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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Energieunion: Bereitstellung von 750 Mio. EUR an EU-Mitteln für Infrastrukturen für saubere Energie

Brüssel, 20. März 2019

Energieunion: Bereitstellung von 750 Mio. EUR an EU-Mitteln für Infrastrukturen für saubere Energie

Heute stellt die Kommission Mittel in Höhe von 750 Mio. EUR für zentrale europäische Energieinfrastrukturprojekte mit großem grenzüberschreitendem Nutzen bereit. Die Unterstützung des Aufbaus der erforderlichen Infrastruktur trägt zu den energiepolitischen Prioritäten der Kommission bei, mit denen die Energiesicherheit verbessert werden soll. Gleichzeitig werden den Verbrauchern damit mehr Wahlmöglichkeiten geboten und das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden gefördert. Verbindungsleitungen sind unverzichtbar, um den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern und Europa bei den erneuerbaren Energien weltweit die Führungsposition zu sichern.

 

Ein vollständig ineinandergreifendes europäisches Netz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Verwirklichung des obersten Ziels der Energieunion: die Gewährleistung einer sicheren, erschwinglichen und nachhaltigen Energieversorgung, die während des gesamten Mandats der Juncker-Kommission zu ihren wichtigsten politischen Prioritäten gehört.

Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimapolitik und Energie, sagte dazu: „Das europäische Energiesystem entwickelt sich rasant von einem Energiesystem des letzten Jahrhunderts hin zu einer CO2-armen, stärker digitalisierten und verbraucherorientierten Energiewirtschaft. Die Energiewende ist in Europa gut vorangekommen, wobei der Anteil erneuerbarer Energien Rekordhöhen erreicht und die Kosten rasch sinken. Die europäische Energieinfrastruktur muss sich in die gleiche Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit entwickeln, damit diese Energiewende hin zu einem klimaneutralen Europa umfassend unterstützt werden kann.“

Die Vollendung eines vollständig vernetzten Energiebinnenmarkts wird eine kosteneffiziente Dekarbonisierung des Energiemixes ermöglichen. Dies geschieht durch die Förderung einer besseren Integration intermittierender erneuerbarer Energien. Ferner wird dazu beigetragen, dass im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen im Rahmen des Übereinkommens von Paris die EU-Ziele, in der Union mindestens 32 % der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen und bis 2030 die EU-weiten Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu senken, gemeinsam erreicht werden.

Das Ziel einer klimaneutralen europäischen Wirtschaft bis 2050 wird nur durch eine angemessene und intelligente Infrastruktur erreicht, die eine optimale Vernetzung und sektorale Integration gewährleistet. Eine engere Zusammenarbeit über Landes- und Regionalgrenzen hinweg wird es ermöglichen, vollen Nutzen aus der Modernisierung und Umgestaltung der EU-Wirtschaft zu ziehen.

Hintergrund

Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ 2019 (CEF) läuft bis zum 13. Juni 2019. Damit eine CEF-Finanzierung im Energiebereich beantragt werden kann, müssen Projekte zunächst als Vorhaben von gemeinsamem Interesse (Projects of Common Interest – PCI) benannt werden. PCI müssen auf mindestens zwei EU-Länder erhebliche Auswirkungen haben und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Zudem müssen sie die Energieversorgungssicherheit der EU erhöhen und zu nachhaltiger Entwicklung und zum Umweltschutz beitragen.

Die eingegangenen Finanzierungsvorschläge, die sich auf Studien oder Bauarbeiten beziehen können, werden dann anhand mehrerer zusätzlicher Kriterien bewertet. Zu diesen Kriterien zählen der Reifegrad der Projekte und deren Nutzen in Bezug auf Versorgungssicherheit, Solidarität oder Innovation. Anhand der Kriterien wird auch bewertet, in welchem Umfang öffentliche Unterstützung zur Beseitigung von Finanzierungsengpässen benötigt wird.

Im Rahmen der CEF (Energie) sind für den Zeitraum 2014-2020 insgesamt 5,35 Mrd. EUR für die transeuropäische Energieinfrastruktur vorgesehen. Damit ein Projekt für eine Finanzhilfe infrage kommt, muss es sich um ein „Projekt von gemeinsamem Interesse“ (PCI) handeln. Nach ihrem Abschluss werden alle Projekte für mindestens zwei Mitgliedstaaten erhebliche Vorteile bringen, die Energieversorgungssicherheit verbessern, zur Marktintegration beitragen, den Wettbewerb fördern und die CO2-Emissionen senken. Die unionsweite Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse wird alle zwei Jahre aktualisiert. Die aktuelle PCI-Liste wurde im November 2017 von der Kommission veröffentlicht. Im Rahmen der CEF (Energie) wurden bisher 3,4 Mrd. EUR für PCI bereitgestellt.

Weitere Informationen

Mitteilung „Ein sauberer Planet für alle“

Überblick über die Projekte, die im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (Energie) im Zeitraum 2014-2016 finanziert wurden

Aktuelle Liste der „Vorhaben von gemeinsamem Interesse“

Fazilität „Connecting Europe“

Energieinfrastruktur

 

 

IP/19/1756

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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