizinisches  Sonderprogramm im Wert von 700.000 ECU  durchgeführt.
        Unter  Mitwirkung des Internationalen Komitees vom Roten  Kreuz  und
        des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge hat  die
        IOM  den Transport von Verletzten und Kranken organisiert,  für  die
        sie  angemessene  Behandlungsmöglichkeiten  in  einem   Aufnahmeland
        finden konnte.

        Nach   der   Unterzeichnung   betonten   Vizepräsident   Marín   und
        Generaldirektor  Purcell, der Partnerschaftsrahmenvertrag  mit  ECHO
        sei  ein  Zeichen der Festigung der bereits sehr  engen  Beziehungen
        zwischen der Europäischen Union und der IOM.

        Die Partnerschaftsrahmenverträge

        Bei  der  Gründung  von  ECHO  hatte  die  Kommission  eine  größere
        Effizienz  der  humanitären  Maßnahmen zu  einem  seiner  Hauptziele
        erklärt und auf die Notwendigkeit eines Rahmens für die  Beziehungen
        mit   den   NRO   und   den   internationalen   Sonderorganisationen
        hingewiesen.

        Daher  hat  die  Kommission  am  5. Mai  1993  das  Muster  für  die
        Partnerschaftsrahmenverträge        beschlossen,       um        die
        Entscheidungsverfahren  zu  beschleunigen und zu  vereinfachen.  Die
        Durchführung   humanitärer   Maßnahmen   wird   dadurch    erheblich
        vereinfacht:   Zum  einen  ist  es  nicht  mehr  erforderlich,   die
        allgemeinen  Bedingungen für jede Aktion einzeln  auszuhandeln.  Und
        zum  anderen  beschränken  sich  die  Verträge  über  die  konkreten
        Hilfsmaßnahmen auf die praktischen Aspekte des Einzelfalls  (Betrag,
        Ort, Dauer usw.).

        Das  neue  Instrument  entspricht damit  den  wiederholt  geäußerten
        Wünschen  der  traditionellen  Partner. Mit seiner  Hilfe  kann  die
        Kommission  ihre  Beziehungen  mit  den  an  der  humanitären  Hilfe
        beteiligten NRO und internationalen Organistionen auf der  Grundlage
        klarer     und     wohlbekannter    Regeln     strukturieren     und
        institutionalisieren.

        Die  Partnerschaftsrahmenverträge  sind im September 1993  in  Kraft
        getreten.

        Zur  Zeit  haben  rund  80  NRO  und  internationale  Organisationen
        Partnerschaftsrahmenverträge  mit  der  Kommission  geschlossen.  Im
        Rahmen   der   Partnerschaft   sind  bereits   360   Verträge   über
        Hilfsmaßnahmen nach dem neuen Muster unterzeichnet worden.

        Die internationale Organisation für Migration

        Die internationale Organisation für Migration (IOM), die heute  mehr
        als  90  Mitgliedstaaten und Beobachter zählt, beteiligt  sich  seit
        über 40 Jahren in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und  der
        Europäischen   Gemeinschaft   an  der   Festlegung   und   Umsetzung
        internationaler Migrationspolitiken.

        Bis  heute  sind die Dienste der IOM mehr als 5  Millionen  Menschen
        zugute  gekommen, sowohl in ihren Herkunftsländern als auch  in  den
        Aufnahmeländern.

        Mit    ihren    Aktivitäten    beteiligt    sich    die    IOM    am
        Demokratisierungsprozeß   von  Ländern,  die  gerade  erst   schwere
        politische  Unruhen überwunden haben (zum Beispiel Vorbereitung  der
        Wahlen  in Kambodscha und Südafrika, Errichtung und  Verwaltung  von
        Durchgangslagern  für Vertriebene im Innern Zaires,  Demobilisierung
        der  Soldaten  in  Mosambik),  und  wirkt  an  der  wirtschaftlichen
        Entwicklung  mit,  indem  sie  sich  bemüht,  der  Abwanderung   von
        Fachkräften  zu begegnen und Sachverständige in  der  Harmonisierung
        von Wanderungsbewegungen und der Bewältigung des  Abwanderungsdrucks
        auszubilden   (Programme   für   wirtschaftliche   Entwicklung    in
        Lateinamerika  und  im  Nahen  Osten,  Repatriierung  qualifizierter
        Afrikaner in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission).

        Diese  Aktivitäten ergänzen die traditionellen humanitären  Aktionen
        der  Organisation, insbesondere auf dem Gebiet der Soforthilfe,  die
        in    enger    Zusammenarbeit    mit    den    Spezialorganen    und
        Sonderorganisationen  der  Vereinten Nationen (Hoher  Kommissar  für
        Flüchtlinge,  Weltgesundheitsorganisation, Entwicklungsprogramm  der
        Vereinten  Nationen, UNICEF, FAO) sowie mit anderen  internationalen
        Organisationen  wie  dem  Internationalen Komitee  vom  Roten  Kreuz
        geleistet wird.

        Ferner   interveniert  die  IOM  bei  westlichen  Regierungen,   die
        abgewiesene  Asylbewerber zurückschicken wollen. Die  IOM  versucht,
        der  Abschiebung  dieser  Personen  mit  Hilfe  von  Programmen  für
        freiwillige  Rückkehr  zuvorzukommen  und  ihre  Menschenwürde   und
        Sicherheit zu wahren.

        Im Oktober 1992 hat die internationale Gemeinschaft die  Aktivitäten
        der  IOM  anerkannt  und ihr den Status eines  Beobachters  bei  der
        Generalversammlung der Vereinten Nationen verliehen.

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