Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Zentralafrikanische Republik: EU stellt 26,5 Mio. EUR zur Bewältigung der humanitären Krise in der Region bereit

Brüssel, 18. September 2018

Die Europäische Kommission hat Soforthilfe in Höhe von 26,5 Mio. EUR für bedürftige Familien bereitgestellt, die von der humanitären Krise in der Zentralafrikanischen Republik und deren Übergreifen auf die Nachbarländer betroffen sind.

Die Mittel werden rund 2,5 Millionen Bedürftigen, der Hälfte der Bevölkerung des Landes, zugutekommen, nachdem die Krise einen Zustrom von Flüchtlingen in die Nachbarländer ausgelöst hat.

„Die EU ist entschlossen, bedürftige Familien in der Zentralafrikanischen Republik und in den Nachbarländern zu unterstützen. Mit unserer humanitären Hilfe leisten wir wesentliche Unterstützung in Bezug auf Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung, Landwirtschaftl und Gesundheitsfürsorge . Allerdings werden die Hilfsmaßnahmen in dem Land häufig durch Sicherheitsprobleme erschwert. Die Sicherheit der humanitären Helfer muss auf jeden Fall gewährleistet sein. Sie dürfen nicht zum Ziel von Angriffen werden,“ erklärte der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige Kommissar Christos Stylianides.

Die Europäische Kommission unterstützt auch die humanitären Flugdienste der Vereinten Nationen, die landesweit Hilfe bereitstellen. Seit 2014 haben die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten mehr als 500 Mio. EUR an humanitärer Hilfe zur Bewältigung der regionalen Krise in der Zentralafrikanischen Republik mobilisiert.

Hintergrund

Die humanitäre Krise in der Zentralafrikanischen Republik, die 2014 infolge von gewaltsamen Zusammenstößen bewaffneter Gruppen ausgebrochen ist, wird durch die Tatsache verschärft, dass das Land den weltweit niedrigsten Index für menschliche Entwicklung (188/188) und nur sehr schwache Institutionen hat. Die Hälfte der Bevölkerung ist auch weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit 2017 ist die Zahl der Binnenvertriebenen und Flüchtlinge insgesamt beträchtlich gestiegen. Ein Viertel der Bevölkerung (rund 1,2 Millionen Menschen) wurde gewaltsam vertrieben, entweder innerhalb des Landes oder in die Nachbarländer.

Die Krise wirkt sich auch auf die Nachbarländer, vor allem Kamerun, die Demokratische Republik Kongo und Tschad aus, die den Zustrom von rund 573 000 zentralafrikanischen Flüchtlingen bewältigen müssen. Durch die Aufnahme der Flüchtlinge wächst der Druck auf die Bevölkerung und die ohnehin schon knappen Resourcen. Die humanitäre Hilfe der EU wird auch in diesen Ländern sowohl für die Aufnahmegemeinschaften als auch für die zentralafrikanischen Flüchtlinge bereitgestellt.

Weitere Informationen

Zentralafrikanische Republik

IP/18/5812

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar