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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission gewährt 100 Mio. € zur Unterstützung Mosambiks beim Wiederaufbau nach den Wirbelstürmen Idai und Kenneth Mosambik

Brüssel, 3. Juni 2019

Die EU hat 100 Mio. € zugesagt, um Mosambik beim Wiederaufbau nach den verheerenden Wirbelstürmen Idai und Kenneth, die das Land im März und April dieses Jahres getroffen haben, zu helfen. Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica‚ kündigte dies am 1. Juni auf der internationalen Geberkonferenz in Beira an, einem der am stärksten von den Wirbelstürmen betroffenen Gebiete.

Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, erklärte: „Die Europäische Union beruht auf Solidarität: Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten und Solidarität mit ihren Partnerländern weltweit. Deshalb möchte ich heute hier in Mosambik ankündigen, dass die EU 100 Mio. € mobilisieren wird, um das Land bei seinen Anstrengungen für den Wiederaufbau, die Wiederherstellung der Infrastruktur und die Stärkung der Resilienz zu unterstützen. Wir werden auch Malawi und Simbabwe unterstützen, die ebenfalls von den Wirbelstürmen betroffen sind.“

Während seines Besuchs traf Kommissar Mimica mit dem mosambikanischen Präsidenten, Filipe Nyusi, zusammen. Außerdem besuchte er das Krankenhaus in Beira.

Hintergrund

Der Wirbelsturm Idai war eine der schlimmsten wetterbedingten Katastrophen aller Zeiten im südlichen Afrika. Als er im März auf Land traf, kam es in der Region zu Überschwemmungen, Erdrutschen und starken Winden, von denen knapp drei Millionen Menschen betroffen waren und die in Mosambik, Malawi und Simbabwe fast 1 000 Menschenleben forderten. Am 25. April traf Kenneth, ein tropischer Wirbelsturm der Kategorie 4, den nördlichen Teil Mosambiks. Betroffen waren etwa 300 000 Menschen in Cabo Delgado, 40 Menschen kamen ums Leben und 20 000 Häuser wurden zerstört.

Das gesamte Ausmaß der Auswirkungen der Wirbelstürme Idai und Kenneth und des Wiederaufbaubedarfs sind in einer Bedarfsermittlung nach Katastrophen dokumentiert. Diese Bedarfsermittlung wurde von der Regierung Mosambiks in Zusammenarbeit mit den Entwicklungspartnern, d. h. der Europäischen Union, der Weltbank, den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Entwicklungsbank, koordiniert. In den sieben Provinzen, die von den beiden Wirbelstürmen getroffen wurden, beläuft sich der Wiederaufbaubedarf auf 3,2 Mrd. USD.

Nach dieser Katastrophe hat die EU bereits rund 17 Mio. € an humanitärer Hilfe bereitgestellt, davon 10 Mio. € für Mosambik, 4,5 Mio. € für Simbabwe und über 2 Mio. € für Malawi. Darüber hinaus wird sie Simbabwe zusätzliche Mittel in Höhe von 10 Mio. € zuweisen, um die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen mit Nahrungsmitteln und sonstigen Artikeln des grundlegenden Bedarfs zu versorgen. Das EU-Katastrophenschutzverfahren wurde auch für Mosambik aktiviert, wobei neun Mitgliedstaaten (Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und das Vereinigte Königreich) grundlegende humanitäre Ersthilfe leisten. In Malawi wird der Bedarf derzeit ermittelt.

Auf der internationalen Geberkonferenz am 1. Juni kündigte die Europäische Investitionsbank Darlehen zu Vorzugsbedingungen in Höhe von 100 Mio. € für Mosambik an.

Weitere Informationen

EU-Unterstützung nach dem Wirbelsturm Idai im April 2019

Zusammenarbeit der EU mit Mosambik

EU-Delegation in Mosambik

 

 

IP/19/2791

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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