Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR DA ES NL IT PT EL

   Die   Kommission  hat  heute  im  Rahmen  der  Umweltmaßnahmen   in   der
   Landwirtschaft   zwei  von  der  Bundesrepublik  Deutschland   vorgelegte
   Programme  für umweltgerechte und den natürlichen  Lebensraum  schützende
   landwirtschaftliche  Produktionsverfahren genehmigt.  Sie  betreffen  die
   Bundesländer Bayern und Sachsen.

   Beide  Programme  sind von weitreichender Bedeutung : sie  sprechen  alle
   Landwirte an und beziehen sich auf die gesamte landwirschaftliche  Fläche
   dieser beiden Bundesländer.

   Das  bayerische Programm besteht zunächst aus einer Grundmaßnahme,  deren
   Ziel  es  ist,  die Landwirte zu veranlassen  bestimmte  Regeln  für  die
   Produktion  anzuwenden,  wie zum Beispiel Düngung auf der  Grundlage  von
   Bodenuntersuchungen,     Regeln    bezüglich    des     Gebrauchs     von
   Pflanzenschutzmitteln,  Fruchtfolge  u.a.m.;  Ziel  ist  es  dabei,   die
   Auswirkungen  einer  "normalen" Erzeugung auf die Umwelt  so  gering  wie
   möglich  zu  halten.  Es  geht  also darum ,  die  Umweltaspekte  in  die
   Organisation  und Planung des gesamten landwirtschaftlichen Betriebes  zu
   integrieren.

   Weiterhin  sieht das Programm eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen  vor,
   deren   Ziel   die   Einführung   oder   die   Beibehaltung    extensiver
   Produktionsverfahren   (biologische  Landwirtschaft,   Verringerung   der
   Viehbesatzdichte,   Aufgabe   des   Gebrauchs   von   Mineraldünger   und
   Pflanzenschutzmitteln)   oder   aber   die   Erhaltung   der   Landschaft
   insbesondere    durch   eine   extensive   Weidewirtschaft,    die    den
   Umweltbedürfnissen entspricht, ist.

   Schließlich  enthält  das Programme Maßnahmen  für  spezifische  Probleme
   (Flächen  mit starker Hangneigung, Almen, Biotope, Streuobstanbau)  sowie
   für eine 20 jährige ökologische Flächenstillegung.

   Das  Programm  des  Landes  Sachsen  enthält  ebenfalls  eine  allgemeine
   Grundmaßnahme,   die  die  Landwirte  anregen   soll,   Produktionsregeln
   anzuwenden,  die die umweltbeeinträchtigenden Auswirkungen der  Erzeugung
   begrenzen,  die  zugleich aber auch die Produktionssteigerungen,  die  in
   Folge  der strukturellen Anpassung in diesem neuen  Bundesland  eintreten
   können,  beschränken  sollen.  Auf  diese  Weise  kann  diese   Anpassung
   erfolgen  indem unmittelbar die Umweltaspekte integriert werden und  eine
   wirtschaftliche  Kompensation  für die entsprechenden  Anstrengungen  der
   Landwirte vorgesehen wird.

   Das Programm enthält ebenfalls eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen, die
   insbesondere den integriert-kontrollierten Anbau im Bereich verschiedener
   pflanzlicher  Erzeugungen, die biologische  Landwirtschaft,  verschiedene
   Formen  der extensiven Weidewirtschaft sowie eine Reihe von  spezifischen
   Problemen zum Ziel haben.

   Für  Bayern wird davon ausgegangen, daß die Maßnahmen auf 2,6 Mio  Hektar
   Anwendung  finden werden; die Kosten werden auf 276 MECU für  fünf  Jahre
   geschätzt, von den der EAGFL, Abteilung Garantie 5O % übernehmen wird.
   Für  Sachsen  wird  gerechnet, daß  etwa 1 Mio Hektar  von  dem  Programm
   betroffen sein werden mit geschätzten Gesamtkosten von 219 MECU für  fünf
   Jahre.  Der EAGFL beteiligt sich hier mit 75 % an den Kosten.

                                     * * *

Side Bar