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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU koordiniert weitere Hilfen für Schweden zur Bekämpfung der Waldbrände

Brüssel, 21. Juli 2018

Die Kommission ist rund um die Uhr tätig, seit Schweden die EU um Hilfe bei der Bekämpfung der bislang schwersten Waldbrände gebeten hat — in den Provinzen Jamtland, Gavleborg, Dalarna, Norrbotten und Västerbotten stehen Hunderte Hektar Waldfläche in Flammen.

Anfang dieser Woche hat die Kommission im Rahmen ihres Katastrophenschutzverfahrens Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich angefordert, die inzwischen in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind. Jetzt haben Deutschland, LitauenPolen und Dänemark zusätzliche EU-Hilfe angeboten.

Hierzu erklärte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement: Die EU steht in diesen schwierigen Zeiten an der Seite der schwedischen Regierung und der schwedischen Bürgerinnen und Bürger. Ich möchte allen Ländern dafür danken, dass sie im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens so schnell Hilfe angeboten haben. Wir haben dabei geholfen, Flugzeuge, Hubschrauber, Fahrzeuge und Einsatzkräfte am Boden zu mobilisieren, um den gewaltigen Bedarf zu decken. Und wir stehen mit anderen Ländern in Kontakt, um gegebenenfalls weitere Unterstützung zu erhalten. So sieht Solidarität in der Praxis aus. Das ist es, was unsere Bürgerinnen und Bürger von einem Europa erwarten, das Schutz bietet.“

Nach dem Hilfeersuchen aus Schweden vom 16. Juli 2018 wurde über das EU-Katastrophenschutzverfahren Folgendes bereitgestellt:

•  5 Flugzeuge, davon 2 aus Italien und 3 aus Frankreich (dabei handelt es sich um spezielle Löschflugzeuge des Typs Canadair sowie um ein Aufklärungsflugzeug), 
•  6 Löschhubschrauber (5 aus Deutschland und einer aus Litauen);
•  Feuerwehrleute und Fahrzeuge:  44  Fahrzeuge aus Polen sowie 13 9  Feuerwehrleute 12 Fahrzeuge und   55  Einsatzkräfte aus Dänemark.
 
* Weitere Unterstützung (Hubschrauber, Fahrzeuge und Einsatzkräfte) wurden von Österreich, Portugal und Deutschland angeboten.

Außerdem wird Schweden mit dem Copernicus-Satelliten der EU, der auch Katastrophenmanagement-Dienste anbietet, unterstützt, um die Schäden in den betroffenen Gebieten zu kartieren.

Das von der Europäischen Kommission eingerichtete Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (Emergency Response Coordination Centre, ERCC) überwacht Naturkatastrophen rund um die Uhr und steht mit den schwedischen Katastrophenschutzbehörden ständig in Verbindung, um die weitere Entwicklung zu beobachten und zu ermitteln, wo gegebenenfalls zusätzliche Hilfe nötig ist.

Hintergrund

Mit dem von der Kommission eingerichteten Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen(ERCC) wird europaweit beobachtet, wo Notfälle wie z. B. Brände auftreten.Dabei werden nationale Überwachungsdienste wie etwa das Europäische Waldbrandinformationssystem und Satellitenbilder genutzt, um einen Überblick über die Situation in Europa zu erhalten. Im Sommer organisiert das Notfallabwehrzentrum außerdem wöchentliche Koordinierungstreffen mit den Ländern, in denen ein besonders hohes Waldbrandrisiko besteht.

EU-Katastrophenschutzverfahren

Im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens koordiniert die Europäische Kommission freiwillige Angebote der Teilnehmerstaaten, wobei sie auch den Transport von Hilfsgütern und Experten in das betreffende Land kofinanzieren kann. Die Bereitstellung der Hilfe wird durch das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der Kommission koordiniert, das auch die Entwicklungen vor Ort beobachtet und die Kofinanzierung der mit der Hilfe verbundenen Transportkosten anbietet.

Im Rahmen dieser Unterstützung können Güter für die Soforthilfe bereitgestellt, aber auch Experten und Einsatzteams entsandt werden. Bei Bränden zählen auch Löschflugzeuge dazu. Die Kommission selbst kann keine Flugzeuge oder Ausrüstungen im Rahmen des Verfahrens entsenden.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren erleichtert die Zusammenarbeit von insgesamt 34 europäischen Staaten (28 EU-Mitgliedstaaten, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Norwegen, Montenegro, Serbien und die Türkei) bei der Katastrophenbewältigung.

Weitere Informationen

Erklärung von EU-Kommissar Christos Stylianides

Bildmaterial – Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der Europäischen Kommission (ERCC):

Videomaterial – Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der Europäischen Kommission (ERCC):

Factsheet „Wie funktioniert Waldbrandbekämpfung in Europa?“

Factsheet zum Katastrophenschutzverfahren der EU (EN):

Factsheet - Europäische Notfallabwehrkapazität

IP/18/4628

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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