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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Digitaler Binnenmarkt: ab 15. Mai günstiger in andere EU-Länder telefonieren

Brüssel, 13. Mai 2019

Ab dem 15. Mai werden neue Preisobergrenzen für alle Anrufe und SMS ins EU-Ausland gelten. Verbraucher, die von ihrem Land aus in ein anderes EU-Land telefonieren, zahlen somit einen Höchstbetrag von 19 Cent pro Gesprächsminute (zzgl. MwSt.) und 6 Cent pro SMS-Nachricht (zzgl. MwSt.).

Nach der Abschaffung der Roaminggebühren im Juni 2017 sind diese neuen Preisobergrenzen für Anrufe und SMS ins EU-Ausland Teil der Überarbeitung des EU-weiten Telekommunikationsrechts. Diese soll die Koordinierung der elektronischen Kommunikation und die Rolle des Gremiums Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) stärken.

Andrus Ansip, der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident, sagte dazu: „Die Preisobergrenzen für Anrufe innerhalb der EU sind ein konkretes Beispiel dafür, wie sich der digitale Binnenmarkt positiv auf den Alltag der Menschen auswirkt. So wurden mit dem Aufbau eines digitalen Binnenmarkts bisher 35 neue digitale Rechte und Freiheiten geschaffen. Die neuen Telekommunikationsvorschriften werden der EU insgesamt helfen, den wachsenden Konnektivitätsbedarf der Europäerinnen und Europäer zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern.“ 

Die für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin, Mariya Gabriel, ergänzte: „Nach Abschaffung der Roaminggebühren im Jahr 2017 hat die EU nun Maßnahmen gegen überhöhte Gebühren für grenzüberschreitende Anrufe aus dem Heimatland ergriffen. Dank dieser beiden Maßnahmen sind die europäischen Verbraucher nun umfassend gegen unerwartet hohe Rechnungen für Anrufe innerhalb Europas geschützt, und zwar sowohl im In- als auch im Ausland. Dies ist eine der zahlreichen konkreten Errungenschaften des digitalen Binnenmarkts.“

Die neuen Regeln für Auslandsgespräche gleichen die großen Preisunterschiede aus, die in der Vergangenheit zwischen den Mitgliedstaaten bestanden. Im Durchschnitt ist der Standardpreis für einen Festnetz- oder Mobilfunkanruf ins EU-Ausland drei Mal höher als der Standardpreis für einen Inlandsanruf und der Standardpreis für eine SMS-Nachricht ins EU-Ausland doppelt so hoch wie für eine SMS-Nachricht im Inland. In manchen Fällen kann der Standardpreis für einen Anruf ins EU-Ausland sogar bis zu zehn Mal höher ausfallen als der Standardpreis für Inlandsanrufe.

Eine neue Eurobarometer-Umfrage zu Auslandsgesprächen zeigt, dass vier von zehn Befragten (42 %) im vergangenen Monat eine Person in einem anderen EU-Land kontaktiert haben. 26 % der Befragten gaben an, dass sie über Festnetz, Mobiltelefon oder SMS eine Person in einem anderen EU-Land erreicht haben.

Telekommunikationsbetreiber in der gesamten EU müssen die Verbraucher über die neuen Preisobergrenzen informieren. Die Vorschriften gelten ab dem 15. Mai in allen 28 EU-Ländern und bald auch in Norwegen, Island und Liechtenstein.

Die Preisobergrenze ist auf den privaten Gebrauch, d. h. auf Privatkunden, begrenzt. Geschäftskunden sind von dieser Preisregelung ausgenommen, da mehrere Anbieter spezielle Tarife anbieten, die für Geschäftskunden besonders attraktiv sind.

Hintergrund

Die neuen Telekommunikationsvorschriften ebnen den Weg für mehr Investitionen in Hochgeschwindigkeitsverbindungen und die reibungslose Einführung von 5G in der EU.

Der Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation (EKEK) und die GEREK-Verordnung traten im Dezember 2018 in Kraft. Der Kodex muss bis Ende 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. In der GEREK-Verordnung sind jedoch verschiedene Anwendungsfristen vorgesehen. Die erste Vorschrift, die nach dem neuen Telekommunikationsrecht in Kraft treten soll, ist die Preisobergrenze für Auslandsgespräche.

Nach der Abschaffung der Roaminggebühren im Juni 2017 sind die Europäerinnen und Europäer nun umfassend gegen unerwartet hohe Rechnungen für Anrufe im In- und Ausland geschützt.

Weitere Informationen

Fragen und Antworten: Anrufe ins EU-Ausland

Eurobarometer-Umfrage zu Anrufen innerhalb der EU

Pressemitteilung: Einigung über die Aktualisierung des EU-Telekommunikationsrechts

Fragen und Antworten: EU-Telekommunikationsvorschriften

Factsheet: Ein digitaler Binnenmarkt zum Nutzen aller Europäer  

Rechtsakte

IP/19/2429

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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