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   Nach  Einleitung  eines  Antidumpingverfahrens im  Januar  1991  hat  die
   Kommission   beschlossen,  auf  Einfuhren  von  bestimmtem   Thermopapier
   (Faxpapier)  mit Ursprung in Japan vorlaeufige Antidumpingzoelle von  bis
   zu 54,9 % zu erheben.
   Das Verfahren wurde auf Antrag des groessten Gemeinschaftsherstellers von
   Thermopapier  -  Wiggins Teape Thermal Paper  Ltd,  Lincoln,  Vereinigtes
   Koenigreich - eingeleitet.
   In  dem Antrag wurden folgende japanische Hersteller und/oder  Ausfuehrer
   genannt:
    Daio Paper Mfg Co Ltd, Ehime
    Fuji Photo Film Co. Ltd, Tokio
    Honshu Paper Co. Ltd, Tokio
    Japan Pulp & Paper Co. Ltd, Tokio
    Jujo Paper Co. Ltd, Tokio
    Kanzaki Paper Mfg Co. Ltd, Tokio
    Marubeni Corporation, Tokio
    Mitsubishi Corporation, Tokio
    Mitsubishi Paper Mills Ltd, Tokio
    Mitsui & Co. Ltd, Tokio
    Oji Paper Co. Ltd, Tokio
    Ricoh Corporation Ltd, Tokio
    Tomoegawa Paper Co. Ltd, Tokio.
   Dumping
   Fuer   die   Unternehmen,  die  an  der   Untersuchung   der   Kommission
   mitarbeiteten,  wurden  die  Dumpingspannen -  wie  in  diesen  Verfahren
   ueblich  - durch den Vergleich des Normalwertes mit dem Ausfuhrpreis  (ab
   Werk)  auf  der gleichen Handelsstufe ermittelt.  Als  Normalwert  gelten
   dabei  die  im  normalen Handelsverkehr tatsaechlich  gezahlten  oder  zu
   zahlenden  Preise  der zum Verbrauch in Japan bestimmten  Ware  bzw.  die
   Produktionskosten    zuzueglich    einer    angemessenen    Gewinnspanne.
   Festgestellt wurden Dumpingspannen zwischen 0,0 % und 24,8 %.
   Da  jedoch  der  groesste  Teil der  japanischen  Unternehmen  nicht  zur
   Mitarbeit  bereit  war  bzw. angab, die betreffende  Ware  nicht  in  die
   Gemeinschaft  auszufuehren, ermittelte die Kommission  die  Dumpingspanne
   fuer  diese  Unternehmen  anhand der  verfuegbaren  Fakten  (Angaben  des
   Antragstellers) und setzte sie auf 55,3 % fest.
                                                                 ./.
                                     - 2 -
   Schaedigung
   Der  Wirtschaftszweig der Gemeinschaft hat durch die gedumpten  Einfuhren
   aus  Japan eine bedeutende Schaedigung erlitten. Zwischen 1987  und  1990
   stiegen    die    Einfuhren   von   Faxpapier    japanischen    Ursprungs
   schaetzungsweise   von   1.725 t   auf   23.750 t,   d.h.   um   1.276 %.
   Dementsprechend erhoehte sich der Marktanteil der gedumpten Einfuhren von
   31 % auf 68 %. Die Verkaufspreise der japanischen Ware lagen bis zu  22,8
   % unter den Preisen der Hersteller in der Gemeinschaft.
   Diese Entwicklung hatte eine bedeutende Schaedigung des Wirtschaftszweigs
   der    Gemeinschaft    zur   Folge,   die    sich    hauptsaechlich    in
   Marktanteileinbussen und einem Rueckgang der Rentabilitaet auf ein Niveau
   widerspiegelt,   das  fuer  die  langfristige   Lebensfaehigkeit   dieses
   Wirtschaftszweigs zu niedrig ist.
   Nach Abwaegung der Interessen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft, der
   Verarbeitungsunternehmen  und     der     Endabnehmer     wurde     unter
   Beruecksichtigung   aller   Faktoren   beschlossen,   zum   Schutz    der
   Faxpapierindustrie  der  EG  Massnahmen gegen den  unlauteren  Wettbewerb
   durch die Einfuhren aus Japan einzufuehren.
   Massnahmen
   Die Kommission hat beschlossen, fuer die kooperationswilligen Unternehmen
   die  vorlaeufigen  Antidumpingzoelle  in  voller  Hoehe  der  ermittelten
   Dumpingspannen  zu  erheben, da sich diese  unterhalb  der  festgesetzten
   Schadensschwelle  befanden.  Fuer  die  uebrigen  Unternehmen  wurde  der
   vorlaeufige  Antidumpingzoll entsprechend der hoechsten  Schadensschwelle
   auf  54,9 % festgesetzt (der Zoll ist damit niedriger als die fuer  diese
   Unternehmen berechnete Dumpingspanne von 55,3 %).
   Genaue Angaben zu diesem Verfahren sind der einschlaegigen Verordnung der
   Kommission   zu   entnehmen,   die   im   Amtsblatt   der   Europaeischen
   Gemeinschaften Nr. L 270 vom 26.9.91 veroeffentlicht wurde.
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