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     Die Politik der Gemeinschaft gegenueber Suedafrika wurde im September
     1985 im Rahmen der Europaeischen politischen Zusammenarbeit festge-
     legt und enthaelt ein Sonderprogramm zugunsten der Apartheidopfer,
     das seit 1986 von der Kommission durchgefuehrt wird.
     Aufgrund einer Initiative von Vizepraesident MARIN und im Einverneh-
     men mit Vizepraesident ANDRIESSEN hat die Kommission im Zuge der
     Vorbereitung der Ratstagung vom 18. Juni 1990 und des Europaeischen
     Rates von Dublin dem Rat soeben einen Vorschlag ueber die kuenftige
     Ausrichtung dieses Sonderprogramms vorgelegt.
   Die Kommission fuehrt entsprechend den von der Gemeinschaft im September
   1985(1) festgelegten Leitlinien seit 1986 ein Sonderprogramm der
   Gemeinschaft zugunsten der Apartheidopfer durch.
   Die juengsten Ereignisse in Suedafrika, wo man allgemein die Auffassung
   teilt, dass der Prozess nunmehr in Gang gekommen ist, an dessen Ende die
   Abschaffung der Apartheid stehen wird, machen eine Debatte notwendig, in
   der ueber die kuenftige Ausrichtung dieses Sonderprogramms beraten werden
   muss. Dazu hat die Kommission aufgrund einer Initiative von
   Vizepraesident MARIN und im Einvernehmen mit Vizepraesident ANDRIESSEN
   heute im Zuge der Vorbereitung der Ministerratstagung vom 18. Juni und
   des Europaeischen Rates von Dublin eine Reihe von Vorschlaegen vorgelegt.
   Die Kommission regt im einzelnen folgendes an:
   - den politischen Charakter des Sonderprogramms so lange
   aufrechtzuerhalten, bis in Einklang mit der Suedafrika-Erklaerung des
   Europaeischen Rates von Strassburg im Dezember 1989 erwiesen ist, dass
   die Entwicklung hin zur vollstaendigen Abschaffung der Apartheid
   unumkehrbar ist.
   
   (1)   Zwischen 1986 und 1990 wurden 329 Projekte in einem Gesamtwert von
   97,2 Millionen ECU beschlossen. In ihrem Entwurf fuer den Haushaltsplan
   1991 schlaegt die Kommission eine nachhaltige Anhebung auf 42 Millionen
   ECU vor.
                                     - 2 -
   - die Beziehungen zu den Ansprechpartnern der Kommission in Suedafrika
   (Suedafrikanischer Kirchenrat, Katholische Bischofskonferenz, Kagiso
   Trust und Gewerkschaften) aufrechtzuerhalten, gleichzeitig aber auch eine
   flexible Haltung einzunehmen, so dass unerlaesslicher Spielraum fuer eine
   Anpassung an moeglicherweise eintretende Veraenderungen im Lande erhalten
   bleibt.
   In diesem Zusammenhang gilt es, zwei wichtige Elemente zu
   beruecksichtigen: Zum einen muss der Bedarf gedeckt werden, der durch die
   Rueckkehr von Menschen aus dem Exil entsteht, und andererseits muss die
   Koordinierung vor Ort prioritaer verbessert werden. Die Kommission sieht
   ihre Aufgabe darin, den evolutiven Charakter des derzeitigen
   Sonderprogramms zu wahren und ihn als Entwicklungsprogramm fuer das
   Bildungs- und Ausbildungswesen, den laendlichen Bereich, die
   Stammesgebiete und die medizinische Nothilfe zu interpretieren: Diese
   Formel eignet sich am besten fuer die gebotene flexible Anpassung an die
   kuenftige Entwicklung und zur Vermeidung der Risiken, die einer abrupten
aenderung der Ausrichtung des Programms innewohnen.

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