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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU mobilisiert mehr als 191 Mio. EUR an humanitärer Hilfe für die Länder der Sahelzone

Brüssel, 10. Juli 2018

Angesichts der schlimmsten Nahrungsmittel- und Ernährungskrise in der Sahelzone in den vergangenen fünf Jahren und der anhaltenden Unsicherheit hat die Kommission ein humanitäres Hilfspaket im Wert von 191,3 Mio. EUR angekündigt.

„Die Nahrungsmittelkrise in den Ländern der Sahelzone verschärft sich, deshalb ist keine Zeit zu verlieren. Unsere EU-Hilfe ist für die am stärksten von der Krise betroffenen Menschen gedacht. Unsere neue Hilfe soll mehr als 1,1 Millionen Menschen erreichen, die Nahrungsmittelsoforthilfe benötigen, und die Behandlung von über 650 000 schwer unterernährten Kindern unterstützen“, erklärte der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar, Christos Stylianides.

Die heute angekündigte Hilfe wird acht Ländern der Region zugutekommen: Burkina Faso (11,1 Mio. EUR), Tschad (40,2 Mio. EUR), Kamerun (13,9 Mio. EUR), Mali (35,3 Mio. EUR), Mauretanien (11,4 Mio. EUR), Niger (32,2 Mio. EUR), Nigeria (35,3 Mio. EUR) und Senegal (1 Mio. EUR). Zusätzlich werden regionale Mittel in Höhe von 10,8 Mio. EUR zugewiesen. EU-Mittel werden ferner in Initiativen zur Verringerung des Katastrophenrisikos fließen, die der Bevölkerung dabei helfen können, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten.

Die Europäische Union ist einer der größten Geber humanitärer Hilfe für die Sahelzone. Im Jahr 2017 hat die EU für die Bevölkerung in der Region humanitäre Hilfe in Höhe von 240,8 Mio. EUR bereitgestellt, u. a. für die lebensnotwendige Nahrungsmittelhilfe für schutzbedürftige Haushalte, die Behandlung stark unterernährter Kinder sowie medizinische Versorgung, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünfte und Schutz.

Hintergrund

Die humanitäre Lage in der Sahelzone, die zu den ärmsten Regionen der Welt zählt, ist äußerst angespannt. Fast 11,8 Millionen Menschen in den acht Ländern der Region benötigen sofortige Nahrungsmittelhilfe, um eine akute Hungersnot zu verhindern, wobei Frauen und Kinder am stärksten betroffen sind. Bis zu 4 Millionen Kinder sind von schwerer akuter Unterernährung bedroht und benötigen lebensrettende Behandlung, das sind 20 % mehr als im Vorjahr. Die Situation verschlechtert sich rasch, da Tausende von Familien ihre Nahrungsmittelreserven vier Monate früher als üblich ausgeschöpft haben und die nächste Ernte erst im September ansteht.

Der humanitäre Bedarf in der Sahelzone ist enorm. Gleichzeitig fördert die EU weiterhin gemeinsame Anstrengungen mit Entwicklungspartnern, um die langfristige Resilienz in der Region zu stärken.

Die EU stellt zusammen mit ihren Mitgliedstaaten 8 Mrd. EUR für den Zeitraum 2014-2020 bereit und ist somit der größte Geber von Entwicklungshilfe für die Region.

Weitere Informationen

Sahelzone

Burkina Faso

Kamerun

Tschad

Mali

Mauretanien

Niger

Nigeria

Senegal

IP/18/4386

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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