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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU sagt auf Genfer Geberkonferenz 77 Mio. EUR für die Krise in der Demokratischen Republik Kongo zu

Brüssel, 13. April 2018

Die Europäische Union war heute einer der Gastgeber der humanitären Konferenz für die Demokratische Republik Kongo in Genf.

Auf dieser Konferenz bekräftigte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, erneut die Unterstützung der EU angesichts der Verschlechterung der humanitären Lage in der Region und sagte 77 Mio. EUR an Sofort- und Entwicklungshilfe für die Krise in der Demokratischen Republik Kongo zu.

„Wir stehen heute gemeinsam an der Seite der Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo. Viel zu lange schon benötigt dieses Land humanitäre Hilfe, und die Lage verschlechtert sich immer mehr. Wir sind entschlossen, den am meisten gefährdeten Menschen in der Demokratischen Republik Kongo zu helfen und ihnen Hoffnung zu geben. Um unsere humanitäre Aufgabe erfüllen und Leben retten zu können, brauchen wir fortlaufend ungehinderten Zugang zu allen Gebieten sowie Schutzmaßnahmen für die humanitären Helfer“, erklärte Kommissar Stylianides.

Vom 24. bis 26. März 2018 stattete Kommissar Stylianides der Demokratischen Republik Kongo einen offiziellen Besuch ab. Er besichtigte von der EU finanzierte Projekte in Nord- und Süd-Kivu und traf Regierungsbeamte in Kinshasa. 49,5 Mio. EUR der heute zugesagten – und von Kommissar Stylianides während seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo angekündigten – Summe werden zur Linderung der sich verschlechternden humanitären Lage in der Demokratischen Republik Kongo und zur Finanzierung von humanitären Flügen in die abgelegensten Gebiete des Landes gewährt. Weitere 27,6 Mio. EUR sollen für Gesundheit, Ernährungssicherheit, Bildung und die Stärkung der Resilienz in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden. Über den zugesagten Betrag hinaus verpflichtete sich die Europäische Union ferner, Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo und deren Aufnahmegemeinschaften in den Nachbarländern Burundi, Ruanda, Tansania und Uganda mit 6 Mio. EUR zu unterstützen.

Hintergrund

Die Europäische Union veranstaltet die humanitäre Konferenz über die Demokratische Republik Kongo in Genf gemeinsam mit dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der Vereinten Nationen und dem Königreich der Niederlande, um Ressourcen zur Bewältigung der humanitären Krise in der Demokratischen Republik Kongo zu mobilisieren.

Der Bedarf der Demokratischen Republik Kongo an humanitärer Hilfe hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Mehr als 16 Millionen Menschen sind von der Krise betroffen, landesweit sind 13 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Derzeit gibt es mehr als 5 Millionen Vertriebene: 4,5 Millionen sind Vertriebene im eigenen Land, 630 000 leben in Nachbarländern.

Bei den von der Generaldirektion für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Kommission (ECHO) finanzierten humanitären Maßnahmen liegt der Schwerpunkt auf der Hilfe für Menschen, die unter den jüngsten (bzw. noch andauernden) Gewalttaten zu leiden hatten (bzw. leiden), oder aber von akuter Unterernährung oder Epidemien betroffen sind. Ihnen soll rechtzeitig Schutz und lebensnotwendige Hilfe zuteil werden. Darüber hinaus verfügt die Kommission über einen eigenen humanitären Flugdienst (ECHO Flight), der für humanitäre Partnerorganisationen sichere und kostenlose Transportdienste in entlegene Gebiete des Landes bereitstellt.

Neben dem humanitären Maßnahmen hat die Kommission auch ihre Unterstützung für die Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit und Ernährungssicherheit aufgestockt, um dem dringenden Bedarf der Bevölkerung und der bedürftigsten Bevölkerungsgruppen in der Provinz Kasaï gerecht zu werden. Gleichzeitig wurde weitere Unterstützung bewilligt, um den Bildungsbedarf der Kinder in Konfliktregionen im Kivu und in der Provinz Tanganjika zu decken.

Weitere Informationen

Factsheet Demokratische Republik Kongo

IP/18/3181

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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