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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Gestaltung der Globalisierung: Die Kommission mobilisiert 9,8 Mio.EUR, mit denen ehemalige Beschäftigte von Air France bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt werden sollen

Brüssel, 23. April 2018

Nach einem entsprechenden Antrag Frankreichs stellt die Europäische Kommission heute 9,8 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bereit, um ehemaligen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der französischen Luftfahrtgesellschaft Air France dabei zu helfen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Die meisten Entlassungen erfolgten in den Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur (PACA).

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen äußerte sich hierzu wie folgt: „Wie andere Branchen in Europa ist auch die Luftfahrt einem starken strukturellen Wandel infolge von Veränderungen im Welthandelsgefüge ausgesetzt. Mit unserem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung helfen wir Arbeitskräften, die bei diesem schwierigen Übergang mit Problemen zu kämpfen haben, bei der Anpassung ihrer Kompetenzen und der Suche nach einem neuen Job. Dies ist ein konkreter Ausdruck europäischer Solidarität.“

Frankreich hat nach der Entlassung von 1858 Beschäftigten bei Air France einen Antrag auf Unterstützung aus dem Fonds für die Anpassung an die Globalisierung gestellt. Diese Arbeitsplatzverluste waren das Ergebnis des rückläufigen EU-Marktanteils am internationalen Passagierluftverkehr im Zeitraum 2008-2015. Die aus dem EGF kofinanzierten Maßnahmen sollen den entlassenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dabei helfen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Hierzu werden ihnen aktive Berufsberatung, berufliche Weiterbildung sowie Beihilfen für die Arbeitsuche und Mobilitätszulagen angeboten.

Die Kosten für das Maßnahmenpaket werden mit insgesamt 16,5 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF 9,8 Mio. EUR bereitstellen würde.

Der Vorschlag wird nun dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat zur Annahme vorgelegt.

Hintergrund

Im Rahmen eines seit 1970 erkennbaren Trends zu langfristigem Wachstum nahm der weltweite Luftverkehr im Zeitraum 2008-2015 um 5,3 % pro Jahr zu. Allerdings stieg der Luftverkehr zwischen Europa und den nichteuropäischen Ländern mit 3,4 % langsamer an als der weltweite Verkehr, was zu einem rückläufigen EU-Marktanteil am Luftverkehr führte.

Die europäischen Unternehmen und ihre Umsteigeplattformen sind besonders bei den Strecken mit den höchsten Passagierverkehrsaufkommen (z. B. Europa-Asien) und bei den wachstumsstarken Strecken (vor allem Afrika-Asien) unter Druck geraten.

Die meisten Entlassungen betrafen die französischen Regionen Île-de-France (76,2 %) und Provence-Alpes-Côte d'Azur (11,7 %). Die erwarteten Auswirkungen hängen in beiden Regionen mit den Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Altersgruppe 50+ in den Arbeitsmarkt zusammen. 79 % aller Entlassungen entfallen auf diese Altersgruppe. In der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur sind die Schwierigkeiten auch dadurch bedingt, dass die Zahl der Arbeitsuchenden über dem nationalen Durchschnitt liegt.

Ein offenerer Handel mit der übrigen Welt ist insgesamt sehr förderlich für Wachstum und Beschäftigung, er kann jedoch auch Arbeitsplätze kosten – betroffen sind vor allem geringqualifizierte Arbeitskräfte und krisenanfällige Branchen. Um den Betroffenen bei der Anpassung an die Folgen der Globalisierung zu helfen, wurde der EGF eingerichtet. Seit Aufnahme seiner Tätigkeit im Jahr 2007 sind beim Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) 158 Anträge eingegangen. Rund 630 Mio. EUR wurden beantragt, um etwa 150 000 Arbeitskräften und 3369 jungen Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren (NEETs), zu helfen.

Der Fonds läuft im Zeitraum 2014-2020 als Ausdruck der Solidarität der EU weiter; seine Funktionsweise wurde verbessert. Gedacht ist der EGF für Arbeitskräfte, die infolge der Wirtschaftskrise entlassen wurden, sowie für befristet Beschäftigte, Selbstständige und – im Rahmen einer bis Ende 2017 geltenden Ausnahmeregelung – junge Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren (NEETs) und in Regionen mit Förderanspruch im Rahmen der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen leben; allerdings dürfen nicht mehr NEETs gefördert werden, als entlassene Arbeitskräfte unterstützt werden.

Weitere Informationen

EGF-Website:

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised (nur in englischer Sprache)

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund (nur in englischer Sprache)

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