Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR ES IT

Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU-Treuhandfonds für Syrien verabschiedet bislang größtes Hilfspaket mit 165 Mio. EUR für den Libanon zur Unterstützung der Flüchtlinge und der lokalen Bevölkerung

Brüssel, 20. Juni 2018

Zum heutigen Weltflüchtlingstag hat der „Regionale Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Syrien-Krise“ neue Projekte zur Unterstützung der Flüchtlinge und der lokalen Bevölkerung im Libanon und in Jordanien verabschiedet.

Die neuen Projekte umfassen den Zugang von Flüchtlingskindern im Libanon zu öffentlichen Schulen sowie die soziale Unterstützung bedürftiger Flüchtlinge und der im Libanon und in Jordanien von der Syrien-Krise betroffenen lokalen Bevölkerung. Mit dem neuen Hilfspaket erreicht die Gesamtmittelausstattung der Projekte im Rahmen des EU-Treuhandfonds 1,4 Mrd. EUR.

Der EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen Johannes Hahn führte dazu aus: „Die EU erfüllt weiterhin ihre Zusage, den Libanon und Jordanien, die im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl weltweit die meisten Flüchtlinge aufnehmen, zu unterstützen. Die neuen Projekte werden den Sozialschutz und den Zugang zu Bildung sowohl für syrische und palästinensische Flüchtlinge aus Syrien als auch für die lokale Bevölkerung erheblich verbessern.“

Das neue Hilfspaket im Umfang von 167 Mio. EUR umfasst folgende Maßnahmen:

  • 100 Mio. EUR für den Zugang syrischer Flüchtlingskinder im Libanon zur Bildung
  • 52 Mio. EUR für den Sozialschutz und die Unterstützung bedürftiger Flüchtlinge und Aufnahmegemeinschaften, die von der Syrien-Krise im Libanon betroffen sind
  • 13 Mio. EUR für die Stärkung der Resilienz palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien im Libanon
  • 2 Mio. EUR für die Stärkung der Resilienz palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien in Jordanien

Hintergrund

Das Hilfspaket wurde heute auf der Sitzung des Vorstands des EU-Treuhandfonds angenommen, in dem Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der EU-Mitgliedstaaten und Jordaniens, Libanons und der Türkei sowie der Weltbank zusammentreffen. Für Jordanien und Irak sind im zweiten Halbjahr 2018 weitere Hilfspakete geplant.

Im Vorfeld der Vorstandssitzung, am 19. Juni, hatte die EU eine Veranstaltung in Brüssel ausgerichtet, um über die Erfolge und Herausforderungen bei der Bereitstellung von Hilfe für die von der Krise betroffenen Menschen zu diskutieren und zu sondieren, wie sie bei der Gestaltung und Durchführung von Hilfsprogrammen besser einbezogen werden können.

Ein zunehmender Teil der EU-Hilfe zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge und der Nachbarländer Syriens bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise wird über den im Dezember 2014 eingerichteten Regionalen Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Syrien-Krise bereitgestellt. Der Treuhandfonds ermöglicht integrierte Hilfsmaßnahmen der EU als Reaktion auf die Krise und geht dabei in erster Linie auf den Bedarf der syrischen Flüchtlinge, der Aufnahmegemeinschaften und ihrer Verwaltungen in Nachbarländern wie Jordanien, Libanon, Türkei und Irak ein, und dies insbesondere im Hinblick auf die längerfristige Widerstandsfähigkeit und die ersten Schritte im Erholungsprozess.

Der Treuhandfonds ist ein wichtiges Instrument der EU, um ihre Zusagen in Bezug auf die Unterstützung der Aufnahmeländer einzuhalten, die sie auf der Londoner Syrien-Konferenz von 2016 und den Brüsseler Konferenzen im April 2017 und im April 2018 zur Unterstützung der Zukunft Syriens und der Region eingegangen ist. Der Fonds unterstützt auch die Migrationspakte, die die EU mit Jordanien und dem Libanon vereinbart hat, um sie angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise besser zu unterstützen. Mit dem heute verabschiedeten neuen Paket belaufen sich die über den Treuhandfonds innerhalb von drei Jahren bereitgestellten Mittel auf 522 Mio. EUR für den Libanon und 214 Mio. EUR für Jordanien – deutlich mehr als ursprünglich vorgesehen.

Insgesamt wurden Beiträge von 1,4 Mrd. EUR aus dem EU-Haushalt, von 22 EU-Mitgliedstaaten und der Türkei mobilisiert und zugesagt. Dieser Gesamtbetrag wurde nun vom Vorstand des Treuhandfonds angenommen und konkreten Projekten vor Ort, mit denen sowohl die Flüchtlinge als auch die Aufnahmeländer unterstützt werden sollen, zugeteilt.

Über die Programme des Treuhandfonds wird Unterstützung in folgenden Bereichen bereitgestellt: Grundbildung und Kinderschutz für Flüchtlinge, Berufsausbildung und Hochschulbildung, Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung, Verbesserung der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur, Unterstützung der Resilienz, Stärkung der Rolle der Frau, Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Entwicklung wirtschaftlicher Möglichkeiten und sozialer Stabilität. Das Mandat des Fonds umfasst auch die Unterstützung von Binnenflüchtlingen im Irak und die Erholung der von Da'esh befreiten Gebiete sowie die Unterstützung von Drittländern des westlichen Balkans, die von der Flüchtlingskrise betroffen sind.

Weitere Informationen

IP/18/4205

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar