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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Folgemaßnahme zur Gemeinsamen Erklärung EU-USA vom 25. Juli: Steigerung der Einfuhren von Sojabohnen aus den USA um über 280 %

Brüssel, 1. August 2018

Die Europäische Kommission hat heute die jüngsten Zahlen zu den EU-Einfuhren von Sojabohnen veröffentlicht, aus denen ein Anstieg der Einfuhren von Sojabohnen aus den USA um 283 % hervorgeht, womit sich der Anteil der US‑amerikanischen Sojabohnen an den EU-Einfuhren von Sojabohnen insgesamt auf 37 % gegenüber 9 % im Juli des Vorjahres erhöht hat.

Präsident Juncker hat nun eine zweimonatliche Berichterstattung über die Entwicklung des Handels mit aus den USA in die EU eingeführten Sojabohnen vorgesehen. Dies ist die erste konkrete Folgemaßnahme im Anschluss an die Gemeinsame Erklärung, die von Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump in Washington unterzeichnet wurde.

„Die Europäische Union kann mehr Sojabohnen aus den USA einführen, und zwar ab sofort“, sagte Präsident Juncker heute. „Davon profitieren sowohl die europäischen als auch die amerikanischen Bürgerinnen und Bürger.“

Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft, erklärte dazu: „Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten sind langjährige Partner, wir können unsere Handelsbeziehungen aber noch weiter ausbauen. Wir haben uns bereit erklärt, mehr Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten einzuführen, und dies geschieht auch schon. Eine Zusammenarbeit bedeutet einen große Gewinn für die europäischen und amerikanischen Landwirte.“

In ihrer Gemeinsamen Erklärung vom 25. Juli vereinbarten Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump, dass die künftige Zusammenarbeit im Bereich des Handels nicht die Landwirtschaft generell einschließt, die EU und die USA jedoch den Ausbau des Handels mit Sojabohnen anstreben. Die aktuellen Zahlen belegen, dass die EU-Einfuhren von Sojabohnen aus den USA weiter zugenommen haben:

  • Gegenüber Juli 2017 sind die EU-Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten derzeit um 283 % auf 360 000 Tonnen gestiegen.
  • Damit hat sich der Anteil der Sojabohnen aus den USA an den EU-Gesamteinfuhren von Sojabohnen auf 37 % genüber 9 % im Juli des Vorjahres erhöht.
  • Auch die in der Regel geringeren EU-Einfuhren von Sojamehl aus den USA sind im Juli 2018 um 3,337 % auf 185 000 Tonnen angestiegen.
  • Die EU bezieht nun 13 % ihrer Sojamehleinfuhren aus den USA, gegenüber nur 0,3 % im Juli 2017.

Die EU benötigt Soja als Proteinquelle für das Futter von Tieren wie Hühnern, Schweinen und Rindern, sowie für die Milcherzeugung. Die EU importiert derzeit rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr, weil die eigene Produktion nicht ausreicht. Sowohl US-Sojabohnen als auch Sojamehl werden derzeit auf dem Markt zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen angeboten und stellen daher für die europäischen Einführer und Nutzer eine sehr attraktive Futter-Alternative dar.

Hintergrund

Der heutige Bericht ist der erste der Berichte die der von den Präsidenten Juncker und Trump auf ihrer Sitzung am 25. Juli in Washington eingesetzten Arbeitsgruppe alle zwei Monate von der Kommission vorgelegt werden müssen. Die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit in dieser Woche aufgenommen. Sie steht in regelmäßigem Kontakt mit hochrangigen Beratern von Präsident Juncker und Präsident Trump, um festzulegen, wie die Gemeinsame Erklärung am besten umgesetzt werden kann. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström nimmt diese Aufgabe auf Seiten der EU wahr und erstattet dem EU-Ministerrat und dem Europäischen Parlament regelmäßig Bericht.

Die Zweimonatsberichte über die Einfuhren von Sojabohnen in die EU werden Informationen über die Einfuhrmengen aus den USA, den Anteil der US-Sojabohnen an den Gesamteinfuhren, Änderungen des US-amerikanischen Anteils und die Preisentwicklung enthalten.

Die Daten in dem heute veröffentlichten Bericht über Sojabohnen, wurden von der Beobachtungsstelle der EU für Ackerkulturen erhoben‚ die die Europäische Kommission im Juli 2017 für die Weitergabe von Marktdaten und kurzfristige Analysen ins Leben gerufen hat, um mehr Transparenz zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen

*aktualisiert am 1.8.2018 um 16.20 Uhr

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IP/18/4768

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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