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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU-Kommissar Mimica besucht Ägypten, das derzeit den Vorsitz in der Afrikanischen Union innehat

Brüssel, 6. Mai 2019

Der für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung zuständige EU-Kommissar Neven Mimica hält sich derzeit zu einem offiziellen Besuch in Ägypten auf, das von Februar 2019 bis Januar 2020 den Vorsitz der Afrikanischen Union führt.

Kommissar Mimica erklärte: „Wir haben hohe Erwartungen an den ägyptischen Vorsitz der Afrikanischen Union, insbesondere wenn es darum geht, Investitionen anzukurbeln, das Geschäftsklima zu verbessern und die Integration des afrikanischen Kontinents voranzutreiben. Ein weiterer wichtiger Punkt auf unserer Agenda ist die Stärkung von Frieden und Sicherheit. Unter dem Vorsitz Ägyptens möchten wir unsere Zusammenarbeit intensivieren, um uns gemeinsam stärker und gezielter für konkrete Ergebnisse einzusetzen und die Dreieckskooperation auszubauen. Die Umsetzung der Allianz Afrika-Europa und die weitere Vertiefung unserer Partnerschaft sollten daher auf beiden Seiten ganz oben auf unserer Agenda stehen.“

Während seines Besuchs trifft Kommissar Mimica Ägyptens Präsident Abdel Fattah El Sisi, Außenminister Sameh Hassan Shoulry, und den Minister für Investitionen und internationale Zusammenarbeit Sahar Nasr.

Die Zusammenarbeit zwischen Afrika und der EU und der Vorsitz Ägyptens in der Afrikanischen Union

Kommissar Mimica wird diesen Besuch in Ägypten nutzen, um die Partnerschaft zwischen Afrika und Europa und die damit verbundene Unterstützung der Agenda der Afrikanischen Union zu erörtern, insbesondere was die Umsetzung der Verpflichtungen vom 5. Gipfeltreffen AU-EU von 2017 und die Zugrundelegung der Prioritäten des ägyptischen Vorsitzes betrifft.

Kommissar Mimica legte außerdem konkrete Pläne für die praktische Umsetzung der neuen Allianz Europa-Afrika für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze vor. Diese Allianz wurde ins Leben gerufen, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, Investitionen und Handel zu fördern - u. a. durch die Unterstützung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone - und um Arbeitsplätze in ganz Afrika zu schaffen. Im Rahmen der Allianz wurde eine Reihe geeigneter Sektoren für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit ermittelt, wie z. B. Infrastrukturentwicklung und Weltraumtechnologie.

Im Hinblick auf die Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Frieden und Sicherheit in der Sahelzone und am Horn von Afrika wurde außerdem auch die Zusammenarbeit zwischen der EU, Ägypten und den Ländern südlich der Sahara erörtert. Die im Mai 2018 unterzeichnete Vereinbarung zwischen der Afrikanischen Union und der EU über Frieden, Sicherheit und Governance wurde als solide Grundlage für eine stärker strategisch ausgerichtete Zusammenarbeit zwischen der Afrikanischen Union und der EU bei der wirksameren Bekämpfung komplexer Bedrohungen und der Ursachen von Instabilität und gewaltsamen Konflikten hervorgehoben.

Hintergrund

Die Beziehungen zwischen Afrika und der EU haben sich seit dem ersten Afrika-EU-Gipfel in Kairo im Jahr 2000 kontinuierlich weiterentwickelt und vertieft. Auf regelmäßigen Gipfeltreffen, die alle drei Jahre stattfinden, werden die politischen Prioritäten festgelegt. Auf dem letzten Gipfeltreffen im November 2017 in Abidjan wurden vier strategische Schwerpunktbereiche für den Zeitraum 2018-2020 vereinbart: Investitionen in Menschen – Bildung, Wissenschaft, Technologie und Entwicklung von Kompetenzen; Stärkung von Resilienz, Frieden, Sicherheit und Governance; Mobilisierung von Investitionen für einen nachhaltigen Strukturwandel in Afrika; Migration und Mobilität.

Im Anschluss an den Gipfel von Abidjan wurde im September 2018 eine Allianz Afrika–Europa für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze ins Leben gerufen. Diese Allianz wird in enger Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union umgesetzt. Im Hinblick auf die Förderung von Frieden und Sicherheit wurde im Mai 2018 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Sie stellt ein wichtiges Instrument dar, das in den verschiedenen Phasen des Konfliktzyklus bei Maßnahmen wie Konfliktverhütung, Mediation, Frühwarnung, Krisenmanagement sowie bei Friedenseinsätzen ein stärker strategisch ausgerichtetes und systematischeres Vorgehen ermöglicht.

Weitere Informationen

Allianz Afrika–Europa für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze

Partnerschaft Afrika-EU

IP/19/2333

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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