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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission erkennt an, dass Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten die Nachhaltigkeitsstandards der EU erfüllen

Brüssel, 29. Januar 2019

Die Kommission ist heute zu dem Schluss gekommen, dass Sojabohnen aus den USA die technischen Anforderungen erfüllen, um in der EU als Biokraftstoffe verwendet zu werden, und hat das System für die Sojabohnenerzeugung bis zum 1. Juli 2021 offiziell anerkannt.

Der heutige Beschluss ist Teil der Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung, auf die sich Kommissionspräsident Juncker im Juli 2018 mit Präsident Trump verständigt hatte. In dieser Gemeinsamen Erklärung vereinbarten beide Seiten, den Handel in mehreren Bereichen und mit mehreren Erzeugnissen, insbesondere mit Sojabohnen, zu verstärken. Erneuerbare Energien sind die Zukunft Europas, und es ist wichtig, dass alle Biokraftstoffe, die in Verkehr gebracht werden, die für unsere erneuerbaren Energien geltenden hohen Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Mit ihrem Antrag auf Anerkennung haben die USA gezeigt, dass sie bereit sind, sich an die Vorschriften zu halten.

Die Vereinigten Staaten sind Europas wichtigster Lieferant von Sojabohnen, und mit dem heutigen Beschluss werden sich ihre Marktchancen in Europa weiter verbessern. Um für eine öffentliche Förderung in Betracht zu kommen oder um auf die Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien angerechnet zu werden, müssen Biokraftstoffe in der EU eine Reihe von Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, die in der Richtlinie über erneuerbare Energie aufgeführt sind.

Die Anerkennung des Systems für die Sojabohnenerzeugung durch die Kommission kann über das Jahr 2021 hinaus verlängert werden, wenn die die Nachhaltigkeitskriterien betreffenden Änderungen im Einklang mit den Anforderungen der im vergangenen Jahr für den Zeitraum 2021-2030 angenommenen überarbeiteten Richtlinie über erneuerbare Energien umgesetzt werden. Die Behörden der Vereinigten Staaten müssen der Kommission alle beabsichtigten Änderungen des Zulassungsverfahrens melden, und die Kommission kann ihren Beschluss aufheben, wenn das System nicht ordnungsgemäß angewendet wird, wenn keine jährlichen Berichte vorlegt werden oder wenn in Zukunft möglicherweise erforderliche Verbesserungen nicht umgesetzt werden.

Im laufenden Wirtschaftsjahr (Juli bis Dezember 2018) sind die Sojabohnen-Einfuhren der Europäischen Union aus den USA im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 112 % gestiegen. Mit einem Anteil von 75 % an den Sojabohnen-Einfuhren der EU sind die USA nach wie vor Europas wichtigster Lieferant.

 

Hintergrund

 

Zum Nachweis der Einhaltung dieser Kriterien haben die Vereinigten Staaten bei der Kommission am 15. November 2018 ein System für die Sojabohnenerzeugung, das „Soybean Sustainability Assurance Protocol“ (SSAP), eingereicht, das dem Unternehmen Soy Export Sustainability LLC (SES), einer Tochtergesellschaft des Soy Export Council (USSEC), gehört und von diesem verwaltet wird.

Die EU führt jährlich rund 14 Mio. Tonnen Sojabohnen als Proteinquelle für Tiere (Hühner, Schweine und Rinder) sowie für die Sojamilcherzeugung ein. Sojabohnen aus den USA sind dank ihrer wettbewerbsfähigen Preise für europäische Einführer und Verwender für den Einsatz als Tierfutter sehr attraktiv.

Dieser Beschluss über die Anerkennung des „U.S. Soybean Sustainability Assurance Protocol“ zum Nachweis für die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien der Richtlinie über erneuerbare Energien erhöht nicht den Anteil der Biokraftstoffe auf Pflanzenbasis, die auf das Ziel für erneuerbare Energien angerechnet werden können.

IP/19/748

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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