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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Fusionskontrolle: Kommission gibt grünes Licht für Übernahme von Com Hem durch Tele2

Brüssel, 8. Oktober 2018

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Com Hem durch Tele2 nach der EU-Fusionskontrollverordnung ohne Auflagen genehmigt. Die Kommission gelangte zu dem Schluss, dass das Vorhaben keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, da sich Tätigkeiten und Vermögenswerte der Unternehmen kaum überschneiden.

Tele2 und Com Hem erbringen Telekommunikationsdienste in Schweden. Com Hem ist in erster Linie in den Bereichen Festnetz-Telekommunikation und TV tätig, während der Geschäftsschwerpunkt von Tele2 auf der mobilen Telekommunikation liegt.

Die Kommission prüfte erstens die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf die Märkte im Festnetz- und Mobilfunksektor in Schweden, auf denen sich die Tätigkeiten von Tele2 und Com Hem überschneiden.

Obgleich beide Unternehmen Mobilfunk- und Festnetz-Dienste für Endkunden sowie Multiple-Play-Dienste anbieten, stellte die Kommission fest, dass sich die Übernahme auf diese Märkte kaum auswirkt. Com Hem ist nur in sehr geringem Umfang im Mobilfunkbereich tätig und Tele2 nur sehr begrenzt in der Festnetz-Telekommunikation. Die Marktuntersuchung hat bestätigt, dass sich die Tätigkeiten von Tele2 und Com Hem weitgehend ergänzen und die beiden Unternehmen derzeit nicht als direkte Wettbewerber gelten.  

Die Kommission stellte zweitens fest, dass sich das neu aufgestellte Unternehmen weiterhin gegen erhebliche Konkurrenz durch andere Marktteilnehmer behaupten müsste, so gegen Telia und Telenor (auf allen schwedischen Endkunden-Telekommunikationsmärkten in Schweden) sowie Tre (auf dem schwedischen Endkunden-Mobilfunkmarkt).

Drittens prüfte die Kommission, wie sich die gebündelten Multiple-Play-Dienste des künftigen Mischkonzerns auf den schwedischen Markt für Mobilfunk- und Festnetz-Dienste auswirken könnten. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Marktmacht des aus dem Zusammenschluss hervorgehenden Unternehmen nicht ausreichen würde, um die Konkurrenten in Mobilfunk und Festnetz-Telekommunikation durch gebündelte Leistungen vollständig oder zu einem sehr großen Teil vom Markt auszuschließen.

Daher gelangte die Kommission nach ihrem Prüfverfahren der Phase 1 zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben auf keinem der betreffenden Märkte Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, und genehmigte es ohne Auflagen.

 

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Das Vorhaben wurde am 3. September 2018 bei der Kommission angemeldet.

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten oder in einem wesentlichen Teil des Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen zu dieser Wettbewerbssache werden auf der Website der GD Wettbewerb im öffentlich zugänglichen Register unter der Nummer M.8842 veröffentlicht.

 

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Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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