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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Die Mitgliedstaaten erhalten Investitionen in Höhe von 98,2 Mio. EUR zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger

Brüssel, 8. Februar 2018

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für ein Investitionspaket in Höhe von 98,2 Mio. EUR zur Unterstützung des Übergangs Europas zu einer emissionsarmen Kreislaufwirtschaft im Rahmen des neuen LIFE-Finanzierungsprogramms für die Umwelt und für Klimapolitik gegeben.

Das heutige Investitionspaket wird einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der europäischen Bürgerinnen und Bürger in fünf Bereichen leisten: Natur, Wasser, Luft, Abfälle und Klima. Die Investitionen sind für  10 Projekte in Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Litauen, Malta, Schweden und Spanien bestimmt. Die EU-Mittel werden Investitionen mobilisieren, die weitere 2 Mrd. EUR erschließen, da die Mitgliedstaaten andere EU-Finanzierungsquellen, darunter die Agrar-, Struktur- und Regionalfonds und Forschungsmittel, ebenso wie nationale Mittel und Investitionen des Privatsektors nutzen können.

Karmenu Vella‚ EU-Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, erklärte: „Durch jeden Euro des LIFE-Programms werden 20 EUR aus anderen Finanzierungsquellen mobilisiert. Abgesehen von dieser bemerkenswerten Hebelwirkung wird durch die integrierten Projekte des LIFE-Programms unmittelbar den Sorgen der Bürger hinsichtlich der Luft- und Wasserqualität und der Auswirkungen des Klimawandels Rechnung getragen. Sie ermöglichen es den Mitgliedstaaten, Ressourcen für die koordinierte Bewältigung einiger der größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit – wie Luftverschmutzung, Wasserknappheit, Kreislaufwirtschaft oder Biodiversitätsverlust – zu erschließen. Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, wie EU-Mittel konkret etwas bewirken.“

Miguel Arias Cañete‚ EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, äußerte sich wie folgt: „Diese neuen Projekte werden Katalysatoren für die Anpassung der Regionen an den Klimawandel und die Förderung energieeffizienter Gebäude sein. Sie zeigen, dass ein inklusiver, integrierter und klimaschonender Ansatz bei der Finanzierung mehr Investitionen mobilisieren und das Leben der Bürgerinnen und Bürger in der EU verbessern kann.“

Unterstützung der Mitgliedstaaten bei dem Übergang zu einer emissionsarmen Kreislaufwirtschaft

Für die 10 Projekte stehen insgesamt 182,2 Mio. EUR zur Verfügung, 98,2 Mio. EUR davon im Rahmen der EU-Kofinanzierung.

Im Bereich Umwelt verfügen die Projekte über ein Gesamtbudget von 152,7 Mio. EUR, einschließlich der Kofinanzierung durch die EU in Höhe von 80,2 Mio. EUR. Ferner sollen für sie ergänzend Mittel aus anderen Finanzierungsquellen in Höhe von ca. 886 Mio. EUR verwendet werden:

  • Naturschutz: 5 Projekte in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Litauen und Schweden werden dazu beitragen, die Natur Europas umfassender zu bewahren. Beispielsweise durch eine bessere Umsetzung von Bewirtschaftungsplänen für Naturschutzgebiete (Griechenland) oder durch Anreize für Landwirte, damit sie ihre Flächen umweltschonender bewirtschaften. Das konkrete Projekt in Dänemark wird Landwirten durch die Entwicklung von hochwertigen Produkten, die mit einem Aufschlag von mindestens 25 % verkauft werden, dabei helfen, Biomasse von natürlichen Flächen zu gewinnen.
  • Wasser: Bei den Projekten in Malta und Spanien geht es um die Bekämpfung der Wasserknappheit durch Lösungen für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung, z. B. durch Investitionen in die Abwasserbehandlung und durch eine umfassendere Wiederverwendung von Wasser.
  • Abfallwirtschaft: Ein Projekt in Frankreich dient dazu, die Abfallbewirtschaftung und -vermeidung in der Region Provence-Alpes-Côte d' Azur zu verbessern, und trägt somit zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bei. Ziel des Projekts ist es, den Sammelanteil organischer Abfälle um bis zu 30 % zu steigern und die Menge der Haushaltsabfälle, die in Deponien verbracht werden, erheblich zu senken.

Im Bereich der Klimapolitik stehen Mittel in Höhe von 29,4 Mio. EUR für 2 Projekte zur Verfügung, von denen 17,9 Mio. EUR von der EU finanziert werden.Die Projekte werden auch auf über 1,16 Mrd. EUR an zusätzlichen Mitteln zurückgreifen können, die zur Förderung der politischen Prioritäten „Energieeffizienz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ bereitgestellt werden.

  • Energieeffizienz: Ein Projekt in Belgien wird zur Verbesserung der Energieeffizienz von mehr als 8500 Wohnungen beitragen, während das Projekt in Spanien die Region Navarra bei der Umsetzung ihrer Ziele für die Anpassung an den Klimawandel bis 2030 unterstützen soll.
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels: Ein Projekt in der Region von Navarra (Spanien), bei dem es um die Anpassung an den Klimawandel geht, sieht die Einführung von Frühwarnsystemen für Flusshochwasser und für Notfälle, in denen eine Abwasserbehandlung erforderlich ist, vor.

Die Beschreibung aller 10 neuen integrierten Projekte findet sich im Anhang zu dieser Pressemitteilung.

Hintergrund

Das Programm LIFE ist das Finanzierungsinstrument der EU für Umwelt und Klimapolitik. Mit dem 1992 eingeführten Programm wurden bisher mehr als 4500 Projekte in der EU und in Drittländern finanziert; hierfür wurden insgesamt über 9 Mrd. EUR mobilisiert, davon mehr als 4 Mrd. EUR für den Umwelt- und Klimaschutz.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2014 wurden in 14 Mitgliedstaaten 25 integrierte Projekte mit einem Gesamtbudget von über 460 Mio. EUR eingeleitet. Durch diese laufenden Projekte wird der koordinierte Einsatz von mehr als 5 Mrd. EUR an zusätzlichen Mitteln aus anderen EU- und nationalen Fonds und aus dem Privatsektor erleichtert.

Weitere Informationen zum LIFE-Programm

Programm LIFE

IP/18/671

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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