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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Rekordeinsatz des EU-Katastrophenschutzes hilft Schweden bei der Waldbrandbekämpfung

Brüssel, 6. August 2018

Mehr als 360 Feuerwehrleute, 7 Flugzeuge, 6 Hubschrauber und 67 Fahrzeuge wurden in den vergangenen drei Wochen durch das Europäische Katastrophenschutzverfahren mobilisiert, um Schweden bei der Bekämpfung der beispiellosen Waldbrände zu unterstützen.

Dies ist der größte europäische Katastrophenschutzeinsatz zur Waldbrandbekämpfung der vergangenen zehn Jahre und der größte Einzeleinsatz gegen Waldbrände, was die Entsendung von Einsatzkräften betrifft. Der Einsatz umfasste 815 Flugstunden und 8 822 Löschwasserabwürfe.

Dazu der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides‚ der derzeit Schweden besucht: „Wieder einmal haben die Mitgliedstaaten im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens konkrete europäische Solidarität bewiesen. Die verheerenden Waldbrände in Schweden haben erneut deutlich gemacht, wie sich der Klimawandel auswirkt und dass wir mit einer neuen Realität konfrontiert sind. Ich danke allen Mitgliedstaaten für ihre Unterstützung und Solidarität. Jetzt müssen wir aus diesen Tragödien lernen und uns für eine Stärkung des europäischen Katastrophenschutzverfahrens einsetzen, damit wir gemeinsam besser vorbereitet sind und noch wirksamer reagieren können, wenn sich europaweit mehrere Katastrophen gleichzeitig ereignen.“

Die EU hat die kollektive Unterstützung für Schweden, die von Italien, Frankreich, Deutschland, Litauen, Dänemark, Portugal und Polen geleistet wurde, koordiniert. Österreich, die Tschechische Republik und die Türkei boten ebenfalls ihre Hilfe an. Außerdem wurden im Rahmen des EU-Programms „Copernicus“ 37 Satellitenkarten erstellt.

Die EU stellt außerdem 1,15 Mio. EUR für Transportkosten bereit, um die Unterstützung für Schweden aus anderen europäischen Ländern zu mobilisieren.

Während des Besuchs in Schweden reist Kommissar Stylianides gemeinsam mit dem schwedischen Minister für Justiz und Inneres, Morgan Johansson, in die von den Waldbränden am stärksten betroffenen Gebiete. Er wird einige der im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens mobilisierten Feuerwehrleute treffen, die in den vergangenen drei Wochen unermüdlich gearbeitet haben.

Hintergrund

Die Europäische Kommission koordiniert freiwillige Angebote der Teilnehmerstaaten im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der EU und kann auch den Transport von Hilfsgütern und Experten in das betroffene Land mitfinanzieren. Die Bereitstellung der Hilfe wird durch das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der Kommission koordiniert, das auch die Entwicklungen vor Ort beobachtet und die Kofinanzierung der mit der Hilfe verbundenen Transportkosten anbietet.

Im Rahmen der Unterstützung können nicht nur Güter für die Soforthilfe bereitgestellt, sondern auch Experten und Einsatzteams entsandt werden. Bei Bränden zählen auch Löschflugzeuge dazu.

Die Kommission hat vorgeschlagen, die europäischen Katastrophenschutzkapazitäten durch rescEU zu verstärken, damit die Mitgliedstaaten besser vorbereitet sind, wenn sich mehrere Katastrophen gleichzeitig ereignen. rescEU beruht auf zwei Grundpfeilern: Prävention und Vorsorge sowie größere Einsatzkapazitäten, einschließlich der Schaffung europäischer Reservekapazitäten, die als „Sicherheitsnetz“ dienen, wenn die nationalen Kapazitäten zur Bewältigung einer Katastrophe nicht ausreichen. Der rescEU-Vorschlag ist ein zentraler Bestandteil der Agenda von Präsident Juncker für ein Europa, das schützt.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren erleichtert die Zusammenarbeit von insgesamt 34 europäischen Staaten (28 EU-Mitgliedstaaten, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Montenegro, Serbien und die Türkei) bei der Katastrophenbewältigung.

Weitere Informationen

Factsheet „Wie funktioniert Waldbrandbekämpfung in Europa?“

Katastrophenschutzverfahren der Union

Pressemitteilung zu rescEU

IP/18/4803

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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