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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU und Neuseeland nehmen Verhandlungen über ein Handelsabkommen auf

Brüssel, 21. Juni 2018

Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der neuseeländische Handelsminister David Parker haben heute die Gespräche über ein umfassendes und ehrgeiziges Handelsabkommen in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington offiziell eingeleitet.

Ziel der Verhandlungen ist es, Hemmnisse für den Handel mit Waren und Dienstleistungen zu beseitigen und Regeln zu entwickeln, die den Handel erleichtern und nachhaltiger gestalten.

Die heutige Ankündigung folgt unmittelbar auf die Einleitung der Verhandlungen mit Australien am Anfang dieser Woche. Sie schließt außerdem an den Abschluss der Verhandlungen mit Mexiko, den Abschluss der Abkommen mit Japan und Singapur und das Abkommen zwischen der EU und Kanada an, das im September letzten Jahres in Kraft trat.

Kommissarin Malmström sagte dazu: „Heute ist ein wichtiger Meilenstein in den Beziehungen zwischen der EU und Neuseeland. Gemeinsam können wir zu einem Abkommen gelangen, von dem sowohl Unternehmen als auch Bürger auf beiden Seiten gleichermaßen profitieren. Bei Handelsabkommen geht es allerdings nicht nur um wirtschaftliche Chancen, sondern auch darum, die Beziehungen zu engen Verbündeten zu stärken. Wir wissen, dass wir mit Neuseeland einen Partner haben, der dieselben zentralen Werte vertritt wie wir. Dieses Abkommen ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, ambitionierte gemeinsame Regeln aufzustellen und die Globalisierung so zu gestalten, dass wir zugleich den Handel erleichtern und die nachhaltige Entwicklung sichern. Wir können hier mit gutem Beispiel vorangehen.“

Die erste offizielle Gesprächsrunde der beiden Verhandlungsteams findet vom 16. bis 20. Juli in Brüssel statt.

In Neuseeland traf Kommissarin Malmström mit dem amtierenden Ministerpräsidenten und Außenminister Winston Peters sowie mit dem Parlamentarischen Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten zusammen. Außerdem hielt sie auf einer Veranstaltung des Neuseeländischen Instituts für Internationale Angelegenheiten einen öffentlichen Vortrag über Europa.

Während ihres Besuchs trifft Kommissarin Malmström außerdem die Minister für Grundstoffindustrie und für Fragen des Klimawandels sowie Vertreter der Zivilgesellschaft, akademischer Kreise und der Wirtschaft. Am Freitag, dem 22. Juni besucht sie ein Innovationszentrum, in dem sich Unternehmen mit Verbindungen zur EU befinden.

Der bilaterale Warenhandel zwischen der EU und Neuseeland belief sich im vergangenen Jahr auf 8,7 Mrd. EUR. Der Großteil der EU-Exporte nach Neuseeland entfällt auf Industrieerzeugnisse wie Fahrzeuge, Maschinen und Geräte sowie auf Chemikalien, Kunststoffe, Lebensmittel und Dienstleistungen. Darüber hinaus wurden Dienstleistungen im Wert von 4,4 Mrd. EUR ausgetauscht (2016). Die EU ist Neuseelands drittwichtigster Handelspartner, und mit dem Abkommen könnte der Warenhandel um fast 50 % steigen, der Waren- und Dienstleistungsverkehr zusammengenommen um ein Drittel.

Neuseeland gehört zu den am schnellsten wachsenden Industrieländern und hat vor kurzem mit zehn weiteren Ländern in der Pazifikregion das Umfassende und Fortschrittliche Abkommen über eine Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) abgeschlossen. Das Abkommen zwischen der EU und Neuseeland wird dafür sorgen, dass europäische Unternehmen die gleichen Ausgangsbedingungen haben wie Unternehmen aus Ländern, mit denen Neuseeland bereits Handelsabkommen geschlossen hat.

Weitere Informationen

Videos und Fotos vom Besuch

Website: Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland

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Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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