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Europäische Kommission - Pressemitteilung

„EU MED means business“: Unternehmen der südlichen Nachbarschaft setzen Prioritäten für Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung

Brüssel, 22. Mai 2019

Rund 150 Jungunternehmer, Wirtschaftsführer und Akteure des sozioökonomischen Wandels aus der südlichen Nachbarschaft Europas haben die dringendsten Prioritäten festgelegt, auf die politische Entscheidungsträger in ihrer Region und in der EU eingehen müssen, um Hindernisse für mehr Wirtschaftswachstum und Beschäftigung aus dem Weg zu räumen.

Die Europäische Kommission hat erstmals eine Konferenz zum Thema „EU Med means business - Shaping the future of entrepreneurship in the South“ (EU Med means business - Gestaltung der Zukunft des Unternehmertums im Süden) organisiert, die am 21.-22. Mai in Brüssel stattfindet; parallel dazu werden auch in Tunis (Tunesien), Kairo (Ägypten), Irdib (Jordanien) und Rabat (Marokko) Veranstaltungen abgehalten. Die Teilnehmer haben Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger erarbeitet und zwölf Vorschläge ausgewählt, denen bei der Förderung von Investitionen, Unternehmertum und Beschäftigung die höchste Priorität zukommt. Diese werden in die Erarbeitung künftiger EU-Konzepte einfließen, sie sollen aber auch von der Europäischen Kommission und der Union für den Mittelmeerraum an die Entscheidungsträger in der Region übermittelt und gegebenenfalls in Zukunft aktualisiert werden.

Hierzu erklärte der für die Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn: „Nach den lebhaften Diskussionen mit so vielen kreativen und talentierten Unternehmern im Beisein von politischen Entscheidungsträgern und Finanzinstitutionen haben wir jetzt eine klare Liste mit prioritären Maßnahmen erhalten. Dies sind wichtige Botschaften an die Entscheidungsträger in Europa, aber ebenso auch an ihre Kollegen in der Region. Wir werden das Ergebnis dieser Veranstaltung bei unseren Gesprächen mit den Regierungen und bei den anstehenden Treffen der Union für den Mittelmeerraum nutzen.“ Kommissar Hahn äußerte die Hoffnung, dass die Diskussionen über die prioritären Maßnahmen fortgesetzt werden: „Während meiner Amtszeit als Kommissar habe ich mich stets dafür eingesetzt, die sozioökonomische Entwicklung in den Mittelpunkt der Partnerschaft zwischen der EU und ihren Nachbarn zu rücken. Die Verbesserung des Umfelds für Unternehmen und Unternehmer ist ein Konzept, dass allen Beteiligten zugute kommt: Junge Menschen auf beiden Seiten des Mittelmeers brauchen wirtschaftliche Chancen, um sich eine Zukunft aufzubauen. Und wir alle müssen zusammenarbeiten und denen zuhören, die Beschäftigung für die neue Generation schaffen.“

Die Veranstaltung hatte folgende Schwerpunktthemen:

  • Anreize für Investitionen aus dem In- und Ausland zur Förderung von Beschäftigung;
  • Freisetzung des privatwirtschaftlichen Potenzials insbesondere kleinerer Unternehmen, die am nachhaltigsten neue Arbeitsplätze schaffen;
  • Entwicklung der Begabungen und Fertigkeiten junger Menschen zur Förderung von Unternehmertum und Innovation und zur Verringerung der hohen Jugendarbeitslosigkeit.

 

Hintergrund 

Die Kooperationspolitik der EU besteht einerseits aus einer auf die Erfordernisse des jeweiligen Partnerlands abgestimmten Kombination von Maßnahmen und bietet andererseits ein umfassendes Instrumentarium zur Erschließung wirtschaftlicher Chancen durch

  • Unterstützung von Justiz- und Verwaltungsreformen und Aufbau von Infrastrukturen zur Beseitigung von Investitionshindernissen und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen;
  • Ermöglichung von Kapazitätsaufbau, Schulung und Fortbildung für Behörden und Unternehmer, auch im Bereich der Digitalisierung;
  • Schaffung geeigneter und leicht zugänglicher Kreditvergabekanäle, um sehr kleinen, kleinen und mittleren Unternehmen einen besseren Zugang zur Finanzierung zu verschaffen;
  •  Förderung der Qualität und der entsprechenden beruflichen Aus- und Fortbildung, damit die Menschen die Qualifikationen erhalten, die erforderlich sind, um den jeweiligen Erfordernissen des Arbeitsmarkts und der Unternehmen gerecht zu werden.

Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Maßnahmen ist das Europäische Nachbarschaftsinstrument (ENI). Von den 10,8 Mrd. EUR, die für die Region über das Europäische Nachbarschaftsinstrument für den Zeitraum 2014-2020 bereitgestellt werden, waren bisher beinahe 4,2 Mrd.  EUR für die sozioökonomische Zusammenarbeit bestimmt. Dieser Anteil wird bis zum Ende des laufenden Haushaltszeitraums steigen und dürfte insgesamt rund 50 % der gesamten Mittelzuweisung für die südliche Nachbarschaft erreichen. 

Ergänzt wird dies durch die Mittel, die im Rahmen der EU-Investitionsoffensive für Drittländer und der Nachbarschaftsinvestitinsplattform bereitgestellt werden, mit denen der Zugang zur Finanzierung und die Modernisierung wichtiger Infrastrukturen im Verkehrs- und Energiebereich erleichtert werden sollen. Ferner wurden dem Programm Erasmus+ für die südliche Nachbarschaft (2014-2020) über das ENI Mittel in Höhe von 356 Mio. EUR zugewiesen. Im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 erhält die südliche Nachbarschaft einen Gesamtbetrag von 763,9 Mio. EUR, der mehr als 1500 Teilnehmern und beinahe 1200 Projekten zugute kommt.

 

Nähere Informationen:

Schaubild - Gestaltung der Zukunft des Unternehmertums im Süden

Website - EU Med means business

Opening Remarks by Commissioner Hahn at the ‘EU Med means business' – Shaping the future of entrepreneurship in the South'

Kampagne in den sozialen Medien mit Videos der Teilnehmer Sima Najjar, Yahya Bouhlel und Amina Mourid.

Website – Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen

IP/19/2652

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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