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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kohäsionspolitik nach 2020: Kommission hilft Europas Regionen, innovativer zu werden

Brüssel, 19. Juni 2018

Die Kommission verlängert heute die Initiative „Stufenleiter zur Spitzenforschung“, um Regionen mit Innovationsrückstand auch weiterhin maßgeschneiderte Unterstützung und Expertise anzubieten.

Die Initiative wird den Regionen helfen, ihre Strategien für intelligente Spezialisierung – d. h. ihre auf Wettbewerbsnischen ausgerichteten regionalen Innovationstrategien – bereits vor Beginn des Haushaltszeitraums 2021-2027 zu entwickeln, zu aktualisieren und weiter zu verfeinern. Sie wird den Regionen außerdem helfen, hinreichende EU-Mittel zur Finanzierung innovativer Projekte zu erschließen und sich mit Regionen, die über vergleichbare Möglichkeiten verfügen, zusammenzutun, um Innovationscluster zu bilden.

Entsprechend den Vorschlägen der Kommission für die künftige Kohäsionspolitik und das neue Programm „Horizont Europa“ sowie der erneuerten Agenda der Kommission für Forschung und Innovation ist die „Stufenleiter zur Spitzenforschung“ eine weitere Möglichkeit der Kommission, Europas Regionen bei der Vorbereitung auf die Zukunft zu unterstützen, und zwar durch solide, mit Mitteln des nächsten langfristigen EU-Haushalts 2021-2027 geförderte Innovationsstrategien.

Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Crețu erklärte: „Die intelligente Spezialisierung ist im Zeitraum nach 2020 wichtiger denn je. Damit solche Strategien in den kommenden Jahren ihr Potenzial voll entfalten können, brauchen wir zwei Dinge: mehr Partnerschaft und mehr Eigenverantwortung, insbesondere in den Regionen mit dem größten Entwicklungsrückstand. Diese Initiative wird helfen, den Weg zu bereiten für solide Innovationsstrategien in der Zeit nach 2020.“

Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, fügte hinzu: „Mit Horizont Europa haben wir gerade das bisher ehrgeizigste EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation – mit 100 Mrd. EUR für den Zeitraum 2021-2027 – vorgeschlagen. Damit erhalten auch die Regionen mehr Möglichkeiten, ihr Forschungs- und Innovationspotenzial voll auszuschöpfen. Die „Stufenleiter zur Spitzenforschung“ wird den Regionen außerdem helfen, EU-Finanzmittel für die Finanzierung innovativer Projekte zu erschließen.“

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, sagte: „Im Rahmen dieser Initiative wird die Gemeinsame Forschungsstelle – der wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission – ihr Fachwissen einsetzen, um den Regionen zu helfen, auf ihren Stärken und Prioritäten aufzubauen, voneinander zu lernen und ihre wertvollsten Ressourcen – die Begabungen und die Kreativität ihrer Bevölkerung – optimal zu nutzen.“

Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle koordinierte Initiative unterstützt die Regionen in folgender Weise:

  1. Die Kommission und externe Experten werden den Regionen dabei helfen, in ihren Strategien für intelligente Spezialisierung, ihren regionalen Innovationssystemen (Qualität der öffentlichen Forschung, effiziente Verbindungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie unternehmensfreundliches Umfeld) und bei der Zusammenarbeit mit anderen Regionen im Bereich der Forschung und Innovation Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln.
  2. Die Experten werden die Regionen außerdem dabei unterstützen, alle potenziellen Finanzierungsquellen zu erschließen, wie Horizont Europa, das Programm Digitales Europa und die kohäsionspolitischen Mittel, und diese mittels der durch die Kommissionsvorschläge für die EU-Fonds 2021-2027 gebotenen neuen Synergiemöglichkeiten zu kombinieren.
  3. Die Gemeinsame Forschungsstelle wird dazu beitragen, spezifische regionale Innovationsengpässe zu identifizieren und zu überwinden, wie die fehlende Zusammenarbeit zwischen der lokalen Wirtschaft und der Wissenschaft oder die geringe Beteiligung am derzeitigen Programm „Horizont 2020“.
  4. Die Gemeinsame Forschungsstelle wird darüber hinaus Vernetzungsmöglichkeiten und Workshops für die Regionen anbieten, um Kontakte und den Austausch bewährter Verfahren beim Aufbau regionaler Innovationsstrategien zu ermöglichen. Dadurch wird auch die Entwicklung von Partnerschaften für interregionale Innovationsinvestitionen erleichtert.

Nächste Schritte

Die erneuerte Initiative wird in diesem Sommer starten und hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die Regionen können auf der Plattform für intelligente Spezialisierung ihr Interesse bekunden und ihre Teilnahme anmelden.

Hintergrund

Die Initiative „Stufenleiter zur Spitzenforschung“ wurde 2014 gemeinsam mit dem Europäischen Parlament auf den Weg gebracht, als die intelligente Spezialisierung zu einer Anforderung im Rahmen der Kohäsionspolitik wurde. Sie wurde jedes Jahr – mit neuen Arbeitsprogrammen und Prioritäten – verlängert. Im Zeitraum 2018-2019 konzentriert sie sich auf die Vorbereitung der nächsten langfristigen EU-Haushaltsplanung, ausgehend von der Methode der Pilotmaßnahmen zur intelligenten Spezialisierung des Jahres 2017. Die Initiative wurde vom Europäischen Parlament mit 3 Mio. EUR für diese beiden Jahre ausgestattet.

Weitere Informationen:

29. Mai 2018: Regionale Entwicklung und Kohäsionspolitik nach 2020:

7. Juni 2018: Forschung und Innovation nach 2020 (Horizont Europa)

15. Mai 2018: Erneuerte Agenda für Forschung und Innovation

IP/18/4184

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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