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JAEHRLICHE AUSWAHL DURCH DIE KOMMISSION DER PROGRAMME IM RAHMEN VONERASMUS UND LINGUA (AKTION II) FUER DAS STUDIENJAHR 1993/94

European Commission - IP/93/331   05/05/1993

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   Die   Kommission  hat  soeben  die  Projekte  für  den   Studenten-   und
   Dozentenaustausch ausgewählt, die im Rahmen des ERASMUS- und des  LINGUA-
   -Programms (Aktion II) für das Studienjahr 1993/1994 bezuschußt werden.

   Antonio  RUBERTI,  das für Forschung, Bildung und  Ausbildung  zuständige
   Mitglied  der Kommission, stellt mit Wohlwollen fest, daß  das  Interesse
   von Studenten und Dozenten an ERASMUS und LINGUA weiter steigt.

   Nach  Meinung von Herrn RUBERTI "werden diese Tausende  von  Jugendlichen
   durch   die   im   Ausland   gesammelte   Erfahrung,   die   sie   später
   weitervermitteln  können,  zu "Botschaftern der Neuerung". Die  ihnen  in
   einem   anderen  Ausbildungssystem  als  dem  eigenen   zuteil   werdende
   Ausbildung  trägt  nicht  nur zu ihrer  persönlichen  Entfaltung  sondern
   ebenfalls zur Bereicherung der Gesellschaft, in der sie leben, bei."

   Herr  RUBERTI  ist  darum  bemüht,  immer  mehr  Jugendliche  an  solchen
   Maßnahmen  teilhaben  zu  lassen und ihrer  Ausbildung  eine  europäische
   Dimension  zu verleihen. Er ist daher der Auffassung, daß  "parallel  zur
   Verstärkung  der  geographischen  Mobilität  nach  Wegen  gesucht  werden
   sollte, damit künftig die Mobilität des "geistigen Gutes" möglich  werde.
   Zu  diesem  Zweck sollte der Austausch von Dozenten und der  Einsatz  des
   Fernunterrichts gefördert werden."

   ERASMUS

   Ein gut ausgebautes Hochschulnetz

   Das       europäische       Hochschulnetz,       das       auf        den
   Hochschulkooperationsprogrammen (HKP) beruht, die eine Beihilfe im Rahmen
   des ERASMUS-Programms erhalten,  hat sich noch ausgedehnt.

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   Für das Studienjahr 1993/94 wurden 2 153 HKP ausgewählt. Bei den  meisten
   (78%)  handelt  es sich jedoch um Verlängerungen im  Rahmen  der  1991/92
   eingeführten  mehrjährigen  Finanzierung. Die Zahl  neuer  Anfragen  läßt
   jedoch darauf schließen, daß ERASMUS seine Katalysatorfunktion bei weitem
   nicht  eingebüßt hat; dies gilt insbesondere für die EFTA-Länder und  die
   sogenanten  Randgebiete  der Gemeinschaft. Die Kommission, die  einen  so
   breiten  Zugang  wie möglich anstrebt, hat einem  großen  Anteil  (61,5%)
   dieser neuen Anträge stattgegeben.

   Ein Zustrom neuer Partner

   Die  Zunahme  um  über  30%, d.h. von 10 989 auf 14  279,  der  Zahl  der
   Teilnehmer  neuer  Einrichtungen  an den HKP, zeigt,  wie  dynamisch  das
   Programm ist. 1993/94 werden durchschnittlich 6,6 Einrichtungen - 1992/93
   waren  es  5,7 - an einem HKP beteiligt sein.  In  allen  Mitgliedstaaten
   dehnen  sich  die  Netze  aus, ganz  besonders  jedoch  in  Griechenland,
   Portugal und in den meisten EFTA-Ländern.

   Gleichmäßig verteilte Mobilität einer Vielzahl von Studenten

   Im Studienjahr 1993/94 kommen 103 886 Studenten für das  ERASMUS-Programm
   in  Frage.  51,6% wenden sich dem "Dreieck" Frankreich  -  Deutschland  -
   Vereinigtes Königreich zu; im Vorjahr waren es 52,9%, was eine zunehmende
   Diverzifizierung der Gastländer erkennen läßt.

   Mobilität   der  Dozenten  als  Sockel  der  europäischen  Dimension   im
   Hochschulwesen

   12   341  Lehrer  haben  sich  für  das  Studienjahr  1993/94  um   einen
   Kurzzeitlehrauftrag  an einer Hochschuleinrichtung im  Ausland  beworben.
   (1992/93  waren  es  9  398). Obwohl die  Kommission  der  Mobilität  von
   Studenten  weiterhin den Vorrang einräumt, hat sie doch  besonders  große
   Anstrengungen  unternommen, um den Anteil der zugelassenen Programme  für
   Dozenten  zu erhöhen; für 1993/94 werden etwa 8 060 Bewerber  zugelassen.
   Die   gelehrten   Fächer  fügen  sich  in  den  normalen   Lehrplan   der
   Gasthochschule  ein.  Hierdurch  wird  allen  Studenten  die  europäische
   Dimension  nähergebracht, insbesondere denjenigen, für die ein  Austausch
   nicht in Frage kommt.

   Erweiterung des Angebots an Fächern

   Der Anteil der Hochschulkooperationsprogramme (HKP) in Fachbereichen,  in
   denen das Studium im Ausland über eine gewisse Tradition verfügt, so z.B.
   in  den  Bereichen Verwaltung und Sprachen, geht  zugunsten  der  anderen
   zurück.  Für  1993/94  stellt man  interessanterweise  eine  Zunahme  von
   Teilnehmern  bei  HKP in den Bereichen "Kunst und Architektur"  (+  41%),
   Landwirtschaft  (+35%) und Medizin (+35%), und ganz besonders im  Bereich
   "Ausbildung"   (Lehrerausbildung)   (+  50%),  fest.   Was   die   beiden
   letztgenannten  Fachbereiche  angeht,  so  ist  diese  Zunahme  auf   die
   Informationskampagnen  zurückzuführen, die von der  Kommission  initiiert
   und mit Unterstützung europäischer Zusammenschlüsse durchgeführt wurden.

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   Ein entscheidendes Jahr für die EFTA-Länder

   Während  1992/93 als vielversprechenden Anfang zu werten ist, obwohl  die
   Teilnahme  der  EFTA-Länder noch zurückhaltend war, beginnt  1993/94  ein
   neuer Abschnitt. Die Zahl der Teilnahmeanträge hat für die EFTA-Länder um
   insgesamt 89% zugenommen. Die Zahl der sich bewerbenden Studenten ist  um
   100% gestiegen.

   8,5%  aller Teilnehmer an HKP kommen aus EFTA-Ländern. Sie stellen  knapp
   7%  aller  Austauschstudenten  dar,  d.h. 7 062  von  insgesamt  103  386
   Studenten stammen aus EFTA-Ländern.

   Besonders  erwähnenswert  ist die viel größere Beteiligung  der  Schweiz,
   Norwegens,  Finnlands und Islands, die das ERASMUS-Angebot  nicht  sofort
   wahrnehmen konnten.

   LINGUA (Aktion II)

   Weniger verbreiteten Sprachen wird Vorrang eingeräumt

   Vorrangiges Ziel der Aktion II des LINGUA-Programms ist die Förderung der
   Ausbildung angehender Fremdsprachenlehrer, wobei den weniger verbreiteten
   und  weniger unterrichten Gemeinschaftssprachen Vorrang eingeräumt  wird.
   Programme, in denen ein Fremdsprachstudium mit einem anderen  Studienfach
   kombiniert   wird   (so   etwa   Recht   und   eine   Fremdsprache   oder
   Ingenieurstudium  und eine Fremdsprache) sind ebenfalls in  den  Anträgen
   bezüglich aufzustellender Hochschulkooperationsprogramme stark vertreten.

   Die  Zahl  der  Bewerbungen stieg wie bei ERASMUS:  Zunahme  um  14%  der
   Partner,  um 27% der Studenten und um 8% der Dozenten. Zu  bemerken  ist,
   daß  Länder wie Griechenland und Portugal, in denen  weniger  verbreitete
   Sprachen   gesprochen  werden,  dieses  Jahr  in  viel  größerem   Umfang
   teilnehmen (30% mehr als im Vorjahr). 226 HKP wurden im Rahmen der Aktion
   II von LINGUA angenommen: 1 147 teilnehmende Einrichtungen und  Austausch
   von 8 847 Studenten und 680 Dozenten.

                                    ANHÄNGE

   1)   Angenommene Bewerbungen nach Art der Maßnahme (ERASMUS)

   2)   Zahl der Bewerbungen und Zulassungen pro Land (ERASMUS)

   3)   Zahl  der Bewerbungen und Zulassungen pro Fachbereich  (ERASMUS  und
        LINGUA Aktion II)

   4)   Umfang  der  studentischen Mobilität nach  Herkunfts-  und  Gastland
        (ERASMUS)

   5)   Umfang  der  studentischen Mobilität nach  Herkunfts-  und  Gastland
        (LINGUA)

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