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   1989 (diese Daten sind die aktuellsten, die zur Verfuegung stehen)  haben
   Softwarepiraten in sieben Staaten der Gemeinschaft Schaeden in Hoehe  von
   etwa 4,5 Milliarden Dollar verursacht.
   Um  diesem umfangreichen illegalen Handel Einhalt zu gebieten, haben  die
   EG-Staaten  einstimmig  eine  von der EG-Kommission  auf  Initiative  von
   Vizepraesident Martin Bangemann vorgeschlagene Richtlinie  verabschiedet,
   die   fuer  eine  rasche  Verbesserung  des  gesetzlichen  Schutzes   der
   europaeischen "Software" sorgen wird.
   Diese  Massnahme  stellt eine europaeische Premiere auf  dem  Gebiet  des
   Urheberrechts seit der Verabschiedung des Weissbuchs ueber die Vollendung
   des Binnenmarkts bis Ende 1992 dar.
   In  Kuerze werden Computerprogramme ueberall in der  Gemeinschaft  ebenso
   wie    Literatur,    Musik    oder    Kunstwerke    einen     umfassenden
   Urheberrechtsschutz  geniessen, der durch einen verstaerkten  Schutz  auf
   internationaler  Ebene,  insbesondere im Rahmen des  uebereinkommens  von
   Bern  ergaenzt  wird. In der Praxis bedeutet dies, dass  die  wichtigsten
   Handelspartner   der  Gemeinschaft  der  europaeischen   Software   einen
   gleichwertigen Schutz gewaehren.
   Die EG-Kommission wird alles tun, um die EG-Staaten bei der Umsetzung der
   Richtlinie in das innerstaatliche Recht zu unterstuetzen.
   Die   Ausarbeitung  der  Richtlinie  hat  zahlreiche   Diskussionen   und
   Verhandlungen erforderlich gemacht. Der von den EG-Staaten verabschiedete
   endgueltige  Text  entspricht  daher  einem  Gleichgewicht  zwischen  den
   Interessen aller Betroffenen - d.h., den Softwareherstellern, den auf dem
   Markt praesenten Wettbewerbern und den Benutzern.
   Die geplante gesetzliche Regelung ist generell fuer die Wettbewerber  und
   Benutzer  "liberaler"  als  die bisherigen  Schutzregelungen  in  einigen
   Mitgliedstaaten  der  Gemeinschaft.  So ist  es  nach  der  europaeischen
   Richtlinie zulaessig, eine Sicherungskopie anzufertigen (ein "Back-up" in
   der  Fachsprache), Fehler in einem Programm zu korrigieren und  Software-
   Programme  zu dekompilieren; die letztgenannte  Moeglichkeit  beschraenkt
   sich  jedoch ausschliesslich auf die Faelle, in denen  dies  erforderlich
   ist,  um  die  Interoperabilitaet  unabhaengig  erstellter  Programme  zu
   gewaehrleisten.
                                     - 2 -
   Bisher  haben nur fuenf Staaten der Gemeinschaft ein spezifisches  System
   fuer   den  Software-Schutz  eingefuehrt:  das  Vereinigte   Koenigreich,
   Frankreich,  Deutschland,  Spanien  und Daenemark.  In  anderen  Laendern
   wurden  Entwuerfe vorbereitet (Irland, Belgien, Italien, Niederlande  und
   Portugal).   Um  einen  Flickenteppich   unterschiedlichster   nationaler
   Rechtsvorschriften  zu vermeiden, hat die Kommission  eine  harmonisierte
   europaeische Gesetzgebung vorgeschlagen.
   Ungeachtet  der  Komplexitaet  und  des  innovatorischen  Charakters  der
   geplanten  Rechtsvorschriften  wurde die Richtlinie  von  den  EG-Staaten
   einstimmig  verabschiedet,  und  das Europaeische Parlament  hat  in  der
   zweiten  Lesung keine aenderungen vorgeschlagen; dies beweist,  dass  die
   verantwortlichen  Politiker  sich  der Tatsache bewusst  sind,  dass  die
   Software-Industrie - ein Industriezweig, wo die Europaeer eine bedeutende
   Stellung  geniessen - ein unverzichtbarer Teil der  Wirtschaftstaetigkeit
   ist.
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