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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Milchmarkt: 99 % des Magermilchpulvers aus öffentlichen Lagerbeständen inzwischen verkauft

Brüssel, 24. Januar 2019

Nach dem jüngsten erfolgreichen Ausschreibungsverkauf von Magermilchpulver aus öffentlichen Lagerbeständen sind die von der Kommission angekauften und verwalteten Gesamtbestände nunmehr zu 99 % verkauft.

Die Lagerbestände wurden umsichtig abgesetzt, wodurch das Marktgleichgewicht gewahrt und die Erholung des Sektors nach der Krise von 2015-2016 unterstützt wurde.

Von 2015 bis 2017 hat die Europäische Kommission insgesamt 380 000 Tonnen Magermilchpulver im Rahmen der öffentlichen Intervention angekauft, um den Markt zu stabilisieren und die Einkommen der Landwirte zu stützen. Ende 2016 begann die Kommission mit monatlichen und später zweimonatlichen öffentlichen Ausschreibungen, um die Erzeugnisse durch Verkauf behutsam wieder auf den Markt zu bringen.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Phil Hogan sagte hierzu: „Die jüngste Ausschreibung zeigt ganz klar, dass sich das umsichtige Vorgehen der Kommission bei der Verwaltung des Magermilchpulverbestands, der inzwischen zu 99 % erfolgreich wieder auf den Markt gebracht wurde, ausgezahlt hat. Mein Ziel war stets, die öffentliche Intervention als Maßnahme zum Schutz der Einkommen der Landwirte einzusetzen. In diesem Zusammenhang haben wir uns in den letzten drei Jahren Forderungen widersetzt, die Bestände auf verschiedene Weise – sogar durch Vernichtung – zu verringern. Keine dieser Optionen hätte zu dem Ergebnis geführt, das wir jetzt erzielt haben. Stattdessen haben wir mit Geduld erreicht, dass nicht nur die Einkommen der europäischen Milchbauern, sondern auch die Interessen der europäischen Steuerzahler geschützt wurden. Die öffentliche Intervention für Magermilchpulver hat sich als wirksames Instrument erwiesen, zumal wenn sie auf verantwortungsvolle und wirksame Weise eingesetzt wird. Die heutige Ausschreibung und ihre Vorgänger zeugen von der Entschlossenheit der Europäischen Kommission, die europäischen Landwirte zu unterstützen, wenn die Umstände dies erfordern. Sie zeigt auch, dass die Gemeinsame Agrarpolitik ein wirksames Sicherheitsnetz für den Fall von Marktstörungen vorsieht, wie wir sie in den Jahren 2014-2016 erlebt haben.“

Nach zwei Jahren sind die Lagerhäuser nun geleert, und der Milchpreis ist mit 36 c/kg höher als im Sommer 2016, als er 26 c/kg betrug.

Das Ausschreibungsverfahren ist im Portal der Marktbeobachtungsstelle für den Milchsektor völlig transparent dokumentiert. Nach dem heutigen Verkauf von 18 514 Tonnen verbleibt nun noch 1 % des ursprünglichen Gesamtbestands an Magermilchpulver (4000 von ursprünglich 380 000 Tonnen). Von den 14 Mitgliedstaaten, die im Auftrag der Kommission Magermilchpulver gelagert haben, verbleiben nur noch vier, die lediglich über geringe Lagerbestände verfügen.

Die nächste Ausschreibung findet am 7. Februar statt.

Weitere Informationen

Factsheet „Verwaltung des EU-Milchmarkts 2014-2019“

Marktbeobachtungsstelle für den Milchsektor

Übersicht über Bestände und Ausschreibungen

IP/19/623

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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