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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU mobilisiert internationale Unterstützung für Gambia

Brüssel, 22. Mai 2018

Die Internationale Konferenz für Gambia, auf der Gambia und die Europäische Union gemeinsam den Vorsitz führten, hat Mittel in Höhe von insgesamt 1,45 Mrd. EUR mobilisiert.

Diese verstärkte politische und finanzielle Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft wird Gambia dabei helfen, seinen demokratischen Übergang auf der Grundlage starker demokratischer Institutionen, der Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit sowie eines nachhaltigen und inklusiven Wirtschaftswachstums fortzusetzen. 

Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica  Mogherini‚ die gemeinsam mit dem Präsidenten von Gambia, Adama Barrow, den Vorsitz der Konferenz führte, erklärte heute in Brüssel: „Gambia zeigt der Welt, dass es bei Freiheit und Demokratie um das wirkliche Leben echter Menschen geht. Nach den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 standen die Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft dem gambischen Volk bei. Wir standen auf der Seite der Freiheit und der Demokratie. Zwei Jahre später stehen wir weiterhin Seite an Seite mit Ihnen. Die EU ist stolz darauf, dass sie heute die Bereitstellung von 140 Mio. EUR für Investitionen in die Schaffung von Chancen für das gambische Volk und in die weitere Stärkung der Demokratie ankündigen kann.“

Neven Mimica, Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, fügte hinzu: „Fasst ein Volk den Entschluss, einer zwei Jahrzehnte währenden Diktatur ein Ende zu setzen, verdient es Lob und Anerkennung. So geschah es in Gambia vor anderthalb Jahren. Wenn sich die neue Regierung verpflichtet, das Land grundlegend zu reformieren und auf den Weg der Demokratie und der Entwicklung zu führen, so muss die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung zusagen. So geschah es heute in Brüssel. Von den heute zugesagten 1,45 Mrd. EUR hat die EU für die Zeit bis zum Jahr 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 140 Mio. EUR gebunden, die zu den 225 Mio. EUR hinzukommen, die seit Beginn des Übergangs im Jahr 2017 bereitgestellt wurden. Heute ist nichts wichtiger, als den Menschen in Gambia zu zeigen, dass die Demokratie schnell spürbare Vorteile bringt.“ 

Wichtigste Ergebnisse der Konferenz:

  • Verstärkte politische Unterstützung für Gambia: In einem gemeinsamen Kommuniqué des Ko-Vorsitzes wurden die Unterstützung und Solidarität der internationalen Gemeinschaft beim Übergang Gambias von einer Diktatur zu einer vollwertigen Demokratie bekräftigt. 
  • Verstärkte finanzielle Unterstützung für die Entwicklung Gambias: Die zugesagten 1,45 Mrd. EUR werden dazu beitragen, den Bedarf an Unterstützung der Geber für die Umsetzung des nationalen Entwicklungsplans Gambias zu decken.

An die Internationale Konferenz für Gambia schließt sich morgen ein  „Business Forum“ an, an dem interessierte europäische, regionale und gambische Wirtschaftsvertreter teilnehmen, um im Rahmen von Podiumsdiskussionen einen Meinungsaustausch zu sektorspezifischen Strategien und Projekten in den Bereichen Energie und Infrastruktur, landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten und Tourismus zu führen.

Hintergrund

Seit dem Regierungswechsel im Januar 2017, mit dem der 22 Jahre währenden autoritären Herrschaft des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh ein Ende gesetzt wurde, haben die EU und Gambia ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen. Auf allen Ebenen wird ein intensiver politischer Dialog geführt, und die EU unterstützt aktiv den Übergang zur Demokratie in Abstimmung mit anderen internationalen Partnern Gambias. Zu den Kooperationsbereichen zählen u. a. Sicherheit, Entwicklung für nachhaltiges Wachstum, Übergangsjustiz, Wirtschaftspartnerschaft, Handel, Fischerei und Migration.

Weitere Informationen

Internationale Konferenz für Gambia – Gemeinsames Kommuniqué des Ko-Vorsitzes

Eröffnungsansprache der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini auf der Internationalen Konferenz für Gambia

Informationsblatt „Die Partnerschaft der EU mit Gambia“

EU-Delegation in Gambia

IP/18/3865

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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