Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR HR

Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stellt 1,5 Mio. EUR für humanitäre Hilfe zugunsten von Flüchtlingen und Migranten in Bosnien und Herzegowina bereit

Brüssel, 7. Juni 2018

Die Europäische Kommission hat heute humanitäre Hilfe in Höhe von 1,5 Mio. EUR angekündigt, mit der die wachsenden Bedürfnisse der Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten gedeckt werden sollen, die in Bosnien und Herzegowina festsitzen.

Damit haben die Länder des westlichen Balkans seit Beginn der Flüchtlingskrise 30,5 Mio. EUR an humanitärer Hilfe von der Kommission erhalten.

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides erklärte: „In Bosnien und Herzegowina treffen immer mehr Flüchtlinge und Migranten ein, sodass wir rasch handeln müssen. Wir wollen dem Land helfen, die Situation unter Kontrolle zu behalten und die besonders bedürftigen Flüchtlinge und Migranten zu unterstützen. Die von uns bereitgestellten Mittel sollen dazu beitragen, die Grundbedürfnisse dieser Menschen – Schutz und Unterbringung in Notunterkünften sowie Essens- und Gesundheitsversorgung – zu befriedigen.“

Die humanitäre Hilfe der EU wird u. a. in Sarajevo, Bihać und Velika Kladuša in Bosnien und Herzegowina bereitgestellt. Mit dem Geld soll die Bereitstellung der Unterstützung verbessert und sollen das schützende Umfeld und die Kapazitäten der Organisationen gestärkt werden, die schon heute an vorderster Front Soforthilfe leisten.

Hintergrund

Die Europäische Kommission hat seit Beginn der Flüchtlingskrise auf dem Westbalkan humanitäre Unterstützung von mehr als 25 Mio. EUR zugunsten von Flüchtlingen und Migranten in Serbien sowie von über 4 Mio. EUR zugunsten der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien geleistet. Mit ihrer humanitären Hilfe trägt die EU dazu bei, die Grundversorgung der besonders bedürftigen Flüchtlinge und Migranten zu gewährleisten und ihnen würdige Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Neben der Hilfe im humanitären Bereich gewährt die Europäische Kommission ihren Partnern im Westbalkan auch erhebliche finanzielle und technische Unterstützung bei ihren Maßnahmen zur Bewältigung der Migrations- und Flüchtlingskrise. Dies erfolgt hauptsächlich über das Instrument für Heranführungshilfe. Bosnien und Herzegowina wird seit 2007 in den Bereichen Migrationssteuerung und Grenzmanagement von der Kommission unterstützt und hat hierfür im Wege des Instruments für Heranführungshilfe 24,6 Mio. EUR erhalten. Seit Januar 2016 wird Bosnien und Herzegowina auch aus dem Regionalprogramm zur Unterstützung der schutzbedarfsgerechten Migrationssteuerung unterstützt, das mit 8 Mio. EUR ausgestattet ist.

In Bosnien und Herzegowina sind nach Schätzungen der Regierung seit Anfang Januar 2018 rund 4 900 Flüchtlinge und Migranten eingetroffen. Derzeit sitzen ca. 2 500 Flüchtlinge und Migranten im Land fest, die versorgt werden müssen. Die von der EU zugesagte Unterstützung wird über humanitäre Partnerorganisationen erfolgen, die dort bereits im Einsatz sind.


 

 

 

 

 

IP/18/4062

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar